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Forum

„Forschung und Technik ganz nah“

Das 1. Technik Forum der OTH Amberg-Weiden ist eröffnet: „Verwenden statt verschwenden“ ist eines der Themen.
Von Andreas Brückmann

Professor Burkhard Berninger (Fakultät MBUT): „Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, an dem feststeht, wir haben noch eine theoretische Reichweite von 32 Jahren, bis alle Rohstoffe aufgebraucht sind.“Foto: Brückmann
Professor Burkhard Berninger (Fakultät MBUT): „Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, an dem feststeht, wir haben noch eine theoretische Reichweite von 32 Jahren, bis alle Rohstoffe aufgebraucht sind.“Foto: Brückmann

Amberg.Premiere an der OTH Amberg-Weiden in Amberg: Erstmals lud die Technische Hochschule zum Technik Forum in den Wintergarten der Mensa auf dem Amberger Campus ein.

Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug freute: „Viele von ihnen kennen ja aus den vergangenen Jahren noch das EMI-Forum, welches von der Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik (EMI) ausgerichtet wurde. Mit diesem Jahr haben wir das Konzept weiterentwickelt.“ Herausgekommen ist dabei das neue Technik Forum, ein Zusammenschluss der Bereiche EMI und der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik (MB/UT). Die Premiere des Forums, welches als Untertitel „Forschung und Technik ganz nah“ trägt, stand unter dem Motto „Energie und Rohstoffe effizient nutzen“.

„Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, an dem feststeht, wir haben noch eine theoretische Reichweite von 32 Jahren, bis alle Rohstoffe aufgebraucht sind.“

MBUT-Fakultätsprofessor Burkhard Berninger

Eingeladen hatten MBUT-Fakultätsprofessor Burkhard Berninger sowie EMI-Professor Maximilian Kock, die auch die Begrüßung der zahlreichen Gäste übernahmen. Hierbei ging Berninger zunächst auf die eine der wichtigsten Fragen in Bezug auf Rohstoffe und Energie ein – wie lange reichen die vorhandenen Rohstoffe überhaupt noch aus. „Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, an dem feststeht, wir haben noch eine theoretische Reichweite von 32 Jahren, bis alle Rohstoffe aufgebraucht sind.“ Daher sie es eine wichtige Frage, sich intensiv mit dem Thema Recycling zu befassen.

Dazu hatten die beiden Fachbereiche zwei Gastdozenten sowie einen aus den eigenen OTH Reihen eingeladen. Dr. Gerhard Saller von der Saller GMBH war aus Siegen gekommen, um mit seinem halbstündigen Vortrag Einblicke zu geben, wie man den die Energiekosten in der Industrie clever senken kann.

Blick in die Zukunft

  • Chancen:

    Für die Zukunft sieht Mocker große Chancen bei der Handy-Entsorgung. „50 einzelne Elemente können aus einem Handy zurückgewonnen werden. Nach derzeitigem Stand der Technik sind es davon aktuell nur 17.“

  • Zurückgewinnung:

    Unter anderem arbeitet auch das Frauenhofer Institut in Sulzbach-Rosenberg daran, die größtmögliche Ressourcenzurückgewinnung zu ermöglichen. Denn, anschaulich ausgedrückt: „Wenn sie 100 000 iPhones in die einzelnen Bestandteile zerlegen, erhalten sie daraus unter anderem ein Kilogramm Gold.“

Zum anderen war Dr. Ralf Fischer von der Siemens AG aus Nürnberg nach Amberg gekommen, um ebenfalls in seinem halbstündigen Vortrag über elektrische Antriebe und deren Chance für eine neue Energieeffizienz zu informieren. Auf das Thema Recycling ging Ambergs MBUT-Professor Mario Mocker genauer ein, explizit bezogen auf den Punkt „Was wird aus meinem alten Handy?“, ein. „Recycling bei Handys ist ja so ’ne Sache. Ehrlich in die Runde gefragt, wer hat den mehr als zwei alte Handys bei sich noch zu Hause in den Schubladen liegen?“

Dass dies zum einen so ist, zeigte sich an der Resonanz der Teilnehmer, zum anderen hatte EMI-Professor Maximilian Mocker eine Zahl hierzu parat: „Derzeit geht man davon aus, dass 124 Millionen alte Handys im Umlauf sind.“ Ferner ist die Separierung von alten Handys ein Problem. „Wenn wir ehrlich sind, fliegt der Elektroschrott einfach in den Hausmüll, das ist am einfachsten“, sagte er.

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