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Himmelfahrtsandacht vom Mausberg

Weil Gläubige nicht zum Feiern kommen können, wird der Gottesdienst übertragen.

Vier Pfarrer haben sich eine kreative Lösung überlegt. Foto: Veronika Fleps
Vier Pfarrer haben sich eine kreative Lösung überlegt. Foto: Veronika Fleps

Amberg-Sulzbach.Ein seltenes Bild: Vier evangelische Pfarrer stehen im Talar am Fuße des Mausbergs bei Gebenbach: ganz ohne Gemeinde, mit Sicherheitsabstand vor einer Fernsehkamera. Ganz richtig ist das so aber nicht, denn da ist Gemeinde – wenn auch keine Sichtbare. Zu Hause, vor dem Fernseher, verfolgen viele Gläubige die Andachten. Daher haben sich Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Region Amberg und Hirschau auf den Weg gemacht und einen gemeinsamen Gottesdienst für alle aufgezeichnet, die aufgrund er aktuellen Pandemie-Auflagen nicht in die Kirche kommen können oder wollen. Der Gottesdienst für Christi Himmelfahrt auf OTV kommt heuer vom Mausberg. Dass dort Himmelfahrt gefeiert wird, hat schon lange Tradition: Für dieses Jahr war ein großes Fest geplant. Erstmals sollte es ein Gottesdienst aller vier Gemeinden der Region werden – mit Fahrradsternfahrt, Festgottesdienst und gemeinsamem Mittagessen. Auch der neue evangelische Regionalbischof des Kirchenkreises Regensburg, Klaus Stiegler, hatte sein Kommen als Festprediger zugesagt. Doch wegen Corona mussten kreative Überlegungen her. Wenn live nicht geht, dann digital, dachten sich Pfarrer Heinrich Arweck von der Auferstehungsgemeinde, Pfarrer Dr. David Scherf von der Erlösergemeinde und Pfarrer Matthias Weigart von der Paulanergemeinde in Amberg sowie der Hirschauer Pfarrer Stefan Fischer. So hätten sie einen Festgottesdienst für die Gläubigen zu Hause gestaltet. Die Musik habe eine kleine Gruppe des Posaunenchors der Paulaner Gemeinde unter Leitung von Martin Flierl übernommen: natürlich unter den nötigen Sicherheitsvorgaben. Darum war die Gruppe nicht bei den Pfarrern vor Ort – die Teile sollen dann im Schnitt zusammengefügt werden. Der Himmelfahrtsgottesdienst als Gemeinschaftsprojekt kann also heuer doch stattfinde – nur eben ein bisschen anders. Der Gottesdienst kommt jetzt zu den Mitfeiernden ins Wohnzimmer, bequem übers Fernsehen.

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