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Bildung

Generation Z ist das Arbeitsklima wichtig

Die Arbeitnehmer von morgen stellen andere Forderungen an ihren Beruf. Profis diskutieren über die junge Generation.
Von Gerd Spies

Podiumsgespräch im Rahmen der Tagung „Schule Wirtschaft“ im ACC: Michael Mötter, Gert Bruckner, Josef Schelchshorn, Karin Oechslein, Kathrin Schmidt, Thomas Unger und Gerald Haas (von links)Foto: Gerd Spies
Podiumsgespräch im Rahmen der Tagung „Schule Wirtschaft“ im ACC: Michael Mötter, Gert Bruckner, Josef Schelchshorn, Karin Oechslein, Kathrin Schmidt, Thomas Unger und Gerald Haas (von links)Foto: Gerd Spies

Amberg.„Im Schnitt mehr als 300 Mal am Tag das Handy entsperrt, mindestens vier Stunden pro Tag auf digitalen Kanälen unterwegs, Internet und Instagram bereits zum Frühstück!“: Die Generation Z (Jahrgang 1995 – 2010), wie sie Diplom-Psychologe Rüdiger Maas in seinem Einführungsreferat bezeichnet, tickt ganz anders als andere Generationen. Vor allem aber digital. Darauf muss sich die Arbeitswelt einstellen. Sie braucht die junge Generation als Fachkräfte auf dem abnehmenden Arbeitsmarkt.

350 Vertreter aus Wirtschaft, Schulen, Institutionen und Politik beschäftigten sich am Wochenende mit diesem Thema. Das ehrenamtliche Netzwerk „Schule Wirtschaft“ lud zu ihrer diesjährigen Tagung unter dem Thema „Zukunft braucht uns!“ ins ACC ein. Als Gastgeber fungierte der Arbeitskreis Amberg-Sulzbach mit Gerald Haas (Schulamt Amberg) und Dieter Meier (Sparkasse Amberg-Sulzbach) als Vorsitzende. Ehrengäste wie die Staatssekretärin Anna Stolz vom Bayerischen Kultusministerium und Dr. Gert Bruckner vom Bayerischen Wirtschaftsministerium beschäftigten sich in der Dialogrunde zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung, wie die junge Generation von heute tickt und welche Auswirkungen dies für die Schul- und Arbeitswelt hat.

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die Unternehmen sich den Bedürfnissen der jungen Generation anpassen und neue Entwicklungen annehmen müssten. „Echte Freundschaften oder ein gutes Familienleben“, so die Staatsministerin, würden laut Umfragen, bei den jungen Menschen im Mittelpunkt“ stehen. Bruckner sieht angesichts der weit wenigeren Köpfe umfassenden jungen Generation einen großen Fachkräftemangel auf die Wirtschaft zukommen.

„Internet und Instagram schon während des Frühstücks, Leistung ja, aber nicht auf Kosten von Familie oder Freundschaften, unbedingt kooperatives Team-Klima“, so beschreibt Maas in seinem Impulsvortrag die junge Generation Z von heute. Im Gegensatz zu älteren Generationen sei der Wunsch nach Teilzeit groß. Fast ein Viertel aller Befragten möchte Beruf und Privatleben strikt getrennt haben. Das Wichtigste sei aber das Arbeitsklima. Hierarchische Strukturen werden kritisch gesehen. Sprüche wie „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ sind out. Es brauche ein Umdenken in der Arbeitswelt und in der Schule, um den Anforderungen der neuen Generation gerecht zu werden.

Zwei Tage lang beschäftigte sich die Gemeinschaft „Schule Wirtschaft“ mit dem Thema „Zukunft braucht uns“. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage „Was können wir tun, um nachhaltig das Morgen zu gestalten?“. In acht unterschiedlichen Workshops, so genannten „Wert-Räumen“, in Räumlichkeiten der Luitpoldschule, beleuchteten Experten diese Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven. Der zweite Tag stand dann unter dem Vorzeichen „Praxis“. In „Wert-Inseln“ wurden Projekte vorgestellt und zur Nachahmung empfohlen.

Das Netzwerk

  • Leitung:

    Den Arbeitskreis „Schule Wirtschaft“ in Amberg-Sulzbach leiten, als Vertreter der Schulen, Schulamtsdirektor Gerald Haas sowie als Vertreter der Wirtschaft Dieter Meier, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen Amberg-Sulzbach.

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