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Gutes Stück Sicherheit für Hohenburg

Im Bereich des Übungsplatzes Hohenfels gibt es inzwischen 280 Regenrückhaltebecken. Rund 90 Rückhaltemaßnahmen sichern das Lauterach- und das Vilstal.
Von Paul Böhm

  • Nach dem Regen der vergangenen Tage ist eines der umgebauten Regenrückhaltebecken in der Nähe des Martinsberges bei Hohenburg gut gefüllt. Bauleiter Josef Felsner, Pameila Blicker vom Integration Training Area Management und Dr. Albert Böhm von der Umweltabteilung der US Army Hohenels überzeugten sich davon (von links). Foto: abp
  • Dieses Regenrückhaltebecken gleich hinter dem Burgberg von Hohenburg ist schon seit Jahren ein hervorragender Hochwasserschutz für die Hohenburger und fügt sich nahtlos in die Landschaft ein. Foto: abp

Hohenburg.Wieder ein Stück mehr Sicherheit für das Lauterachtal. Im Bereich des Martinsbergs, gleich hinter Hohenburg, hat die US-Umweltabteilung zwei Regenrückhaltebecken umgebaut und das Fassungsvermögen um etwa 600 Kubikmeter erhöht. „Das ist wieder ein Stück mehr Sicherheit für die Hohenburger und das Lauterachtal“, meinte Dr. Albert Böhm von der Umweltabteilung der US Army in Hohenfels bei einem Baustellentermin.

Die Rückhaltemaßnahmen seien in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur in den Randbereichen des Truppenübungsplatzes Hohenfels wichtige Sicherungseinrichtungen geworden. Mit einer Kette von Regenrückhaltebecken kann die Umweltabteilung den Oberflächenabfluss bei Starkregenereignissen und Schneeschmelze im gesamten Übungsgebiet steuern und die abgetragenen Sedimente auffangen.

Boden ist stark verdichtet

Das Gelände des Übungsplatzes Hohenfels ist charakterisiert durch erosive und lehmig-tonige Böden, die teils sehr flachgründig sind und in Verbindung mit der militärischen Nutzung auch stark verdichtet sein können, beschreibt Dr. Böhm die Bodenbeschaffenheit der militärischen Liegenschaft.

Die Starkregen im Mai und Juni des Jahres 2013 hätten gezeigt, dass im Bereich Hohenburg zusätzlicher Handlungsbedarf bestand, um den Schutz der Gemeinde weiter zu verbessern.

Die US-Seite unter Federführung der Abteilung für Integriertes Übungsplatzmanagement, „Integrated Training Area Management“, unter der Leitung von Ryan Garber und Pamela Blicker sowie mit der Umweltabteilung hat Verbesserungsvorschläge erarbeitet, die auch von amerikanischer Seite in der Umsetzung finanziert wurden. Wertvolle Hilfe hat die Umweltabteilung der Army von Forstbetriebsleiter Armin Armbruster aus dem Bereich Hohenburg für seine Unterstützung bei der Konzipierung, Planung und Ausführung der Maßnahme erhalten, so Dr. Albert Böhm. In seinem Betreuungsbereich befinden sich auch diese beiden Baumaßnahmen.

Fast fertiggestellt sind im Einzugsbereich des Martinsberges zwei neue Rückhaltungen, die die Aufnahmekapazität durch den Einbau von Standrohren um etwa 600 Kubikmeter vergrößern. Damit ist auch ein vergrößerter Sedimentrückhalt geschaffen worden. 16 Regenrückhaltemaßnahmen sichern die 530 Hektar Einzugsfläche im Bereich Hohenburg mit Viehausen und Kaisertal ab. Davon sind drei Becken mit Absperrvorrichtungen und Abscheider ausgestattet. Drei Maßnahmen haben einen Bachverbau, davon einen Steindamm und zwei Holzverbauten. „Das Gesamtrückhaltevolumen beträgt für den Hohenburger Bereich derzeit etwa 22 000 Kubikmeter“, berichtete Dr. Albert Böhm.

280 große und kleine Rückhaltebecken durchziehen das über 16000 Hektar große Areal des Truppenübungsplatzes Hohenfels mit einem Rückhaltevolumen von einer Million Kubikmeter Fassungsvermögen.

Schwender Tal am größten

Im Bereich der Ortschaft Ransbach sind es allein 29 Auffangbecken mit etwa 42 000 Kubikmeter Fassungsvermögen. Gut abgesichert ist der Bereich von Adertshausen mit 24 Regenrückhaltemaßnahmen mit mehr als 55 000 Kubikmeter Fassungsvolumen. Im Bereich von Schmidmühlen und dem Gemeindeteil Emhof sind es 17 Becken mit etwa 17 000 Kubikmeter Größe.

Die größte Dammanlage wurde mit der fachgerechten Verbauung des Schwender Tales mit einem Rückhaltevolumen von etwa 380 000 Kubikmetern vorgenommen. Dazu kommt nach das Hauntal, das sich parallel zum Verlauf der Vils auf dem Jurarücken von Emhof bis Rohrbach hinzieht mit dem „Hauntaldamm“, dessen Fassungsvolumen allein schon auf gute 75 000 Kubikmeter ausgelegt ist.

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