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Musical

Fee vermurkst Reinheitsgebot

Tom Bauer, Veronika Frank und Sebastian Hagengruber spielen in „Drei Wünsche frei“ zehn Rollen. Bier steht im Mittelpunkt.

Im Kleinkunstmusical „Drei Wünsche frei
Im Kleinkunstmusical „Drei Wünsche frei" treten Tom Bauer, Veronika Frank und Sebastian Hagengruber in zehn Rollen auf. Foto: Christian Melis

Sulzbach-Rosenberg.Zwei Jahre nach dem Erfolgsmusical Oschnputtl zaubert Kulturpreisträger Tom Bauer zur Freude seiner Fans ein neues Kleinkunstmusical auf Bayerns Bühnen. „Drei Wünsche frei“ heißt sein neues Stück. Am 8. November, 20 Uhr, ist es in der Kleinkunstbühne Historische Druckerei Seidel am Luitpoldplatz 4 in Sulzbach-Rosenberg zu sehen.

Er entführt seine Zuschauer ins schöne Bayernland des Jahres 1516. Herzog Wilhelm IV. hat gerade den Landtag zusammengetrommelt, um das bayerische Reinheitsgebot zu beschließen. Doch die Protagonistin des Stückes kommt ihnen in die Quere: Die Zauberfee Furunkula, gespielt von Veronika Frank, bringt viel Wirbel ins Stück und auf die Bühne.

Sie überlegt gerade ihre Einkaufsliste für den Wochenmarkt: Sellerie, Tomaten, Schnittlauch, einen Wurm für den Tequila, zwölf Paar Wiener, Leberkäse… ach, wer soll sich das denn alles merken? So notiert sie auf einem vermeintlichen Schmierzettel ihre Einkäufe. Doch genau auf diesem Zettel befindet sich die berühmte Unterschrift des großen Herzogs Wilhelm. Noch bevor sie darüber nachdenken kann, lauscht sie durch die verschlossene Türe, was nun passiert: Der Herold, gespielt von Sebastian Hagengruber, betritt den Balkon, und das Volk jubelt ihm zu: „Liebes Volk! Hoit’s eicha Mei und hört’s moi her! Von nun an gibt’s a neues G’setz, des ganz g’nau regelt, wos ab jetz beim Bierbrau’n nei kimmd und wos ned, weils so wia jetz ned weidageht. Wer’s anders braut, derf’s ned vokaufa, der kann sein Plempe selber saufa! Die Zutaten, die solln allein nur Wasser, Hopfen und Gerste sein. Außerdem no – äh, moment… a Schnittlauch und a gelbe Ruahm… und dann no… irgend so ein Wurm, Tomaten… und a Fencheltee…“

500 Jahre in Zukunft gezaubert

Zwar kann er es nicht ganz glauben, aber wenn der Herzog dieses Gesetz unterschrieben hat, wird er es wohl auch so meinen. Das bayerische Reinheitsgebot wurde durch Furunkula also völlig vermurkst. Vor Angst zaubert sie sich gute 500 Jahre in die Zukunft. Und da ist Bayern, bekannt für das schlechteste Bier der Welt – und sie allein ist schuld daran. Und ausgerechnet jetzt ist der Akku ihres Zauberstabs leer, der sie zurückretten könnte, total leer, und das Ladegerät hat sie leider vergessen einzupacken. Wird es ihr gelingen, diesen Fehler wieder gut zu machen? Ist sie gefangen in einer ihr fremden Zeit, oder findet sie eine Möglichkeit, den Zauberstab aufzuladen?

Auf dem Weg, das Bayernland zu retten, begegnet sie unterschiedlichsten Charakteren, die allesamt von den drei Künstlern auf der Bühne gespielt werden. So trifft sie den bestechlichen Bürgermeister, den trinkfesten Pfarrer oder ein Esoterik-Pärchen, das ihr mit allerlei fragwürdigen Hilfsmitteln zur Seite steht. In gewohnter Manier zeigt Tom Bauer sein Talent, die bayerische Sprache mit viel Witz und in Reimform auf die Bühne zu bringen.

Zehn Rollen, gespielt und gesungen von nur drei Personen. Das Typenkabarett wird höchstmusikalisch durch gelungene Kompositionen und dreistimmigen Gesang mit Flügel abgerundet.

Mit Veronika Frank (staatlich geprüfte und hauptberufliche Gesangslehrerin) und Sebastian Hagengruber (studierter Gesangslehrer) hat sich Tom Bauer (staatlich geprüfter Ensembleleiter und Klavierlehrer) zwei Profis ins Boot geholt, denen es definitiv nicht an Witz und Charme fehlt, wenn sie in ihre Rollen schlüpfen. Das wär doch verhext, wenn das nicht ein neues, zauberhaftes und vor allem wie gewohnt unglaublich humorvolles Abenteuer aus der Feder von Tom Bauer wird. Bayerisch – lustig – musikalisch! Wem Oschnputtl gefallen hat, der wird von „Drei Wünsche frei“ verzaubert sein, meint die Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg.

Tom Bauer ist „Märchenonkel“

Tom Bauer ist Multiinstrumentalist und zeigt sich im Stück als Erzähler. Bekannt als Kabarettist, Musiker und Autor von „Grimminelle Gschichten“ verpflichtet er sich konsequent der bayerischen Mundart in Reimform, verbunden mit musikalischen Kompositionen, die er auf dem Klavier und Gesang zum Vorschein bringt. Am liebsten beschäftigt er sich mit der Literaturform des Märchens.

Eintrittskarten

  • Internet:

    Online auf der Seite www.okticket.de, oder www.kultur werkstatt-online.de. Informationen Tel. (0 96 61) 51 01 10.

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