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Sitzung

Freie Landschaft nicht verschandeln

Die Endsdorfer Gemeinderäte beschäftigten sich mit Photovoltaik-Richtlinien und den Kosten für den Neubau des Tierheims.
Von Hans Babl

Der Ensdorfer Gemeinderat hat mit drei Gegenstimmen die Richtlinien in Sachen Photovoltaik angenommen. Foto: Stefan Thomas/dpa
Der Ensdorfer Gemeinderat hat mit drei Gegenstimmen die Richtlinien in Sachen Photovoltaik angenommen. Foto: Stefan Thomas/dpa

Ensdorf.Den Ensdorfer Gemeinderat beschäftigte in der jüngsten Sitzung eine weitere Kooperation mit dem Tierschutzverein Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach. Dabei geht es um die Kosten für den Neubau des Tierheims. Nach einer einwohnerbezogenen Beteiligung belaufen sich die Kosten hierfür für die Gemeinde Ensdorf einmalig auf nicht ganz 25500 Euro, verteilt auf drei Haushaltsjahre (12,05 Euro je Einwohner).

Maximal ist die Beteiligung gedeckelt auf 15,00 Euro je Einwohner, was rund 33000 Euro ausmachen würde. Hinzu kommen noch jährlich 1,50 Euro je Einwohner für die Fundtierunterbringung. Dem stimmte der Ensdorfer Gemeinderat zähneknirschend zu.

Grundstückseigentümer sollen frei entscheiden können

Die Fraktionen hatten Antrag gestellt auf Behandlung und Abstimmung über „Richtlinien für die Beurteilung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Gemeinde Ensdorf“. August Berschneider lehnte die umfassenden Richtlinien „absolut“ ab und plädierte für die freie Entscheidung der Grundstückseigentümer, vor allem, da Landwirte durch Photovoltaikanlagen Geld verdienen könnten. Gemeinderat Johann Bösl hingegen betonte, dass die Richtlinien ja nicht bindend wären und vor allem zuerst einmal Dächer für Photovoltaikanlagen genutzt werden sollten, bevor hochwertiger Grund dafür in Anspruch genommen und die schöne Landschaft verschandelt werde. Dem stimmte die Mehrheit der Gemeindevertreter zu. Gemeinderätin Sabine Müller gab zudem zu bedenken, dass die Richtlinien ja nicht bindend wären, und über jeden Antrag einzeln beschieden werden müsse.

Drei Gegenstimmen aus dem Gremium

Bürgermeister Markus Dollacker verwies auf den Photovoltaikkataster des ZEN und des Landkreises, wo jeder die Möglichkeit habe, sich die Rentabilität einer Photovoltaikanlage auf seinem Hausdach errechnen zu lassen. „Außerdem bedarf jede Freiflächenanlage einer Flächennutzungsplanänderung. Darüber entscheidet jedes Mal immer wieder der Gemeinderat!“ Bei drei Gegenstimmen wurden die Richtlinien angenommen.

Im Vollzug des Bayerischen Feuerschutzgesetzes bestellte der Gemeinderat für die Feuerwehren 34 digitale Pager/Funkmeldeempfänger für die stille Alarmierung der Feuerwehrdienstleistenden. Diese kosten nach staatlicher Förderung noch rund 16400 Euro. Zusätzlich müssen die drei Feuerwehrsirenen ebenfalls digitalisiert werden. Kosten: 3000 Euro plus Einbau vor Ort.

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