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Pflege

Enormer Stress

Zahnärzte plädieren für Behandlung in Einrichtungen vor Ort.

Dr. Raphael Gaillard (von links), Leiter des Präsidentenbüros am Landesamt für Pflege; Dr. Rüdiger Schott, Vizepräsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK); Tanja Krieger, „Pflegefachliche Aufgaben“; Ass. Jur. Sven Tschoepe, Hauptgeschäftsführer BLZK; Rüdiger Erling, Leiter „Pflegefachliche Aufgaben“; Dr. Dr. Markus Schick, Präsident LfPFoto: Donhauser
Dr. Raphael Gaillard (von links), Leiter des Präsidentenbüros am Landesamt für Pflege; Dr. Rüdiger Schott, Vizepräsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK); Tanja Krieger, „Pflegefachliche Aufgaben“; Ass. Jur. Sven Tschoepe, Hauptgeschäftsführer BLZK; Rüdiger Erling, Leiter „Pflegefachliche Aufgaben“; Dr. Dr. Markus Schick, Präsident LfPFoto: Donhauser

Amberg.Eine qualitativ hochwertige Zahnversorgung – und zwar vor Ort in stationären Pflegeeinrichtungen. Das ist ein Ziel der Bayerischen Landeszahnärztekammer, kurz BLZK. Das Konzept dafür haben Dr. Rüdiger Schott, Vizepräsident der BLZK, und Ass. Jur. Sven Tschoepe, BLZK-Hauptgeschäftsführer, bei einem Besuch des Bayerischen Landesamtes für Pflege in Amberg vorgestellt.

Die Vertreter der BLZK erläuterten laut einer Pressemitteilung, dass es sinnvoll wäre, in den jeweiligen Pflegeeinrichtungen geeignete Räume einzurichten, damit die Patienten für eine notwendige Behandlung nicht extra in eine Zahnarztpraxis transportiert werden müssen. „Gerade für demente Menschen ist das nämlich oft eine enorme Stress-Situation“, erklärte Dr. Schott. Deshalb der Wunsch der BLZK: Die zahnärztliche Vor-Ort-Versorgung in stationären Einrichtungen als ein Kriterium in die Investitionskosten-Förderrichtlinie für Pflegeeinrichtungen mit aufzunehmen. „Die Mundhygiene ist ein sehr wichtiges Thema, gerade auch in Pflegeheimen“, so Dr. Dr. Markus Schick, Präsident des Landesamtes für Pflege. „Deshalb sind die Schaffung, der Ersatzneubau, der Umbau und die Modernisierung von Behandlungsräumen in Pflegeheimen auch förderfähig.“

Des Weiteren plant die BLZK eine Landesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Mundgesundheit in der Pflege. „Da soll es beispielsweise auch um die zahnärztliche Versorgung ambulant betreuter Menschen gehen“, schilderte Sven Tschoepe. „Diese ist oft mit sehr großen Schwierigkeiten verbunden.“ Die beiden Vertreter der Landeszahnärztekammer erläuterten den Vertretern des Landesamtes für Pflege ihre Idee und baten um Mithilfe in der Arbeitsgemeinschaft. „Da gesunde Zähne und eine gute Mundhygiene ausschlaggebend für die Lebensqualität sind und die zahnärztliche Versorgung besonders im Bereich der Pflege eine wichtige Rolle spielt, wollen wir uns als Bayerisches Landesamt für Pflege gerne aktiv mit einbringen“, versicherte Schick.

Über die weitere Zusammenarbeit wurde bei einer Klausurtagung der BLZK gesprochen, bei der Dr. Dr. Markus Schick dem Vorstand der BLZK die zukünftigen Herausforderungen der Pflege in Bayern erläuterte.

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