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Freitag, 21. September 2018 27° 3

Bundeswehr

Gelöbnis diesmal sehr familiär

Elf Rekruten des Logistikbataillons 472 gelobten den Dienst am Land am besonderen Ort: im Kultur-Schloss Theuern.
Von Klaus Högl

Die elf jungen Frauen und Männer legten ihr Gelöbnis ab.  Foto: aeu
Die elf jungen Frauen und Männer legten ihr Gelöbnis ab. Foto: aeu

Kümmersbruck.Der Große Saal im Kultur-Schloss Theuern hat sich bisher eher als Stätte rauschender Feste, Ausstellungen oder anderer vielschichtiger Veranstaltungen bewährt. Ein Gelöbnis der Bundeswehr war absolute Premiere in der Vita des Saales – für das Logistikbataillon 472 aus der Kümmersbrucker Schweppermannkaserne übrigens auch.

Ein Gelöbnis nicht wie üblich am Appellplatz mit Heeresmusikkorps, Pauken und Trompeten, Waffen und Ehrenformationen. Dieses Gelöbnis im Saal war ein gutes Stück intimer, familiärer und ganz sicher genauso feierlich, ehrenvoll und unvergesslich für die elf angetretenen Rekruten. Die gemeinsame Andacht in der Kirche St. Nikolaus in Theuern ging voraus und unterstrich den familiären Charakter.

Im nächsten Quartal sind es 48

In der Gelöbnisaufstellung im Großen Saal waren neben den Rekruten die Abordnungen der Kompanien des Bataillons, die Truppenfahnen und Embleme sowie das Ensemble des Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim unter der Leitung von Hauptfeldwebel Valerie Henning. Viele geladene Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens und militärischer Dienststellen füllten den Saal. Natürlich waren viele Eltern und Angehörige der Rekruten zum feierlichen Gelöbnis ins Kultur-Schloss Theuern gekommen.

Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Alexander Kolb.  Foto: aeu
Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Alexander Kolb. Foto: aeu

Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Alexander Kolb, ist bei der Gelöbnisrede an diesem, wie er sagte, „außergewöhnlichem Ort“ auf die „Einzigartigkeit dieses ganz besonderen Gelöbnisses" eingegangen, nachdem lediglich elf Rekruten und Rekrutinnen ihr Gelöbnis ablegten.

„Egal, aus welchen Beweggründen Sie sich für diesen Dienst entschieden haben: Sie dienen Ihrem Heimatland."

Roland Strehl, Bürgermeister von Kümmersbruck

Warum nur elf? Oberstleutnant Alexander Kolb gab selbst die Antwort: „Es ist die Attraktivität der Bundeswehr.“ Will heißen: Wenn sich ein junger Mensch für den Dienst bei den Logistikverbänden der Bundeswehr entscheide, könne er sich den Ort, an dem er seine Grundausbildung durchlaufe, auswählen. „Um nun zu vermeiden, dass die daraus resultierende Zusage kurz vor Ausbildungsbeginn zurückgezogen wird, werden also auch Grundausbildungen in Gruppenstärke durchgeführt“, erläuterte der Kommandeur. Gleichwohl sei dies kein Trend nach unten: Im nächsten Quartal sind es laut Oberstleutnant Kolb wieder 48 junge Soldaten, die ihr Gelöbnis ablegen werden. Gegenüber den jungen Soldatinnen und Soldaten betonte er: „Der Anlass heute ist Ihr Versprechen gegenüber unserem Land. Sie werden geloben, ihm treu zu dienen. Es ist ein gegenseitiges Versprechen, das wir heute erneuern bzw. bekräftigen wollen.“

Respekt für die Soldaten

Das öffentliche Gelöbnis sei als fester Bestandteil der Bundeswehrtradition zu sehen, das gelte auch für die Verbundenheit mit der Gesellschaft. Für die sprachen stellvertretender Landrat Hans Kummert und als Standortbürgermeister Roland Strehl aus Kümmersbruck die Grußworte.

Ein Ensemble Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim umrahmte das Gelöbnis musikalisch.  Foto: aeu
Ein Ensemble Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim umrahmte das Gelöbnis musikalisch. Foto: aeu

Strehl sagte für die Garnisonsgemeinde Kümmersbruck ein aufrichtiges Dankeschön für „Ihre Entscheidung zu einem ganz besonderen Dienst für Deutschland“ und bekundete Respekt vor den Leistungen und Anstrengungen. Nach der abschließenden Gelöbnisrede durch Oberstleutnant Alexander Kolb legten als Höhepunkt des Tages die Rekruten das Gelöbnis in der angetretenen Formation ab. Dabei gelobten die Soldatinnen und Soldaten öffentlich, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Das Bayernlied und die Deutsche Nationalhymne beendeten den offiziellen Teil, dem sich wie üblich für die Gäste ein gemeinsamer Empfang anschloss.

Die Hauptpersonen beim Gelöbnis

  • Rekruten:

    Vor dem Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Alexander Kolb, legten elf Rekruten der 1. Kompanie des Logistikbataillons 472 ihr Gelöbnis ab. Die jungen Männer und Frauen absolvierten seit dem 2. Juli 2018 ihre allgemeine Grundausbildung. Die erste Kompanie wurde am 1. Oktober 2003 in Dienst gestellt und hat seit 1. Juli 2016 den Auftrag, die Grundausbildung für die Rekruten der Logistiktruppe durchzuführen.

  • Familien:

    Die jungen Soldatinnen und Soldaten stammen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die weiteste Anreise nach Theuern hatten Rita und Waldemar Pfeifer aus dem 626 Kilometer entfernten Ritterhude in Niedersachsen. Es waren die (mit Blumen bedachten) Großeltern der Rekrutensprecherin, Schütze Sarah Pfeifer, die in einer humorigen Rede die Grundausbildung aus Sicht der Rekruten bilanzierte.

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