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Datenschutz

Herausforderung und eine Chance zugleich

Dirk Riebe referierte über die Veränderungen seit dem 25. Mai: Für Unternehmen ist es ein Prozess, der niemals endet.
von Hubert Söllner

Aus Unternehmenssicht bedeute Datenschutz Risikominimierung, so Dirk Riebe. Foto: Söllner
Aus Unternehmenssicht bedeute Datenschutz Risikominimierung, so Dirk Riebe. Foto: Söllner

Ensdorf.„Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ war die Veranstaltung der Mutum5 Systemhaus GmbH aus Vilshofen zur Europäischen Datenschutz-Grundverordnung im Fürstensaal überschrieben. Der Datenschutz, so Referent Dirk Riebe von der Securepoint GmbH aus Lüneburg, „ist seit dem 25. Mai 2018 nicht neu, aber besser. Sie stellt eine Herausforderung und eine Chance zugleich dar.“

Datenschutz gelte für alle Unternehmen, Behörden, Organisationen und Vereine. Da diese in Deutschland im strafrechtlichen Sinne nicht handlungsfähig seien, hafte der Chef, Geschäftsführer oder Vorsitzende. Dirk Riebe listete zusätzliche Gefahren durch das Strafrecht detailliert anhand von Beispielen auf: wie die Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimnisbereichs und des vertraulichen Worts, des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen oder das Ausspähen und Abfangen von Daten. Den Datenschutz zu ignorieren, habe Strafen zur Folge, „die in jeden Fall wirksam und auch abschreckend sind.“ Ziel des Datenschutzes sei es, natürliche Personen vor Schäden zu schützen, die durch die Nutzung der Daten entstehen können.

Aus Unternehmenssicht bedeute es Risikominimierung; daher sei Datenschutz eine Sache der Unternehmensleitung und „ein Prozess im Unternehmen, der niemals endet.“ Änderungen durch die Neufassung des Gesetzes, so Dirk Riebe, seien die Meldung durch Jedermann bei der Aufsichtsbehörde, neue und erweiterte Betroffenenrechte sowie Kontaktaufnahme durch Abmahnanwälte: „Das ist ärgerlich, soll aber geändert werden.“

Sicherheit der Datenverarbeitung

  • Pflicht:

    Dirk Riebe ging auch auf die Sicherheit der Datenverarbeitung, die Technikregelungen und die Rechenschaftspflicht der Verantwortlichen ein. Wenn mehr als zehn Personen mit der Verarbeitung personenbezogenen Daten beschäftigt wären, sei ein Datenschutzbeauftragter Pflicht.

  • Tipp:

    Die Verantwortung liege immer bei der Geschäftsführung. Den Teilnehmern gab der Referent mit auf den Weg: „Ignorieren Sie die aktuelle Gesetzeslage nicht!“ (azd)

Grundsatz des Datenschutzgesetzes sei es, dass Daten immer der natürlichen Person gehören; eine Verarbeitung erfolge immer treuhänderisch. Deshalb, so betonte der Referent, „ist es verboten, Daten von natürlichen Personen zu erheben oder zu verarbeiten – außer sie haben eine persönliche Einwilligung“. Das heiße aber auch, dass der Betroffene bereits vor Erhebung der Daten in klarer Sprache darüber informiert werden müsse, welche Daten zu welchem Zweck und unter welcher Rechtsgrundlage erhoben würden. Zudem müsse die Einwilligung freiwillig erfolgen, dürfe mit keinen weiteren Leistungen verknüpft und könne stets widerrufen werden. Der Zugriff auf personenbezogene Daten dürfe Dritten nicht möglich sein.

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