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Aktion

Frauenkirche im alten Glanz

Die Nacht der offenen Gotteshäuser bot Einblicke in die Glaubensrichtungen. Vor der Synagoge wurden Taschen kontrolliert.
Von Doris Wagner

  • Die Dreifaltigkeitskirche wurde mit den unterschiedlichsten Farbkombinationen beleuchtet, während eine meditative Orgelmusik im Innenraum die Besucher mit auf die geistige Reise führte. Foto: Doris Wagner
  • Der Innenraum der jüdischen Synagoge in Amberg füllte sich sehr schnell mit Besuchern. Foto: Doris Wagner

Amberg.Zum dritten Mal öffneten am Samstagabend die Amberger Gotteshäuser ihre Tore und erlaubten Besuchern einzigartige Einblicke in die verschiedenen Glaubensrichtungen.

Schon vor der jüdischen Synagoge versammelten sich zahlreiche Besucher, um den Innenraum zu besichtigen, der sich auch sehr schnell bis auf den letzten Platz füllte. Der tragische Vorfall in Halle veranlasste die Sicherheitskräfte an der Eingangstür zur Taschenkontrolle. Die Polizei suchte vor Beginn der Führung in der Synagoge nach verdächtigen Gegenständen. Vertretungsweise für Rabbiner Elias Dray gab Stadtheimatpfleger Dieter Dörner Einblicke in die jüdische Synagoge. Um 19.30 Uhr folgte ein besonderes Konzert. Der US-amerikanische Percussionist Alexander Jacobowitz nahm die Besucher beim Marimbaphon-Konzert mit auf die Reise quer durch die jüdische Musikwelt.

In der extra geöffneten Frauenkirche konnten Besucher ab 18 Uhr drei Stunden lang unter dem Motto Raum, Licht und Klang diesen besonderen Kirchenraum erleben. Die katholische Kirche ist wegen maroden Zustands geschlossen. Der letzte Gottesdienst ist lange her. Genutzt wird sie nur am Palmsonntag als Startpunkt für den großen Umzug, und auch dann nur für wenige Minuten. Die Frauenkirche bekam etwas alten Glanz bei der Nacht der offenen Gotteshäuser zurück. Ab 17 Uhr versorgte die Paulanerjugend vor der Paulanerkirche die Besucher mit Waffeln. Die Mitglieder der Posaunenchöre des evangelisch-lutherischen Dekanats ließen unter Leitung von Landesposaunenwart Ralf Tochtermann aus Nürnberg im Kircheninnenraum geistliche Blasmusik erklingen. Anschließend war für Jung und Alt das Quiz „Wer wird zum Paulanär?“.

In der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit konnten die Besucher ab 19 Uhr einem Gospelchor lauschen, bevor eine Lichtinstallation mit meditativer Orgelmusik das Gotteshaus in eine unwirkliche Landschaft verzauberte.

In den Kirchen St. Michael, Schulkirche, Basilika St. Martin, Pfarrkirche St. Georg, Friedhofskirche St. Katharina und in der Kirche der hl. Apostelfürsten Peter und Paul fanden weitere Besichtigungen und Veranstaltungen für jeden Geschmack statt. Die Amberger Moschee öffnete um 18 Uhr zu einer Führung. Danach waren alle Besucher eingeladen, den Gebetsruf und das Abendgebet mitzuerleben. Beiden Führungen folgte ein gemütliches Beisammensein mit Essen und Trinken.

Sichere Synagoge

  • Konzert:

    Percussionist Alexander Jacobowitz nahm die Besucher beim Marimbaphon-Konzert mit auf die Reise quer durch die jüdische Musikwelt. (awd)

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