mz_logo

Region Amberg
Montag, 24. September 2018 12° 2

Menschen

Frauenpreis für Dagmar Kierner

Zum dritten Mal nach 2014 und 2016 verleiht der Amberger Ableger des weltweit agierenden Clubs Soroptimist den Frauenpreis.
Von Gerd Spies

Die Präsidentin des Amberger Clubs Soroptimist, Susan Batten-Seidl (links), überreichte den Frauenpreis 2018 an Dagmar Kierner. Foto: Spies
Die Präsidentin des Amberger Clubs Soroptimist, Susan Batten-Seidl (links), überreichte den Frauenpreis 2018 an Dagmar Kierner. Foto: Spies

Amberg.Der Club Soroptimist International setzt sich weltweit dafür ein, dass Frauen und Mädchen eine gleichberechtigte Stimme erhalten. Daher ist es nur logisch, dass er regelmäßig mit einem Preis Frauen würdigt, die sich mit besonderem Engagement für die Gleichstellung einsetzen. Dagmar Kierner, Vorsitzende des Wohnungsbau- und Siedlungswerks und Mitbegründerin der Montessori-Schule und des Montessori-Kindergartens, erhielt den Frauenpreis 2018.

Männer in der Minderheit

Absolut in der Minderheit befanden sich die Männer, die sich bei der Preisverleihung des Amberg-Sulzbacher Clubs Soroptimist im Kulturstift verloren. Schließlich gehören dem Verein ja auch nur Frauen an.

Susan Batten-Seidl, die Präsidentin, konnte fast alle 24 Mitglieder willkommen heißen. Bürgermeister Martin Preuß, als Vertreter der Stadt, und der stellvertretende Landrat Hans Kummert waren zwei der wenigen anwesenden Männer. Sie zollten dem Verein großen Respekt für seine Leistung.

Martin Preuß würdigte die hohe Symbolkraft des Preises und das breitgefächerte Engagement des Clubs. „Danke, dass Sie in einer von Männern dominierten Welt die Leistung der Frauen hochhalten“, erklärte er in seinem Grußwort.

Club Soroptimist

  • Soroptimist International (SI): 2021 wird der Club 100 Jahre alt. Das Programm: Für die Rechte der Frauen in allen Regionen der Welt kämpfen. Allein in Deutschland zählt er 6500 Mitglieder und leistet Spenden von 1,5 Millionen Euro.

  • Amberg-Sulzbach: 24 ausschließlich weibliche Mitglieder gehören dem Club an, der 2008 gegründet wurde.

Madeleine Hoffmann war es vorbehalten, die Laudatio auf die Preisträgerin zu halten. Die Leiterin des Montessori-Kindergartens „Zwergerlschule“ ist langjährige Wegbegleiterin von Dagmar Kierner, schließlich ist diese die Mitbegründerin des Kindergartens und der Schule. „Herz und Hingabe und die Tatsache, dass der Mensch bei ihr immer an erster Stelle steht“, sagte Hoffmann, das zeichne Kierners Arbeit aus. Kierner sei zudem die Verbindung von Alt und Jung immer ein besonderes Anliegen gewesen. Deshalb befinden sich auch der von ihr geschaffene Seniorentreff und die „Zwergerlschule“ unter einem Dach. Als Gründerin der Werkvolk-Kierner-Stiftung setze sie sich sowohl für die Jugendhilfe als auch für die Altenpflege und Integration der Flüchtlinge ein. Ihr Wohnungsbau- und Siedlungswerk, das sie von ihrem Vater, dem Amberger Architekten Hans Kierner, übernommen hat und seit 38 Jahren leitet, wurde schon als „familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet.

Prägung durch Eltern und Schule

„Mein Elternhaus und meine Schule haben mich geprägt“, sagt Kierner. Für die ehemalige Schülerin der Armen Schulschwestern mit abgeschlossenem Wirtschaftsstudium stand die Hilfe anderer Menschen seit ihrer Kindheit im Vordergrund. Frauen in finanziellen Schwierigkeiten, alte Menschen, die vereinsamen, Kinder und Flüchtline – all diese Menschen versucht sie zu unterstützen. Der von der Amberger Künstlerin Marion Mack gestaltete Preis in Form einer Glasskulptur hat eine würdige Besitzerin.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht