mz_logo

Region Amberg
Montag, 18. Juni 2018 22° 2

Ausstellung

Erasmus Grassers Werk beeindruckt

Besondere Arbeiten des Bildhauers, der der berühmteste Sohn Schmidmühlens ist, werden im Nationalmuseum in München gezeigt.

MdL Reinhold Strobl gemeinsam mit Generaldirektorin Dr. Renate Eikelmann in der Ausstellung über Erasmus Grasser Foto: Büro MdL Strobl
MdL Reinhold Strobl gemeinsam mit Generaldirektorin Dr. Renate Eikelmann in der Ausstellung über Erasmus Grasser Foto: Büro MdL Strobl

Schmidmühlen.Erasmus Grasser zählt zu den großen Bildhauern der deutschen Spätgotik. Geboren ist er in Schmidmühlen, was vielfach so nicht bekannt ist. Genau 500 Jahre nach seinem Tod wird Erasmus Grasser erstmals eine eigene Ausstellung gewidmet: Gezeigt wird die Ausstellung noch bis 29. Juli im Bayerischen Nationalmuseum in München.

MdL Reinhold Strobl, für die SPD-Landtagsfraktion im Landesdenkmalrat, wurde nach einer Sitzung im Nationalmuseum von Generaldirektorin Dr. Renate Eikelmann gemeinsam mit den Mitgliedern des Landesdenkmalrates durch diese sehr interessante Ausstellung geführt. In Kooperation mit dem Diözesanmuseum Freising ist es der Museumsleitung gelungen, im Bayerischen Nationalmuseum fast alle Hauptwerke Grassers zusammenzutragen. Sie konzentrieren sich bis heute in München, wo Grasser erstmals 1475 nachweisbar ist, sowie südöstlich der Stadt.

Gleich sein erster Auftrag in München verhalf ihm zum Durchbruch: Die expressiv bewegten Moriskentänzer schuf er 1480 für den Tanzsaal des Alten Rathauses. Der Moriskentanz war eine Modeerscheinung des späten 15. Jahrhunderts. Der Name leitet sich von christianisierten Mauren in Spanien her, ohne dass die in Mitteleuropa agierenden Spielleute zwangsläufig von dort stammten. Auftritte exotisch ausstaffierter Tänzer waren eine besondere Attraktion bei höfischen Festen.

Alle anderen heute noch erhaltenen Arbeiten aber wurden für den kirchlichen Gebrauch und die private Frömmigkeit geschaffen. Berühmte Werke wie das vielgestaltige Chorgestühl der Frauenkirche oder die mächtige Figur des heiligen Petrus aus der Münchner Kirche St. Peter stammen ebenfalls von Grasser. „Besonders beeindruckt hat mich der Heilig-Kreuz-Alter, der eigentlich in der Pfarr- und Wallfahrtskirche München-Ramersdorf steht“, so Strobl. Auch dieser Altar ist bis 29. Juli im Nationalmuseum zu sehen.

Auch eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit Erasmus Grasser - sie wird noch in Schmidmühlen zu sehen sein.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht