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Freizeit

Feier-Marathon in der Altstadt

Bierfest, Entenrennen, Italienischer Markt, Krüglmarkt: Tausende Amberger und Gäste nutzten das Angebot am Wochenende.
Von Gerd Spies

  • Kurz vor dem Start: Über 4500 bunte und bemalte Plastikenten machten sich am Sonntag bereit für das Rennen auf der Vils.Fotos: Spies
  • Sonja und Angela Tozzo verkauften auf dem Italienischen Markt in der Schiffgasse Spezialitäten aus der Lombardei.

Amberg.Wie es sich für eine „Bierstadt“ gehört, startete man mit der Eröffnung des Bierfestes, der inzwischen dritten Ausgabe, in das Mega-Wochenende. Pünktlich am Freitag um 18 Uhr marschierte Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny gemeinsam mit Gästen aus den beiden Partnerstädten Bad Bergzabern und Freiberg und mit den Vertretern der sechs Amberger Brauereien ins Festzelt. Vier Schläge brauchte er anschließend beim Anzapfen des ersten Fasses.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt, mit einer ordentlichen Brotzeit und einer frisch gebrauten Maß Festbier gestärkt, konnten nicht nur Ambergs Polit-Prominenz, sondern alle Bürger und Besucher der Stadt in den Feier-Marathon an diesem Wochenende eintauchen.

OB Michael Cerny (r.) stieß auf das Gelingen des Bierfestes an.
OB Michael Cerny (r.) stieß auf das Gelingen des Bierfestes an.

Musikalisch startete das Bierfest am Freitag mit „Philharmenka – die Nürnberger Böhmische“. Sieben Musiker, die hauptberuflich ihr Geld in den Reihen der Nürnberger Staatsphilharmonie verdienen, zelebrierten Blasmusik auf hohem musikalischen Niveau. Zwei Oberpfälzer, zwei Franken, zwei Tiroler und ein Österreicher, wie sie selbst augenzwinkernd sagen, fanden sich im Jahr 2010, um zu ihren Wurzeln zurückzukehren. In der traditionellen böhmischen und modernen Blasmusik sind sie zuhause, was man auch spürte. Der um 23 Uhr immer noch gut gefüllte Festsaal ließ sie erst nach einer Zugabe die Instrumente einpacken. Am Samstag sorgten dann „Die 6 lustigen 5“, am Sonntagnachmittag „Couplet AG“, ab 19 Uhr dann der Niederbayerische Musikantenstammtisch für den musikalischen Rahmen bei dieser dritten Ausgabe des Amberger Bierfestes.

Italienisches Flair in Schiffgasse

Schon seit Donnerstag verwandelte sich die Schiffgasse zum Italienischen Markt. 15 Händler, drei mehr als bei der Premiere im vergangenen Jahr, boten Spezialitäten aus den verschiedenen Regionen Italiens wie Sizilien, Sardinien, Emilia-Romagna oder Toskana an. Die italienische Einkaufsmeile musste in diesem Jahr sogar über die Schiffgasse hinaus Richtung Zeughausstraße erweitert werden. Nicht nur typische italienische Waren wie Wein, Käse oder Salami konnte man kosten, auch Lederwaren „Made in Italy“ gab es im Angebot.

Angelo Tozzo und seine Frau Sonja freuten sich wieder auf die Amberger Kunden. Das Paar kommt aus Mailand, sie bieten Spezialitäten aus ihrer Heimat, der Lombardei, an. Schon im vergangen Jahr bei der Premiere waren sie dabei, damals waren sie mit dem Umsatz „sehr zufrieden“, was sie sich auch für dieses Wochenende erhofften.

Vertreter einer aussterbenden Spezies: Korbflechter „De Rippstein“
Vertreter einer aussterbenden Spezies: Korbflechter „De Rippstein“

Genau weiß er gar nicht, wie oft er schon seinen Stand im Amberg beim Krüglmarkt aufgebaut hat. Es werden wohl so sechs oder sieben Mal gewesen sein, meint „De Rippstein“. Der Korbflechter aus Sand am Main zählt zu den Stammkunden in Amberg. Vom Aussterben bedroht ist sein Handwerk, erzählt der Unterfranke. In seiner Heimatstadt gibt es gerade noch zwei Korb- und Flechtmeister, vor hundert Jahren wurde in jedem Haus in Sand am Main, dem damaligen Zentrum des Korbweidenanbaus, diesem Handwerk nachgegangen.

Korbflechter mit Stammkunden

Körbe aus Weidenzweigen als Gebrauchsartikel verwenden heute nur noch wenige, meist dient der Rohstoff Weide zur Herstellung von Deko-Artikeln. In Amberg hat der Korb- und Flechtmeister seine Stammkunden, deswegen kommt er immer wieder gerne her.

Perfektes Kaiserwetter dann am verkaufsoffenen Sonntag! Eigentlich schon zu schön, was so manchen eher dazu verleitete, die eigene Terrasse dem Straßenpflaster der Amberger Fußgängerzone vorzuziehen. Das Konzept der Stadt mit der Kombination gleich mehrerer Highlights mit Magnetwirkung an einem Wochenende ging aber wieder auf, so zumindest lautet das Fazit von Oberbürgermeister Michael Cerny.

Mega-Wochenende in Amberg

Er war es auch, der pünktlich um 14.30 Uhr von der Brücke an der Fronfestgasse gemeinsam mit Bastian Prechtl, dem Präsidenten von Round Table 69, mehr als 4500 bunt bemalte und geschmückte Enten aus dem großen Gitterkorb in die Vils katapultierte. Die Ufer der Vils waren wieder mit vielen Kindern und ihren Eltern gesäumt, die ihrer Ente die Daumen drückten.

Kurz vorher wurden schon die 80 großen Sponsoren-Enten ins Rennen geschickt. Die Einnahmen spendete Round Table auch heuer wieder, dieses Mal für die SkF und die Jugendhilfestation St. Martin in Amberg. Der Erlös des Verkaufs am Samstag kam Basti Leipold zugute, der sich aufgrund einer Herzkrankheit in den USA einer teuren Operation unterziehen muss.

Debütanten und Sieger

  • Pflanzengefäße:

    Zum ersten Mal ist Horst Schmid aus dem Allgäu in Amberg. Er produziert in seiner Keramik-Werkstatt unweit von Kempten ganz besondere Pflanzengefäße aus speziellem Ton mit sehr viel Schamott-Anteil.

  • Sie sind ein Hingucker auf dem Krüglmarkt mit seinen zahlreichen Angeboten zur Verschönerung des heimischen Gartens.

  • Die Gewinner des Entenrennens:

    Kategorie Entenrennen: Erster Preis (Weber Grill): Nr. 1040, zweiter Preis (Internetradio): Nr. 1166, dritter Preis (Profi Werkzeugkasten): Nr. 4764. Kategorie Kükenrennen: Erster Preis (Kinderfahrrad): Nr. 4554, zweiter Preis (Soundchair): Nr. 1038, dritter Preis (Familientag im NabbaDabbaDoo): Nr. 1300

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