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Region Amberg
Freitag, 21. September 2018 25° 2

Ausflug

Fernöstliche Religion hautnah erlebt

Senioren und Realschüler besuchten das buddhistische Zentrum Teublitz. Auf dem Programm stand eine Begegnung mit Mönchen.

Im buddhistischen Zentrum Katzdorf wurden die Gäste empfangen. Foto: Keil
Im buddhistischen Zentrum Katzdorf wurden die Gäste empfangen. Foto: Keil

Amberg.Wenn junge und ältere Menschen gemeinsam in einem buddhistischen Zentrum zu bayerischer Volksmusik singen, klatschen und tanzen, kann es sich nur um einen weiteren der vielen erlebnisreichen Ausflüge der beiden Kooperationspartner Schönwerth-Realschule Amberg und Seniorenheim der Diakonie handeln.

Nach wochenlangen Vorplanungen der organisatorischen Leiterin Dagmar Gawinowski und Sozialdienstleiterin Maria Friedrich begann der Ausflug um 13 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. 30 Personen traten die Reise ins 40 Kilometer entfernte Teublitz an. Begleitet wurden die Senioren und Schüler von Heimleiter Marcus Keil, Beratungsrektor Christian Schön sowie den Studienreferendaren Stefanie Bonauer, Anna Schmidbauer und Dominik Wittmann.

Die Vorfreude und Neugierde war bei allen Teilnehmern groß, zumal man mit dem buddhistischen Zentrum im Teublitzer Ortsteil Katzdorf ein für viele völlig unbekanntes Terrain erkunden wollte. Dort angekommen erklärte Dagmar Gawinowski einiges zur Entstehung dieses Zentrums. Der Verein Ruamjaipak hatte im März 2012 das ehemalige Schulhaus zusammen mit der Turnhalle von der Stadt Teublitz gekauft. Seitdem leben dort jeweils für ein paar Monate Mönche. Vereinsmitglieder – meist thailändischer Abstammung – kümmern sich um das Wohl der Mönche.

Von diesen wurden die Besucher empfangen. Traditionell barfuß (oder im Falle der Senioren in Hausschuhen) betraten die Gäste das Herzstück des Zentrums, in dem Europas größte Buddha-Statue zu sehen ist. Nach einem gemeinsamen Gebet mit den Mönchen kam es zu einem regen Austausch zwischen Schülern, Senioren und den Mönchen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die älteren Teilnehmer bereits über einiges an Vorwissen verfügten und in ihrem Leben schon so manches buddhistische Land besucht hatten. Viel Freude bereiteten die Mönche ihren Gästen, als sie jedem ein Armband überreichten. Anschließend wurden vielfältige Speisen und Getränke im Speisesaal serviert.

Für die Ausflügler ging es anschließend weiter in den Naturpark Höllohe. Beim Rundgang durch den Park wurden die Rehe und Enten gefüttert. Einen weiteren Höhepunkt stellte die musikalische Einlage von Julian Baumgartner und Moritz Koberstein am Kiosk dar. Beide Schüler gehören im Seniorenheim längst „zum Inventar“ und spielten gewohnt zünftig auf. Da verwunderte es auch nicht, dass viele weitere Besucher des Parks hinzustießen und sich von der guten Laune aller anstecken ließen.

Das Zentrum

  • Entstehung:

    Der Verein Ruamjaipak hatte 2012 das Schulhaus von der Stadt Teublitz angekauft und anschließend in ein buddhistisches Meditationszentrum umgebaut. Mönche der buddhistischen Ordensgemeinschaft „Wat Thasung“ aus der Provinz Uthai-Thani zogen hier ein.

  • Begegnung:

    Das Meditationszentrum wird als kulturelle Begegnungsstätte genutzt. Täglich werden Gebetsrunden angeboten. Etwa achtmal im Jahr, an hohen buddhistischen Feiertagen, finden größere Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung statt.

  • Verein:

    Dem Verein Ruamjaipak gehören rund 300 Mitglieder aus dem Großraum Regensburg, Schwandorf und Ingolstadt an. Die Gemeinschaft unterstützt die Mönche des Ordens „Wat Thasung“.

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