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Kultur

Ensdorfer Kirche erhält Auszeichnung

Pfarrer Sturm bekam für die Innensanierung von St. Jakobus die Denkmalschutzmedaille von Kultusministerin Kiechle überreicht.

Durch die Sanierung kamen Details zum Vorschein, die lange verborgen waren. Foto: Leiprecht
Durch die Sanierung kamen Details zum Vorschein, die lange verborgen waren. Foto: Leiprecht

Ensdorf.„Denkmäler sind Geschichtsquellen, die uns viel über die Vergangenheit verraten können“ – das betonte Bayerns Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle. Sie verlieh am Donnerstag 30 Denkmalschutzmedaillen an Persönlichkeiten und Einrichtungen aus allen Regierungsbezirken. Unter den Preisträgern befand sich auch die Katholische Kirchenstiftung Ensdorf, vertreten durch Pfarrer Pater Hermann Sturm. Die Auszeichnung erhielt er für die Innensanierung der barocken Pfarrkirche St. Jakobus.

Wie Ministerin Kiechle beim Festakt in München betonte, würden die Träger der Denkmalschutzmedaille mit ihrem Engagement das kulturelle Erbe Bayerns bewahren, sodass auch nachfolgende Generationen aus diesen Quellen schöpfen können. Kiechle betonte: „Seit der ersten Vergabe der Denkmalschutzmedaille im Jahr 1978 wurden mehr als 1000 Menschen ausgezeichnet.“ Sie hätten Bau- und Kunstdenkmäler durch ihr Engagement vor dem Verfall bewahrt und durch Instandsetzungen in die Zukunft geführt. Menschen wie sie seien ein großes Glück für die bayerische Denkmallandschaft. Generalkonservator Prof. Dipl.-Ing. Architekt Mathias Pfeil ergänzte, die Preisträger hätten ihre Denkmäler „mit viel Leidenschaft, Ausdauer und Verständnis fit für die Zukunft gemacht.“

„Denkmäler sind Geschichtsquellen, die uns viel über die Vergangenheit verraten können.“

Marion Kiechle, Kultusministerin

In der Laudatio für die Sanierungsleistung in Ensdorf wurde daran erinnert, dass der Innenraum der früheren Klosterkirche prächtig ausgeschmückt ist. Besonders hervorzuheben seien neben dem Stuckmarmor vor allem die Deckenfresken mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Jakob. Diese hochwertige Ausstattung sei auch im Mittelpunkt der Generalsanierung gestanden, die die Katholische Kirchenstiftung Ensdorf schließlich im Jahr 2014 in Angriff nahm.

Lesen Sie mehr: Die Sanierungsarbeiten in der Ensdorfer Jakobuskirche brachten so manche Überraschungen.

Kunstministerin Marion Kiechle überreichte Ensdorfs Pfarrer Hermann Sturm die Denkmalschutzmedaille. Foto: Steffen Leiprecht
Kunstministerin Marion Kiechle überreichte Ensdorfs Pfarrer Hermann Sturm die Denkmalschutzmedaille. Foto: Steffen Leiprecht

Mit höchstem konservatorischem Anspruch wurden der Stuckmarmor und die weitere Ausstattung gereinigt. Der bauzeitliche Natursteinboden aus Kelheimer Plattenkalk wurde behutsam überarbeitet. Das Deckengemälde über dem Hochaltar, vielleicht das Erstlingswerk von Cosmas Damian Asam, erhielt eine sorgfältige Reinigung, die wieder alle Details zum Vorschein brachte. Bei der Sanierung wurden zudem über einen Künstlerwettbewerb Volksaltar, Ambo und Sockel des Taufbeckens neu entwickelt. Sie würden eine Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart schaffen. Im Oktober 2017 wurde in Ensdorf nicht nur die erfolgreich abgeschlossene Instandsetzung, sondern auch das 300-jährige Bestehen der ehemaligen Abteikirche gefeiert.

Die Denkmalschutzmedaille

  • Auswahl:

    Vorschläge für die Auszeichnung mit der Medaille machen die Regierungen, Bezirke, Landkreise, Kirchen, der Bayerische Landesverein für Heimatpflege sowie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.

  • Broschüre:

    Das Heftchen „Denkmalschutzmedaille 2018“ stellt alle Preisträger und Projekte vor. Die Broschüre gibt es unter www.blfd.bayern.de.

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