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Geschichte

Erinnerungstafel für Franz Xaver Kemeter

Die SPD und die Arbeiterwohlfahrt aus Amberg ehren einen Kämpfer für Freiheit und Demokratie in der Seminargasse.

Das Haus Seminargasse 10
              Foto: Dieter Weiß
Das Haus Seminargasse 10 Foto: Dieter Weiß

Amberg.Der SPD-Stadtverband Amberg und der SPD-Unterbezirk Amberg-Sulzbach-Neumarkt setzen gemeinsam mit der Amberger Arbeiterwohlfahrt ein Zeichen der Erinnerung für Franz Xaver Kemeter. Am Freitag, den 17. August, um 18 Uhr findet eine Gedenkveranstaltung für den langjährigen Vorsitzenden der Amberger SPD (1922-1933) und das Vorstandsmitglied der Arbeiterwohlfahrt Amberg statt.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird eine Erinnerungstafel am Gebäude in der Seminargasse 10 enthüllt. Die Räume, die in diesem Haus von der SPD und der Arbeiterwohlfahrt genutzt werden, tragen künftig den Namen Franz Xaver Kemeter. Der Stellvertretende Stadtverbandsvorsitzender der SPD Amberg, Dieter Weiß, erklärte dazu: „Mit der Tafel und der Namensgebung wollen wir dauerhaft an diesen Kämpfer für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte erinnern. Er steht stellvertretend für alle Frauen und Männer, die den Nationalsozialisten die Stirn geboten haben. Sie und ihre Taten dürfen nicht vergessen werden. Dies ist uns Auftrag und Mahnung zugleich. Freiheit und Demokratie sind nichts Selbstverständliches. Diese Werte müssen gelebt und verteidigt werden.“

Franz Xaver Kemeter wurde am 19.August 1887 in Sinzing bei Regensburg geboren. Er war von 1922 bis 1933 Vorsitzender der SPD in Amberg. In der Zeit vom 22. April bis 22. Juni 1933 war er gemeinsam mit den drei weiteren Sozialdemokratien Josef Regner, Andreas Heuberger und Martin Ibler Mitglied des Amberger Stadtrates, bis sie von den Nationalsozialisten aus dem Stadtparlament vertrieben wurden. Noch im Jahr 1933 wurde Franz Xaver Kemeter im Konzentrationslager Dachau interniert. Nach seiner Freilassung ging er in die Tschechoslowakei ins Exil. 1939 wurde er im Sudetenland erneut von der Gestapo gefangen genommen und im KZ Buchenwald eingesperrt. Am 2. Februar 1944 wurde er in das Konzentrationslager Majdanek überstellt. Dort wurde er am 20. Juli 1944 ermordet. „Als Gewerkschaftler, Sozialdemokrat und Vorstandsmitglied der AWO und der Werte, die er dadurch verkörperte, passte er nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nationalsozialisten. Franz Xaver Kemeter wurde wegen seiner politischen Einstellung und seiner Ablehnung des Hitler-Regimes verfolgt, eingesperrt und schließlich ermordet“, so Dieter Weiß.

Nach der Enthüllung der Gedenktafel lädt der SPD-Stadtverband Amberg zu einem Empfang in die frisch getauften Räume.

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