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E-Mobilität

Erstes eCarsharing in Amberg

Das erste Amberger Carsharing-Angebot ist mit zwei Elektroautos am Start. Für das Wochenende sind sie schon gebucht.
Von Gerd Spies

Bei der Präsentation der beiden E-Autos: 2. Bürgermeister Martin Preuß, Otto Loserth (E-WALD), Bernhard Mitko (Umweltreferent Stadt Amberg), Alexander Köckritz (ZV RVS), Dieter Meier und Alexander Düssil (Sparkasse Amberg-Sulzbach).
Bei der Präsentation der beiden E-Autos: 2. Bürgermeister Martin Preuß, Otto Loserth (E-WALD), Bernhard Mitko (Umweltreferent Stadt Amberg), Alexander Köckritz (ZV RVS), Dieter Meier und Alexander Düssil (Sparkasse Amberg-Sulzbach).

Amberg.Klimaneutral in die automobile Zukunft! Der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz will nicht mehr nur für die Knöllchen zuständig sein, sondern auch für nachhaltige Elektromobilität. Seit Freitag gibt es in Amberg zwei standortbasierte eCarsharing-Fahrzeuge zu mieten, einen Renault Zoe und einen BMW i3. Standortbasiert bedeutet, dass sie von einem festen Standort abgeholt werden können – der Renault Zoe am Liebgrabenweg 1, dem Standort des Zweckverbandes, der BMW i3 auf dem Parkdeck der Kräuterwiese.

„Wir bieten mit dem eCarsharing einen völlig neuen Service für alle an, die nur selten ein Auto benötigen, aber trotzdem nicht auf diesen Mobilitätsfaktor verzichten wollen oder kurzfristig auf ein Auto angewiesen sind“, erklärte Maximilian Köckritz, der Geschäftsführer des ZV KVS Oberpfalz. Statistisch gesehen werde ja ein Auto durchschnittlich nur eine Stunde am Tag gebraucht. Dieser völlig neue Service des Zweckverbands biete außerdem, so Köckritz, eine gute Möglichkeit, Erfahrungen in Sachen Elektromobilität zu sammeln. „Mit diesem Service verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen, dass langfristig immer weniger Autos auf den Straßen fahren, zum anderen, dass Berührungsängste zu E-Autos abgebaut werden.“

Am Land salonfähig machen

Die Stadt Amberg begrüße dieses bisher einzigartigen Projekt in der Stadt sehr. „Es wird viele Gemeinden in der Region geben, die ebenfalls Interesse an diesem Modell haben“, prognostizierte 2. Bürgermeister Martin Preuß bei der Vorstellung der beiden Fahrzeuge. Preuß beglückwünschte auch den Zweckverband zu dieser umweltfreundlichen Idee. „Es zeigt, dass es dem Zweckverband nicht nur um Verkehrsüberwachung, sondern auch um Zukunftsgestaltung geht“, erklärte der Bürgermeister.

Mit im Boot bei der Umsetzung dieses eCarsharing-Projekts sind die Sparkasse Amberg-Sulzbach und die E-WALD GmbH. Letzteres Unternehmen sitzt im niederbayerischen Teisnach und zählt zu den führenden Systemanbietern im Bereich Elektromobilität. Laut Otto Loserth, dem Geschäftsführer von E-WALD, habe sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, die E-Mobilität auch in ländlichen Räumen salonfähig zu machen. „In über 80 Gemeinden von sechs Landkreisen im Bayerischen Wald konnten wir bereits Elektromobilität realisieren“, erklärte Loserth.

Die Sparkasse Amberg-Sulzbach tritt als Hauptsponsor für den BMW i3 auf. Für sie war das Thema Nachhaltigkeit entscheidend für die Teilnahme an diesem Projekt, betonte ihr Vorstandsvorsitzender Dieter Meier. „Der Trend geht zum Elektroauto und der eigenen PV-Anlage auf dem Dach, die den nötigen Strom produziert. Solche Investitionen wollen wir auch bei unseren Kunden unterstützen“, ergänzte Vorstandsmitglied Alexander Düssil.

Und so geht es: Vor der Buchung eines der beiden Fahrzeuge muss man sich registrieren lassen, im Internet unter https://drive.e-wald.eu/registrierung. Danach hat man zwei Möglichkeiten, die nötige Kundenkarte zu erhalten. Entweder man holt sie persönlich beim Zweckverband am Lieben-grabenweg oder ab dem 15. April am Einwohneramt (Hallplatz 4) unter Vorlage des ausgefüllten Vertrags, des Führerscheins und des Personalausweises ab. Oder man lässt online seine persönlichen Daten inklusive Führerschein via Videoüberprüfung verifizieren. Dann erhält man die Kundenkarte.

Für vier Euro pro Stunde

Wenn man den BMW i3 oder den Renault Zoe im Internet über eine App gebucht hat, steht das Auto zur gewählten Stunde am jeweiligen Standort bereit. Mit der Kundenkarte

lässt sich am Lesegerät hinter der Windschutzscheibe das Auto schlüssellos öffnen. Die Fahrt kann losgehen, für vier Euro die Stunde oder 20 Euro pro Tag, lautlos und ohne Abgase.

Für das kommende Wochenende ist der BMW i3 schon gebucht, informiert der Zweckverbandsvorsitzende Maximilian Köckritz. Das Interesse, ein E-Auto für ein oder zwei Tage zu testen, scheint vorhanden. Der Anfang für ein Carsharing in Amberg ist gemacht.

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