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Geschichte

Gesucht: Briefe aus dem Ersten Weltkrieg

Bis 2014 sollen in zehn europäischen Ländern Schriftstücke und Objekte digitalisiert werden. Aktionstag in Amberg

Postkarten aus dem Ersten Weltkrieg sollen der Forschung dienen.

Amberg. Haben Sie noch Fotos, Briefe, Feldpostkarten, Tagebücher, Filme, Tonaufnahmen oder Erinnerungsstücke an den Ersten Weltkrieg aufbewahrt? Interessierte Privatpersonen können mit ihren persönlichen Objekten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges zum Aufbau eines digitalen europäischen Archivs beitragen.

Das Projekt heißt: „Erster Weltkrieg in Alltagsdokumenten“ und ist eine gemeinsame Initiative von Europeana, der Deutschen Nationalbibliothek und der Oxford University. Bis 2014, dem Jahr, in dem sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum einhundertsten Mal jährt, sollen in mindestens zehn europäischen Ländern Schriftstücke und Objekte in digitaler Form gesammelt werden. Ziel ist es, die persönlichen Erinnerungen von Menschen verschiedener Nationen an diese europäische Tragödie zu sichern und öffentlich zugänglich zu machen.

Zu diesem Zweck findet in Amberg ein Aktionstag statt, der gemeinsam von der Provinzialbibliothek Amberg, Stadtarchiv Amberg, Staatsarchiv Amberg und der Regionalgruppe Amberg des Historischen Vereins organisiert wird.

Jeder ist am Donnerstag, 26. Januar, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr eingeladen, Schriftstücke, persönliche Aufzeichnungen, Objekte und Andenken an die Kriegszeit in die Provinzialbibliothek Amberg mitzubringen. Dort werden diese vor Ort auf professionelle Weise digitalisiert und mit den dazu gehörigen Angaben dem Online-Archiv hinzugefügt.

Mit Stadtarchivar Dr. Johannes Laschinger, Dr. Maria-Rita Sagstetter und Erwin Stoiber vom Staatsarchiv Amberg, dem ehemaligen Archivar am Kriegsarchiv München, Dr. Achim Fuchs, dem Vorsitzenden der hiesigen Regionalgruppe des Historischen Vereins, Dieter Dörner und dem Historiker Dr. Maximilian Schreiber von der Bayerischen Staatsbibliothek München sind auch Fachleute vor Ort, die die Familienstücke zu begutachten und einzuordnen vermögen. Nach ihrer Digitalisierung können die Objekte von ihren Besitzern wieder mit nach Hause genommen werden. Die Redaktion von Europeana schaltet die Aufnahmen nach einer Prüfung frei, sodass sie von jedem auf dem europäischen Portal einsehbar sind.

Seinen Auftakt nahm das Projekt „Erster Weltkrieg in Alltagsdokumenten“ in Großbritannien. 2011 startete man die Sammlung und Digitalisierung von Materialien in Deutschland an bisher acht Aktionstagen. Nach Frankfurt am Main, Berlin, München, Stuttgart, Erfurt, Dresden und Kiel fand der letzte in Regensburg statt. Das Interesse war durchweg überaus groß, die Teilnahme in Regensburg war überwältigend. Weit mehr als 20000 digitale Aufnahmen konnten bisher angefertigt werden.

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