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Infrastruktur

Geplantes Baugebiet weckt Widerstand

Wiese im Landschaftsschutzgebiet könnte der Gemeinde Theuern Entlastung bringen. Anwohner lehnen das Vorhaben ab.

Die Theuerner Gemeinderäte Herbert Breitkopf, Werner Cermak, Veronika Frenzel und Thomas Pronath (v. l.) trafen sich mit Bürgermeister Roland Strehl (2. v. r.) auf dem Wiesenteil am Ende der Lochnerstraße.  Foto: Thomas Pronath
Die Theuerner Gemeinderäte Herbert Breitkopf, Werner Cermak, Veronika Frenzel und Thomas Pronath (v. l.) trafen sich mit Bürgermeister Roland Strehl (2. v. r.) auf dem Wiesenteil am Ende der Lochnerstraße. Foto: Thomas Pronath

Kümmersbruck.Theuern sucht erschließungsfähiges Bauland. Darauf weist die Gemeinde in einer Pressemitteilung hin. Es bestehe hohe Nachfrage nach Bauland zur Einzelhausbebauung. Baulücken im Innenbereich wurden bereits bebaut, andere stehen dem Markt nicht zur Verfügung.

Die Voraussetzungen dafür seien laut Gemeinde aufgrund der topographischen Lage, der Lage an der Vils (Überschwemmungsbereich) und an der Bundesautobahn A 6 aber nicht einfach. Der letzte gemeindeeigene Bauplatz im Baugebiet an der Castnerstraße wurde verkauft.

Die Wohnungsbau und Siedlungswerk Dienstleistungs GmbH (WoSie, Werkvolk) besitzt eine Wiese am Ende der Lochnerstraße mit einer Gesamtfläche von 42 932 Quadratmetern. Die WoSie hatte Ende 2018 angeboten, einen kleinen Teil als Bauland zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Konkret geht es um sieben Parzellen mit einer Gesamtgröße von etwa 4900 Quadratmetern, etwa elf Prozent der Wiesenfläche, in der nordöstlichen Ecke im Anschluss an die vorhandene Bebauung. Aufgrund der beschriebenen Ausgangslage befürwortete der Bauausschuss im Dezember 2018 diese Anfrage grundsätzlich. Allerdings müssen laut Gemeinde einige Fragen geklärt werden, etwa zu Kanalisation und Entwässerung sowie die Verkehrsanbindung während der Bauphase und als fertiges Baugebiet, da die Lochnerstraße Engstellen hat.

Die Wiese befindet sich außerdem im Landschaftsschutzgebiet, ebenso wie die gesamte Ortschaft Theuern westlich der Vils. Es handele sich um kein Naturschutzgebiet, heißt es.

Die Gemeinde wird im Rahmen der Bauleitplanung Ersatzflächen für rund einen halben Hektar anbieten, die dem Landschaftsschutzgebiet neu angegliedert werden. Die Entscheidung hierfür fällt der zuständige Kreistag Amberg-Sulzbach.

Voraussetzung für die Entwicklung eines Baugebietes ist der Verkauf der Restwiesenfläche an die Gemeinde Kümmersbruck. Diese wird dort ökologische Ausgleichsmaßnahmen vornehmen. Es wurden keine weitergehenden Beschlüsse wie beispielsweise ein Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet gefasst. Zur Zeit werden die offenen Fragen geklärt.

In weiteren Vorgesprächen will die Gemeinde Theuern darauf drängen, bei der Vergabe der Bauplätze die internen Vergaberichtlinien anzuwenden. Priorität haben dabei Gemeindebürger und Familien mit Kindern.

Die Gemeinde wird in einer Bürgerversammlung im Frühjahr das Projekt vorstellen und in der Theuerner Bevölkerung zur Diskussion stellen. Sollten sich größere Widerstände beziehungsweise Bedenken abzeichnen, wäre an eine Bürgerbefragung als Grundlage für weitere Entscheidungen im Gemeinderat zu denken. Von Teilen der direkt angrenzenden Anwohner wird das Baugebiet abgelehnt und Widerstand dagegen organisiert.

Bedarf an Wohnraum

  • Planung:

    Voraussetzung für die Entwicklung eines Baugebietes ist laut Gemeinde der Verkauf einer Wiesenfläche am Ende der Lochnerstraße an die Gemeinde Kümmersbruck. Diese werde dort ökologische Ausgleichsmaßnahmen vornehmen.

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