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Menschen

Für die Mitbrüder da sein

Pater Ulrich Schrapp ist der neue Klosterdirektor in Ensdorf. Pater Liebenstein leitet nun die Umweltstation.
Von Hans Babl

Provinzial Pater Reinhard Gesing (li.) geleitet Pater Ulrich Schrapp, den neuen Klosterdirektor von Ensdorf, in sein Büro. Foto: Hans Babl
Provinzial Pater Reinhard Gesing (li.) geleitet Pater Ulrich Schrapp, den neuen Klosterdirektor von Ensdorf, in sein Büro. Foto: Hans Babl

Ensdorf.Nach neun Jahren als Klosterdirektor wechselte Pater Christian Liebenstein ins Amt des Leiters der Umweltstation Kloster Ensdorf und des Bildungshauses. Sein Nachfolger als Direktor des Salesianerklosters Ensdorf ist Pater Ulrich Schrapp. Am Sonntag wurde er in der Hauskapelle von Provinzial Reinhard Gesing offiziell in sein neues Amt eingeführt.

Seine erste Berührung mit Ensdorf hatte Ulrich Schrapp 1967, als er hier Novize war. Seine erste Profess legte er 1968 in Jünkerrath in der Eifel ab, die ewige 1976. Nach dem Abitur war er zunächst für ein Jahr Assistent bzw. Praktikant am Salesianergymnasium in Buxheim. Dann studierte er Theologie und Philosophie in Benediktbeuern, wo er am 31. Januar 1978 zum Priester geweiht wurde. Es folgten eineinhalb Jahre am Gymnasium Buxheim als Leiter der Mittelstufe, anschließend studierte er in Würzburg Deutsch und Geschichte.

1986 kam er nach München an die Jugendbildungsstätte Fürstenried, deren Leiter er von 1990 bis 1999 war. Bis 2006 leitete Pater Schrapp das Jugendwohnheim der Salesianer in Furtwangen, bevor der Orden ihn nach Berlin als Direktor der dortigen Don-Bosco-Niederlassung schickte. Hier leitete er auch den Umzug der Salesianer von Wannsee nach Marzahn im Osten.

Zeichen setzen für Menschen

2009 verschlug es Pater Schratt wieder nach Buxheim – diesmal für neun Jahre. Hier hatte er unter anderem das Internat schließen müssen. „2018 war ich noch stellvertretender Direktor und wartete ,bis wieder eine Direktorenstelle frei wurde“, erzählte er der Mittelbayerischen schmunzelnd. „Seit 15. August bin ich nun Direktor in Ensdorf für die 17 Salesianer umfassende Mitbrüdergemeinschaft.“

Am Sonntag führte ihn Provinzial Pater Reinhard Gesing offiziell in sein neues Amt ein und dankte ihm für die Übernahme der Aufgabe des Klosterdirektors, einer neuen Lebensphase. Pater Schrapps neue Aufgabe beschrieb er mit „Trainer der Ensdorfer Gemeinschaft“. „Bestärken Sie jeden Einzelnen, auf seinem Berufungsweg zu bleiben, setzen Sie Zeichen für die Menschen, besonders die jungen Menschen, die bei uns zu Gast sind“, wünschte er.

„Ich verbrachte lange Zeit in Buxheim“, erzählte Klosterdirektor Pater Ulrich Schrapp. „Buxheim lässt mich nicht ganz los. So komme ich mit einem lachenden und weinenden Auge nach Ensdorf“, gab er offen zu. „Aber die Gemeinschaft in Ensdorf braucht mich.“ Momentan sei er noch „am Schwimmen“, wie er sagte.

Wirken auch als Pfarrvikar

Als Direktor sei er der Vertreter des Klosters nach außen. Als größte Aufgabe sehe er aber die Sorge für die Mitbrüder, auf sie einzugehen, für die Mitbrüder da zu sein. „Außerdem bin ich ab 1. September Pfarrvikar und werde den neuen Pfarrer unterstützen – auch in der Seelsorge“, kündigte Pater Schrapp an.

Die im Klosterkonvent anstehenden Baumaßnahmen, z. B. Dachsanierung und Erneuerung der alten Fenster, werden gemeinsam vom Leitungsteam – dem Klosterdirektor, dem Leiter des Bildungshauses und der Umweltstation Pater Christian Liebenstein, dem Verwaltungsleiter Jürgen Zach und weiteren Personen in die Wege geleitet. (abl)

Pater Schrapp

  • Schule:

    Nach der Volksschule in Illerberg wechselte Ulrich Schrapp ans Gymnasium Buxheim. 1971 „baute“ er am Theresianum in Bamberg sein Abitur.

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