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Sitzung

Erschließung beginnt 2020

Der Gemeinderat vergab den Auftrag für das Baugebiet „Strohberg-Nord“. Er stimmte für eine weitere Digitalisierung der Verwaltung.
Von Hans Babl

Die Firma Engelhard aus Amberg erhielt vom Gemeinderat den Auftrag, das Baugebiet „Strohberg-Nord“ in Wolfsbach zu erschließen.  Archivfoto: Hans Babl
Die Firma Engelhard aus Amberg erhielt vom Gemeinderat den Auftrag, das Baugebiet „Strohberg-Nord“ in Wolfsbach zu erschließen. Archivfoto: Hans Babl

Ensdorf.In einer Mammutsitzung arbeitete der Ensdorfer Gemeinderat am Donnerstag 13 Tagesordnungspunkte ab. Dabei ging es nicht nur um Baugebiete, Bauvoranfragen und Anhörungen verschiedenster Gremien, sondern auch um Zustimmung zu Fördermaßnahmen und Digitalisierung.

Zuerst ging es um den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Asamhöhe“ linksseitig der Schulstraße in Ensdorf. Stephan Dietrich vom Büro „Stadt und Raum“ berichtete, dass dieses „aufgrund seiner Standortfaktoren für die Wohnnutzung sehr gut geeignet“ sei. Der Bedarf bis 2030 sei nachgewiesen für etwa 4,9 Hektar, entsprechend 48 Wohneinheiten. In einem ersten von fünf Teilabschnitten ist zunächst die Bebauung von 14 Wohneinheiten auf rund 1,5 Hektar mit 14 Häusern angedacht. Die Baugrundstücke könnten gut 500 bis maximal 800 Quadratmeter betragen. Heckenreihen würden erhalten und geschützt, drei Straßenanschlüsse zur Schulstraße und zur Asamstraße sind vorgesehen. „Wir sind aber noch ganz am Anfang der Planung“, gab Dietrich zu bedenken und bat um weitere Ideen zu den beiden ausgearbeiteten Varianten. Bürgermeister Markus Dollacker erklärte aber gleich: „Keiner soll denken oder damit rechnen, dass schon in den nächsten Jahren mit dem Baugebiet begonnen wird.“ Man wolle nur vorbeugen, um in Ensdorf auch zukünftig Baumöglichkeiten für die Bürger zu haben. Zuerst müssten aber Baulücken geschlossen werden.

Der Bauvoranfrage auf Abbruch der bestehenden Scheune mit Garagen und Abbau an das bestehende Wohnhaus sowie Neuerrichtung einer Doppelgarage, Anbau an die bestehende Stallung mit Nutzungsänderung zur Unterstellhalle und Neuerrichtung einer Scheune auf Flurnummer 67 der Gemarkung Wolfsbach (Von-Holler-Straße 1) stimmte der Gemeinderat zu.

Schneller surfen im Rathaus

Keine Einwände erhob der Gemeinderat gegen die Anhörung der Gemeinde Kümmersbruck für die Aufstellung eines Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan für ein Misch-/Dorfgebiet „Dorfplatz“ in Kümmersbruck. Keine Einwände hatte der Gemeinderat auch gegen die Anhörung der Regierung der Oberpfalz im Auftrag des Regionalen Planungsverbandes „Oberpfalz-Nord“. Dabei ging es um die Fortschreibung des Regionalplanes Region „Oberpfalz-Nord“ , unter anderem bei der Sicherung von Bodenschätzen – zumal das „Vorranggebiet Nat 19 südöstlich Wolfsbach in der Gemeinde Ensdorf aufgrund des Potenzials an gewinnbaren Kalkstein um circa sieben Hektar in südwestlicher Richtung erweitert werden“ darf (das entspricht dem Steinbruch Pongratz).

Bereits im Frühjahr kommenden Jahres wird mit der Erschließung des Baugebietes „Strohberg-Nord“ in Wolfsbach begonnen, die Mitte August abgeschlossen sein soll. Von sechs Anbietern vergab der Gemeinderat mit 882 515, 98 Euro den Auftrag einstimmig hierfür an die am günstigsten bietende Firma Engelhard Bau GmbH in Amberg. Ihr Angebot lag um rund 30 000 Euro unter der Vorausberechnung des Planungsbüros Seuß GmbH.

Gefördert werden Glasfaseranschlüsse und WLAN für öffentliche Schulen und Rathäuser. Die Staatsregierung will neben der Glasfaseranbindung auch Rathäuser schnellstmöglich an Glasfaserinfrastruktur anzuschließen mit einer staatlichen Förderung von 80 Prozent, maximal 20 000 Euro. Der Gemeinderat stimmte dem Grundsatzbeschluss für die Mittelschule und das Rathaus Ensdorf zu und beauftragte den Bürgermeister, das Förderverfahren durchzuführen.

Papierlose Verwaltung

Einstimmig zugestimmt hat der Gemeinderat der Aktualisierung und Umstellung der EDV-Programme im Rathaus und der Neueinführung eines Rathaus-Informationssystems. Notwendig sind EDV-Programme und ein digitales Dokumenten-Management sowie die Aktualisierung und Umstellung der EDV-Programme des kommunalen Finanzwesens (Buchhaltung und Haushaltsplanung, Berechnung der Abgaben und Verbrauchsgebühren, Kassenwesen). Die Module kosten gut 57 000 Euro sowie monatliche Gebühren von knapp 700 Euro. „Das System ermöglicht künftig weitgehend eine papierlose Verwaltung und erleichtert und beschleunigt die Arbeit“, sagte der Bürgermeister. (abl)

Planungs-Beschluss

  • Grundstücke: Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst die Flurnummern 248, 230, 230/17, 230/18, 230/19, 1234. 1235, 1236 und 1237. Der Flächennutzungs- und Landschaftsplan wird geändert in allgemeines Wohngebiet für die Nummern 248, 1231, 1233, 1234, 1235, 1236, 1237 und 1238. (abl)

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