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Garten mit Hopfen statt Rosen

Der Marktrat will mit der Anlage beim Hammerschloss an die Geschichte des Hopfenanbaus in Schmidmühlen erinnern.
Von Paul Böhm

Aus dem angedachten Rosengarten beim Hammerschloss wird ein Hopfengarten. Bürgermeister Peter Braun stellte die von Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch gefertigte Planung vor.
Aus dem angedachten Rosengarten beim Hammerschloss wird ein Hopfengarten. Bürgermeister Peter Braun stellte die von Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch gefertigte Planung vor. Foto: Paul Böhm

Schmidmühlen.SchmidmühlenAus dem Rosengarten wird ein Hopfengarten. Der kulturelle Weiterbau des Hammerschlossareals ist auf einem guten Weg. Das ist das Ergebnis der Marktgemeinderatssitzung im Schloss-Stadl in Schmidmühlen. Tagesordnungspunkte waren zudem der Neuerlass der Geschäftsordnung für den Marktgemeinderat und der Neuerlass der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts. Auf Anregung des CSU-Fraktionssprechers Johann Edenharter wurde als zusätzlicher Sitzungsort der Schloss-Stadl mit aufgenommen. Beide Satzungen wurden einstimmig auf den Weg gebracht.

Die neue Siedlungsstraße Ledererhang ist durch die Widmung offiziell zur Gemeindestraße aufgestuft worden. Bezüglich der Vorfahrtsregelung stimmte der Marktgemeinderat dafür, dass auch für die neue Straße die Bergstraße die Vorfahrtsstraße bleibt.

Geldspritze für die Schützen

Die Sportschützen Schmidmühlen bekommen für die Erneuerung ihrer Schießanlage und die Umrüstung auf elektronische Schießstände eine gemeindliche Förderung von 10000 Euro. Die Gesamtkosten liegen bei 35000 Euro.

Für den Bauhof steht sowohl der Neukauf eines Radladers als auch eines Tranportanhängers auf dem Plan. Wie Bürgermeister Peter Braun informierte, seien die bisherigen Nutzfahrzeuge des Bauhofes schon sehr in die Jahre gekommen. „Wir merken das vor allem an den jährlich steigenden Reparaturausgaben“, sagte Braun. Bei drei Gegenstimmen beschloss der Marktgemeinderat schließlich eine Ermächtigung in Höhe von 90000 Euro, mit denen der Bürgermeister einen neuen Radlader und einen Anhänger anschaffen kann.

Zum Thema Brennmaterial für die Johannisfeuer informierte Braun auf Anfrage von Martin Bauer und Georg Koller, dass es sich auf jeden Fall um unbehandeltes Holz handeln müsse. Die Anlieferungen seien vorher mit der Gemeinde abzustimmen, war der Tenor dazu.

Salzstadl soll ein Kulturstadl werden

  • Beschluss:

    Zum Thema „Salzstadl“ einigte sich der Marktgemeinderat auf eine Nutzungsänderung für den historischen Steinstadl. Diskutiert wurde von den beiden Fraktionen CSU und Freie Wähler neben der Möglichkeit für Theateraufführungen auch die Nutzung durch andere Vereine aus dem Gemeindebereich. Hans Edenharter merkte an, dass der Salzstadl für alle Schmidmühlener Vereine offen sein soll.

  • Konsens:

    Das Gremium war sich einig, dass der Salzstadl generell für kulturelle Zwecke genutzt werden kann. Im Rahmen der Neugestaltung eines Parkplatzes am Salzstadl wird das ehemalige Trachtenheim einem Neubau weichen.

  • Instandsetzung:

    Die Feuergasse zwischen dem Sternwirt und dem Anwesen Weigert soll in diesem Zug ebenfalls wieder hergerichtet werden. Der Marktgemeinderat sieht damit auch die Möglichkeit, den ehemaligen Fußweg zur Lauterach am Salzstadl vorbei an den Nettoparkplatz anzubinden. Mit dieser Neuordnung im Bereich des Salzstadls entstehen laut Bürgermeister Peter Braun auch zusätzliche Parkplätze.

  • Nutzung:

    Der Marktgemeinderat stimmte der Nutzungsänderung für kulturelle Veranstaltungen von Vereinen einstimmig zu. Bisher war der Salzstadl als Lagerraum benutzt worden. Bereits im Juli wird die Eglseer Bauernbühne dort einziehen.

Wie es heuer mit der Abhaltung des Marktfestes am ersten Augustwochenende ausschaut, sei letztendlich noch nicht entschieden, sagte der Bürgermeister. „Sicher ist, dass unser Marktfest nicht in der gewohnten Form und Größe stattfinden kann. Eine abgeänderte Variante ist derzeit noch in Planung.“ Wie Dritter Bürgermeister Mathias Huger informierte, sind die an die Feuerwehr angegliederten First Responder jetzt wieder eingeschränkt einsatzbereit. Wegen der Corona Krise hatten sie ihre Einsatzbereitschaft einstellen müssen.

Bürgermeister Peter Braun trug zudem zum gemeindlichen Bauantrag zur weiteren Gestaltung des Hammerschloss-Areals vor, dass aus dem angedachten Rosengarten ein Hopfengarten werden soll. Einstimmig war der Marktgemeinderat dafür, dass die Neugestaltung eines Hopfengartens mit der Errichtung eines Lagerschuppens für Vereine vorangetrieben werden soll. Von der ursprünglichen Idee, im Garten des ehemaligen Hausmann-Anwesens einen Rosengarten anzulegen, nahmen die Marktgemeinderäte Abstand.

Gartenanlage wird gefördert

Mit dem Hopfengarten erinnere der Markt auch an die Geschichte des Hopfenanbaus in Schmidmühlen bis in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die neuen Lagerräume können von Vereinen genutzt werden, hieß es in der Sitzung, eine Mitwirkung beim Bau sei erforderlich. Der Hopfengarten im unmittelbaren Bereich des Hammerschlosses bringe ein Stück Gesichte in den Markt zurück, er schaffe einen Ruhebereich in unmittelbarer Nachbarschaft des Hammerschlosses und des Schlossstadels, zudem ließen sich einige Parkplätze einrichten, erläuterte Braun. Aus dem Programm Städtebaumittel könne der Markt sehr gute Zuwendungen erwarten, informierte er weiter. „Wir können für die Umsetzung mit etwa 80 Prozent an Zuschüssen rechnen.“

Der Salzstadl wird zum Kulturstadl der Vereine. Die Nutzungsänderung wurde vom Marktgemeinderat einstimmig auf den Weg gebracht.
Der Salzstadl wird zum Kulturstadl der Vereine. Die Nutzungsänderung wurde vom Marktgemeinderat einstimmig auf den Weg gebracht. Foto: Paul Böhm/Paul Böhm

Weitere Baugenehmigungen gab es für die Neuerrichtung einer Fertiggarage in der Bergheimer Straße, den Neubau eines Wohnhauses mit Garage am Ledererhang und dem Ausbau des bestehenden Dachgeschosses sowie dem Einbau von Dachgauben in der Von-Spiering-Straße. Auch der Neugestaltung des Geländes an der Nordseite eines Wohnhauses in der Dr.-Pfab-Straße stimmte der Marktgemeinderat zu. Die Auflage ist allerdings eine Tonnagenbegrenzung für Materialfahrzeuge entlang der Dr.-Pfab-Straße. Eine Alternative sah der Marktgemeinderat mit der Schaffung einer Baustellenzufahrt vom Lauterachtal her.

In den Pfingstferien wird die Regenwasserrinne beim Buswendeplatz an der Schule repariert. Die Parkmöglichkeiten für die Friedhofsbesucher werden dann nur eingeschränkt nutzbar sein. Braun sagte zudem, der Haushalt des Marktes Schmidmühlen für das Jahr 2020 sei von der Rechtsaufsichtsbehörde beim Landratsamt vorbehaltlos genehmigt worden.

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