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Region Amberg
Mittwoch, 15. August 2018 24° 4

Ziele

Flaggschiff-Projekte umsetzen

Vom Car-sharing für E-Autos bis zu regionalen Produkten: Im Landkreis sollen viele nachhaltige Aktionen umgesetzt werden.
Von Hans Babl

Der Nachhaltigkeitsrat des Landkreises unterzeichnete im Kloster Ensdorf eine Konstituierungsurkunde.Foto: Babl
Der Nachhaltigkeitsrat des Landkreises unterzeichnete im Kloster Ensdorf eine Konstituierungsurkunde.Foto: Babl

ENSDORF. Der Landkreis Amberg-Sulzbach unterstützt die in der 2030-Agenda der Vereinten Nationen enthaltene stärkere Fokussierung auf die gemeinsame Verantwortung. Dazu unterzeichnete der Nachhaltigkeitsrat im Ensdorfer Fürstensaal eine Konstituierungsurkunde.

Zunächst gab Gero Wieschollek von „geografie & service Regensburg“ einen Überblick über den aktuellen Sachstand des Nachhaltigkeitsprozesses im Landkreis unter dem Motto „Da stehen wir“, und Julia Wolfsteiner stellte die aktualisierte Version des Leitbilds „2030. Landkreis Amberg-Sulzbach. Deine Zukunft“ vor. Manfred Lehner und Harald Herrle gaben einen Überblick über Projekte und Maßnahmen (Flaggschiff-Projekte, Angebotspakete für die Gemeinden sowie Budget und Finanzierungsmöglichkeiten). Dann befasste sich der Nachhaltigkeitsrat mit dem weiteren Fahrplan zur Erstellung und Vorstellung des Leitbilds und der Nachhaltigkeitskonferenz 2018.

Manfred Lehner, Leiter der Volkshochschule, ging ausführlich auf Aufgaben, Arbeitsweise und Termine des Rates für Nachhaltigkeit für den Landkreis Amberg-Sulzbach wie den Organisationsrichtlinien auf Grundlage des Kreistagsbeschlusses vom Dezember 2017 ein, bevor in Vertretung von Landrat Richard Reisinger stellvertretender Landrat Hans Kummert alle Fraktionsvorsitzenden des Kreistages sowie die anderen Akteure die „Konstituierungsurkunde des Rates für Nachhaltige Entwicklung des Landkreises Amberg-Sulzbach“ mit dem Wortlaut unterzeichneten.

Kreise, Städte und Gemeinden sind bei der Umsetzung der Ziele die entscheidenden Impulsgeber. So heißt es in Ziel 11, Städte und Gemeinden sollten inklusiv, sicher und widerstandsfähig werden. In der am 11. 1. 2017 von der Bundesregierung verabschiedeten aktualisierten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie heißt es: „Den Ländern und Kommunen kommt bei der Umsetzung der deutschen Nachhaltigkeitsziele und der Agenda 2030 eine entscheidende Rolle zu.“ Die Fortschreibung der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie vom Herbst 2017 bezieht sich ebenfalls ausdrücklich auf die 17 Ziele der UN-Agenda 2030.

Der Rat für nachhaltige Entwicklung im Landkreis begleitet diesen Transformationsprozess, indem er Beiträge zur Fortentwicklung der lokalen Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet, konkrete Projekte vorschlägt, zu aktuellen Nachhaltigkeitsfragen Stellung nimmt und den gesellschaftlichen Dialog zur nachhaltigen Entwicklung im Landkreis fördert.

Zunächst sollten die Flaggschiff-Projekte umgesetzt werden. Im Handlungsfeld „Klima und Energie“ ist dies die Durchführung von Car-Sharing bei gemeindlichen E-Fahrzeugen für die Bürger und dass sich PV noch immer lohne, im Feld „Sozialer Zusammenhalt“ Schulungen in den Kommunen zur Nachhaltigkeit, Moderatoren und Referenten zur politischen Teilhabe, bei „Wirtschaft, Finanzen Tourismus“ die Einführung von Regionalmanagement und der damit verbundenen regionalen Wertschöpfung (das Beispiel Stadtgeld auf den Landkreis ausweiten). Bei „Natürliche Ressourcen“ heißt das Flaggschiff-Projekt „Anbieten von Gerichten, die ausschließlich aus regionalen Produkten bestehen sowie die Anstellung eines Gebietsbetreuers für die biologische Vielfalt“. „Bildung“: die Weiterbildungsmesse.

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