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Geburtstag

Großes Engagement hält Sepp Meiler jung

Zum „80.“ des Energiebündels kamen zahlreiche Gratulanten nach Kümmersbruck. Auch seine Frau liebt das Vereinsleben.
von Klaus Högl

Sepp Meiler mit seiner Frau Christa und den Urenkeln Elias, Lorena, Marli und Toni (v. li.) Foto: aeu
Sepp Meiler mit seiner Frau Christa und den Urenkeln Elias, Lorena, Marli und Toni (v. li.) Foto: aeu

Kümmersbruck.Eine Verkehrsregelung wäre nicht schlecht gewesen am Samstag in der Siedlung am Exerzierhügel 7. Grund: Josef Meiler Sepp hat seinen 80. Geburtstag gefeiert. Wenn der Sepp einen Ehrentag begeht, dann ist das ein ganztägiges Ereignis. Es wird keinen mehr geben in Kümmersbruck, der bei so vielen Vereinen Mitglied ist wie der umtriebige Sepp Meiler – er ist immer noch ein Energiebündel.

So standen die Gratulanten Schlange: Familie und Besucher belagerten die Kellerbar während des Tages. Und abends ging es dann weiter in der Wirtschaft in Penkhof. Als er dort am 9. Februar 1939 geboren wurde, gehörte das Wirtshaus seinem Opa und seiner Oma. Mit seinen beiden Schwestern Mathildis und Bernardo, beide Klosterschwestern in Mallersdorf, sowie seinem Bruder Hans verlebte Sepp Meiler dort trotz des Krieges eine unbeschwerte Kindheit. Die Schule besuchte er ab 1945 in Kümmersbruck. Nach der vierten Klasse sollte er, so wollte es der damalige Kaplan Franz Skresczek, Priester werden. Deshalb wechselte er an das Bischöfliche Knabenseminar Obermünster nach Regensburg. Aber das passte so gar nicht zu Meilers Naturell, dazu saß ihm viel zu sehr der Schalk im Nacken. Es folgten der Besuch des Humanistischen Gymnasiums in Amberg, die Ausbildung zum Industriekaufmann in der Gewehrfabrik Schiller, später arbeitete er beim Landesvermessungsamt München.

47 Jahre im Amt

  • Gründungsmitglied:

    Dass einer wie Josef Meiler einem Gesangverein angehört, versteht sich von selbst. So ist er Gründungsmitglied der „Huzaboum“ in Penkhof

  • Amtszeit:

    Zum 1. Vorsitzenden wurde er am 20. Januar 1972 gewählt – nach 47 Jahren ist er das immer noch.

Dann hat ihn irgendwann das Vereinsleben gepackt: Es ist praktisch gar nicht möglich, alle Vereine aufzuzählen, bei denen er Mitglied ist. Alles hat angefangen als Jugendfußballer beim ASV Haselmühl. Da hat es sich bestens getroffen, dass er 1964 seine Frau Christl geheiratet hat, die ebenso kontaktfreudig wie er ist. Sie liebte das Vereinsleben und die Geselligkeit. Beide waren auch für die SPD im Gemeinderat. Eine wichtige Stationen seinen (sportlichen) Lebens war 1957 die Mitbegründung des TSV Kümmersbruck. Da hat er alle Vorstandsposten bekleidet und ist heute Ehrenvorstand.

1960 fing er bei der Deutschen Bundesbahn in Amberg an und arbeitete dort bis zu seine Pensionierung bei verschiedenen Dienstposten. Für die Bahn hat er von 1978 bis 1990 auch die Lauterachtalhütte verwaltet. Nicht nur den TSV Kümmersbruck hat er mit aus der Taufe gehoben: Josef Meiler ist auch Gründungsmitglied des SSV Paulsdorf und war dort der erste Trainer. Seit 1970 ist er Schiedsrichter. Fast untergegangen sind im Ansturm der Besucher seine vier Kinder, fünf Enkel und fünf Urenkel. Auf die Frage, ob ihm das alles nicht irgendwann zuviel wird, antwortete er mit einem entschlossenen „Nein“: Er möchte nichts missen, denn „das alles hält mich fit“.

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