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Gemeinsam für gute Pflege

Die neue Pflegeausbildung fordert Koordination. Praktische und schulische Träger haben einen Ausbildungsverbund gegründet.

hinten (v.l.n.r.): Landrat Richard Reisinger; Christine Hecht, Leitung Geschäftsstelle Gesundheitsregion plus; Oberbürgermeister Michael Cerny; vorne (v.l.n.r.): Klaus Emmerich, Vorstand Kommunalunternehmen „Krankenhäuser des LK Amberg-Sulzbach“; Karin Meixner, Leitung Berufsfachschule Pflege Klinikum St. Marien; Kerstin Wittmann, Pflegedirektorin Klinikum St. Marien; Martina Schiener, Leitung Berufsfachschule Pflege Caritas Sulzbach-Rosenberg; Roland Domogala, Leitung Berufsfachschule Pflege Foto: Susanne Schwab
hinten (v.l.n.r.): Landrat Richard Reisinger; Christine Hecht, Leitung Geschäftsstelle Gesundheitsregion plus; Oberbürgermeister Michael Cerny; vorne (v.l.n.r.): Klaus Emmerich, Vorstand Kommunalunternehmen „Krankenhäuser des LK Amberg-Sulzbach“; Karin Meixner, Leitung Berufsfachschule Pflege Klinikum St. Marien; Kerstin Wittmann, Pflegedirektorin Klinikum St. Marien; Martina Schiener, Leitung Berufsfachschule Pflege Caritas Sulzbach-Rosenberg; Roland Domogala, Leitung Berufsfachschule Pflege Foto: Susanne Schwab Foto: Susanne Schwab

Amberg.Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Pflegeeinrichtungen in Amberg und Amberg-Sulzbach haben sich offiziell zusammengeschlossen, um für Pflegefachschüler eine optimale Ausbildung anzubieten. Das meldet die Stadt Amberg in einer Pressemitteilung. Demnach treten auch Kooperationspartner aus benachbarten Gebietskörperschaften bei.

Insgesamt 35 Träger mit 52 Pflegeeinrichtungen und drei Krankenhäusern hätten Anfang Mai den Kooperationsvertrag zur Pflegeausbildung unterzeichnet und seien damit dem Ausbildungsverbund Pflege AM/AS offiziell beigetreten. Gerne hätten Oberbürgermeister Michael Cerny und Landrat Richard Reisinger die Vertreter im großen Rathaussaal persönlich begrüßt und zur Gründung des Ausbildungsverbundes Pflege AM/AS gratuliert. Leider war dies aufgrund der strengen Coronaregeln jedoch nicht möglich.

Als sie den neuen Verbund der Öffentlichkeit präsentierten, wiesen Oberbürgermeister Michael Cerny und Landrat Richard Reisinger jedoch darauf hin, dass Christine Hecht, die Leiterin der Geschäftsstelle des Netzwerkes Gesundheitsregion plus, jedoch die Verbundmitglieder auf ihrem Weg zu einem gemeinsamen Kooperationsvertrag begleitet und bei der Unterzeichnung ihre Glückwünsche weitergegeben habe.

Erhöhter Organisationsaufwand

In Amberg und Amberg-Sulzbach werden im September 2020 die ersten Auszubildenden zur Pflegefachkraft ihre dreijährige Ausbildung beginnen. Durch die neue generalistische Ausbildung erhalten sie das Privileg, während ihrer Ausbildung nicht nur in den Bereichen der Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege und in Einrichtungen der psychiatrischen Versorgung, sondern auch in Institutionen wie dem Hospiz und in der Beratung, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Für die Schulen und Träger der praktischen Ausbildung bedeute diese Neuerung einen verstärkten Koordinations- und Organisationsaufwand. Das sei vor Ort schon früh erkannt worden, wie es in der Mitteilung heißt. Deshalb träfen sich die Pflegefachschulen und Krankenhäuser aus Stadt und Landkreis bereits seit Beginn des Jahres regelmäßig, um die neue Ausbildung gemeinsam zu organisieren.

Die Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung sei eine riesengroße Herausforderung, der sich die Institutionen, Einrichtungen und Kooperationspartner aus der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach gemeinsam stellen wollen. In dem Kooperationsvertrag seien die Zusammenarbeit sowie die Rechte und Pflichten der Träger geregelt. Neben Vertretern der ambulanten und stationären Pflege seien insbesondere Pflegefachschulen und Kliniken an der Vertragserstellung beteiligt gewesen.

„Es macht mich stolz, dass wir es in der Region geschafft haben, einen Konsens zu erzielen und so die Grundlage für eine gemeinsame Umsetzung zu legen. Für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Trägern und Einrichtungen möchte ich mich von ganzen Herzen bedanken“, sagte Christine Hecht.

Bis Ende Mai würden die Einrichtungen des Ausbildungsverbundes Pflege AM/AS die Ausbildungskapazitäten an die Geschäftsstelle des Netzwerks Gesundheitsregion plus melden. Im Juni treffen sich die vier Pflegefachschulen des Ausbildungsverbundes, um die Praxiseinsätze der Pflegeschüler zu planen.

Verbundbeirat mit 14 Mitgliedern

Für die Aufnahme neuer Kooperationspartner und die Wahrnehmung gemeinsamer Interessen werde ein Verbundbeirat gebildet. Dessen noch zu wählende 14 Mitglieder sollen sich im Herbst 2020 zur konstituierenden Sitzung treffen. Christine Hecht und Lisa Greß aus der Geschäftsstelle der Gesundheitsregion plus stehen dem Ausbildungsverbund auch im kommenden Jahr unterstützend zur Seite. Anschließend sollen die Strukturen und Abläufe in einen Regelbetrieb übergehen. Die Geschäftsstelle des Netzwerks Gesundheitsregion plus ist Teil der Stadtverwaltung Amberg und als Stabstelle im Referat für Jugend, Senioren und Soziales angesiedelt. Sie wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.

Neue Ausbildung

  • Gesetz:

    Ab diesem Zeitpunkt löst das neue Pflegeberufegesetz das bisherige Altenpflege- sowie das Krankenpflegegesetz ab.

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