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Bildung

Fördergelder für Forschung an der OTH

Die Staatsregierung unterstützt in Amberg ein Projekt für effiziente Energierückgewinnung. Füracker überreichte den Scheck.
Von Gerd Spies

Finanzminister Albert Füracker (3. v. l.) übergibt Projektleiter Prof. Andreas Weiß den Förderbescheid. Foto: Spies
Finanzminister Albert Füracker (3. v. l.) übergibt Projektleiter Prof. Andreas Weiß den Förderbescheid. Foto: Spies

Amberg.Bayerns Finanzminister Albert Füracker brachte ihn persönlich vorbei, den Scheck über 347 000 Euro: Die bayerische Staatsregierung unterstützt mit ihrer Förderstiftung ein Projekt für effiziente Energierückgewinnung an der OTH Amberg-Weiden. Im Rahmen der Festveranstaltung am Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung an der OTH in Amberg übergab Füracker den Förderbescheid.

„TurboSmart – adaptive Mikroexpansionsturbine für die Energierückgewinnung“ – so heißt das Projekt, das jetzt über einen Zeitraum von drei Jahren mit fast 350 000 Euro gefördert wird. Das Gesamtvolumen der Förderung beläuft sich auf fast 700 000 Euro.

Smart wie schlau

Bei dem Namen des Projekts geriet der Minister etwas ins Schmunzeln. Der Laie könne, so Füracker, mit Begriffen wie TurboSmart oder adaptiver Mikroexpansionsturbine nicht viel anfangen. Prof. Andreas Weiß, Projektleiter an der OTH in Amberg, half dem CSU-Politiker auf die Sprünge. Der Begriff „Turbo“ stehe für drehen, „Smart“ für schlau. Es gehe um die Entwicklung neuer Turbinen, die dank effizienter Energierückgewinnung mit Ressourcen deutlich schonender umgehen. In Blockheizkraftwerken könne so beispielsweise die Energiegewinnung um bis zu 20 Prozent gesteigert werden.

„Sie haben mit der Förderung den Nerv der Zeit getroffen“, bedankte sich Weiß beim Präsidenten der Bayerischen Förderstiftung, Prof. Arndt Bode. „Im Bereich der Ressourcenschonung können wir nur uns selbst helfen, Klimaschutz und Ressourcenschonung sind zwei unserer wichtigsten Aufgaben“, erklärte Füracker.

Großes Volumen

  • Anträge:

    Jährlich liegen der Bayerischen Forschungsstiftung Anträge mit einem Gesamtvolumen von über 50 Millionen Euro vor.

  • Finanzvolumen:

    Die Forschungsstiftung hat seit ihrer Einrichtung im Jahr 1990 887 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 573 Millionen Euro bewilligt. Damit wurden Projekte mit einem Volumen von 1,27 Milliarden Euro angestoßen.

Als eine „gelungene Kooperation dreier Partner für nachhaltige Energieeffizienz“ würdigte die Präsidentin der OTH, Prof. Andrea Klug, dieses Förderprojekt. Mit der OTH Amberg-Weiden haben sich die Uni Bayreuth und das Amberger Unternehmen Deprag Schulz GmbH zu einer Kooperation zusammengeschlossen. „Die Chemie stimmt zwischen den Partnern“, bestätigte Bode, der Direktor des Zentrums für Energietechnik an der Universität Bayreuth. Bereits zum dritten Mal arbeiten die drei Partner an einem gemeinsamen Forschungsprojekt, zum zweiten Mal unterstützt die Bayerische Förderstiftung ein Projekt der OTH.

Arbeitsplätze schaffen

Dr. Rolf Pfeiffer, der Geschäftsführer von Deprag, bezeichnete die Kooperation mit den Hochschulen als „Erfolgsgeschichte“. Ziel des Projekts ist es auch, Arbeitsplätze zu schaffen. So seien schon viele Absolventen der Amberger Hochschule von seinem Unternehmen übernommen worden. Trotz allem friste das Thema „Energierückgewinnung von bisher ungenutzter Restenergie“ noch ein Schattendasein.

Pfeiffer wandte sich auch direkt an den Finanzminister. Mittelständische Unternehmen wie die Deprag mit bis zu 2000 Mitarbeitern seien in Bayern im Vergleich zu Großunternehmen benachteiligt. Sie hätten es nicht leicht, an Fördergelder heranzukommen.

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