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Natur

Gefährliche Raupen an Eichen in Rieden

Nahe der Wasserpumpstation gibt es einen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Die Brennhaare können Reizungen auslösen.

Die feinen Härchen der Raupen des Eichenprozessionsspinners sind gesundheitsschädlich. Foto: Patrick Pleul/dpa
Die feinen Härchen der Raupen des Eichenprozessionsspinners sind gesundheitsschädlich. Foto: Patrick Pleul/dpa

Rieden.Das Ordnungsamt des Marktes Rieden warnt die Bürger: Im Bereich nahe der Wasserpumpstation am Ende der Forststraße gibt es einen Befall mit dem Eichenprozessionsspinner. Wie es in der Mitteilung aus dem Rathaus, werden die Raupen von einer Fachfirma im Laufe der nächsten Woche entfernt. Bis dahin bittet das Ordnungsamt darum, das Grundstück entlang des öffentlichen Feldweges und nahe der Ortsrandbebauung am Ende der Forststraße zu meiden.

Das Landratsamt informierte am Freitag zum Eichenprozessionsspinner sowie Maßnahmen zum Selbstschutz. Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der im ausgewachsenen Zustand für Mensch und Tier harmlos ist. Seine Raupen allerdings entwickeln, zum Schutz vor Fressfeinden, feine Haare, die bei Menschen eine akute Gesundheitsgefährdung hervorrufen können. Symptome sind juckende, entzündliche Hautausschläge, Rötungen, Quaddeln und Bläschen, Entzündungen der Augenbindehaut, Reizungen im Rachen, Halsschmerzen, Husten, allergische Reaktionen.

Für die Beseitigung der Spinner oder Gespinste ist bei Privatgrundstücken der Eigentümer, im Falle von öffentlichen Grundstücken die Gemeinde zuständig. Das Gartenbauamt des Landratsamts steht Betroffenen beratend zur Seite. Ansprechpartnerin ist Michaela Basler, Tel. (0 96 21) 3 92 39; gartenbau@amberg-sulzbach.de.

Das Landratsamt weist aber auch darauf hin, dass nicht jedes sichtbare Gespinst in der Natur vom Eichenprozessionsspinner stammt. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit der häufig auftretenden Gespinstmotte, die für Menschen harmlos ist. Die Gespinstmotte tritt z. B. an Schlehen, Pfaffenhütchen, Faulbaum, Eberesche, Traubenkirsche, Weide und Erle auf.

Der Eichenprozessionsspinner trägt seinen Namen, weil er abends in Prozessionen zum Fressen in die Eichenkronen wandert. Dabei bilden sie mit bis zu 30 Tieren nebeneinander eine bandförmige Prozession von bis zu zehn Metern Länge. Auch wenn die Falter ab Mitte Juni/Juli geschlüpft sind, bleiben die Gespinste aus toxischen Brennhaaren, Spinnfäden, Häutungsresten und Puppenhüllen über Jahre am Baum erhalten. (aml)

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