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Erleichterungen für Pendler

Corona verändert Alles, auch die Kommunikationswege. Das stellt MdEP Doleschal beim ersten digitalen Europaforum fest.

Digitale Kommunikationsformen in Zeiten von Corona: Christian Doleschal bei seinem ersten digitalen Europaforum. Foto: Dominik Engelhardt
Digitale Kommunikationsformen in Zeiten von Corona: Christian Doleschal bei seinem ersten digitalen Europaforum. Foto: Dominik Engelhardt

Amberg-Sulzbach.Vom Handwerker und Landwirt bis hin zum Großunternehmer – bei sehr vielen habe man in den vergangenen Wochen große Verunsicherung gespürt, viele seien an die Abgeordneten herangetreten. Die Regeln und Hilfsmaßnahmen von Bund und Bayern ändern sich laufend, auch die Situation an der Grenze zu Tschechien sei schwankend. Wie der Europaabgeordneter Christian Doleschal in seiner Pressemitteilung informiert, wollte er mit dem ersten digitalen Europaforum ein Angebot schaffen, Informationen aus erster Hand zu bekommen.

Mit dem Bayerischen Finanzminister Albert Füracker und dem deutschen Botschafter in Prag Dr. Christoph Israng konnte er zwei hochrangige Gesprächspartner für dieses neue Format gewinnen und über die Herausforderungen für die Wirtschaft in dieser Zeit sprechen, teilte Doleschal mit.

Finanzielle Herausforderungen

„Es ist nicht die Stunde des Finanzministers, sondern die des Krisenmanagers Markus Söder“, so der Bayerische Finanzminister Albert Füracker im Live Stream. In den kommenden Monaten werde man noch tief in die Tasche greifen müssen. Das sei nötig, denn man müsse das Land auf Kurs halten, erklärte Füracker.

Neben den finanzpolitischen Schwerpunkten der Diskussion standen besonders auch die derzeit bestehenden Herausforderungen an der Bayerisch-Tschechischen Grenze im Vordergrund. Dr. Christoph Israng, Deutscher Botschafter in Prag, stand hier den rund 70 Teilnehmern des digitalen Europaforums Rede und Antwort. Besonders die Frage nach Lockerungen durch die tschechische Regierung stand dabei im Mittelpunkt. Hier würde es so aussehen, dass dies zunächst innerstaatlich passieren werde, bevor man an den Grenzen wieder lockert, so Israng. „Dennoch haben wir in den vergangenen Wochen schon einiges erreicht. Darunter die nun in Kraft getretene Zwei-plus-Zwei Regelung, also nur noch zwei Wochen Aufenthaltsdauer und anschließend zwei Wochen Quarantäne“, führte Israng aus.

Als Erfolg der Verhandlungen, in welche die Deutsche Botschaft und die Bayerische Staatskanzlei involviert waren, sind auch die Erweiterung um Betriebe der sogenannten kritischen Infrastruktur, wo nun auch wieder täglich gependelt werden kann, ohne anschließende Quarantäne. Informationen zum Verfahren finden sich auf der Homepage der Deutschen Botschaft in Tschechien. Man werde sich auch weiterhin für zusätzliche Erleichterungen einsetzen, auch für die Öffnung weiterer Grenzübergänge, wie dem in Waldsassen, so Botschafter Israng. Allerdings fehle es derzeit an der dafür nötigen Personalausstattung auf tschechischer Seite.

Vertrauen in Europa

„Signale der Solidarität sind jetzt enorm wichtig, in Richtung unserer tschechischen Nachbarn, aber auch nach ganz Europa. Wir brauchen jetzt ein selbstbewusstes Europa, ein Europa, das sich gegenseitig vertraut und in dieser schwierigen Zeit füreinander da ist. Die Europäische Union steht vor einer entscheidenden Zeit, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, so Europaabgeordneter Doleschal abschließend.

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