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Amberg-Sulzbach

Fernwanderweg auf den Spuren von Jan Hus

Jan Hus entlang der Goldenen Straße – ein Thema, das ausgehend vom Verein Via Carolina – Goldene Straße nun auch auf den Landkreis Amberg-Sulzbach überschwappt.

Projektleiterin Ilona Hunsperger stellte die Inhalte des Projekts „Jan Hus entlang der Goldenen Straße“ vor. Foto: Katja Stiegler, AOVE
Projektleiterin Ilona Hunsperger stellte die Inhalte des Projekts „Jan Hus entlang der Goldenen Straße“ vor. Foto: Katja Stiegler, AOVE

Amberg-Sulzbach.Das transnationale Projekt, das über den Europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung (EFRE), Ziel Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ), gefördert wird, möchte einen Fernwanderweg auf Jan Hus‘ letzter Route von Prag bis Konstanz etablieren. Von Bärnau bis Nürnberg verläuft die Strecke auf dem bestehenden Wanderweg Goldene Straße.

Groß war das Interesse am ersten Austauschtreffen zum Projekt, das in Absprache mit dem Verein Via Carolina – Goldene Straße e.V. seitens der AOVE organisiert wurde und im Gasthaus zur Linde in Krickelsdorf stattfand. Zunächst stellte der 1. Vorsitzende Alfred Wolf den Verein und dessen bisherigen Projekte vor.

Rainer Christoph, Leiter der Arbeitsgruppe Goldene Straße, verschaffte sodann den Anwesenden einen Eindruck von der Bedeutung des Jan Hus für Bayern und Böhmen. Er erzählte zudem von vergangenen Aktionen wie einer Wanderung mit einem Handelswagen auf der Goldenen Straße und der Aufführung eines Theaters zum Thema.

Die Vorstellung des aktuellen Projekts übernahm Projektleiterin Ilona Hunsperger. Sie berichtete von dem Ziel, einen Fernwanderweg auf Jan Hus‘ letzter Route von Prag bis Konstanz zu etablieren. Ein Teilstück dieser Route, so Hunsperger, wird auf dem bestehenden Wanderweg „Goldene Straße“ von Bärnau bis Nürnberg verlaufen. Sie sagt: „Es steht das Erlebnis der grenzüberschreitenden Wanderung, die Respektierung der lokalen Kulturwerte und kulturell-aufklärerische Tätigkeiten zur Lehre des Jan Hus im Vordergrund.“

Der Verein Via Carolina – Goldene Straße e.V. ist für den Abschnitt zwischen Bärnau und Nürnberg zuständig. In Tschechien arbeitet die Regionalentwicklungsagentur Pilsen an dem Thema. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Fonds zur regionalen Entwicklung (EFRE), Ziel Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ), mit einer Fördergesamtsumme von 462 000 Euro.

Interessierte Kommunen entlang der Goldenen Straße können sich als Partner an dem Projekt beteiligen. Diese Beteiligung beinhaltet einen sogenannten Meilenstein mit öffentlicher Einweihung, eine Wanderausstellung, Kartenmaterial, Internetauftritte und weitere Maßnahmen.

Für 2020 hatte das Projektteam bereits Einiges geplant. Doch ob die Termine angesichts der Corona-Krise hatlbar sind, ist fraglich. So sollte es Anfang Juni beispielsweise eine Feier zum Gedenken an den Todestag von Jan Hus geben.

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