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Unterhaltung

Hochstimmung im Schlossstadl

Der Fraunenbundfasching in Schmidmühlen war ein Glanzlicht. Auch benachbarte Vereine amüsierten sich prächtig.
Von Johann Bauer

Die Frauenpower-ruckzuck-Feierwehr rettet das Vieh im Stall vor dem Feuertod. Dafür ersäuft sie die Tiere mit Löschwasser, hieß es im Sketch. Foto: J. Bauer
Die Frauenpower-ruckzuck-Feierwehr rettet das Vieh im Stall vor dem Feuertod. Dafür ersäuft sie die Tiere mit Löschwasser, hieß es im Sketch. Foto: J. Bauer

Schmidmühlen.Der Frauenbund-Fasching am Sonntag war ein Höhepunkt im Gemeindebereich. Geboten waren Auftritte des Frauenbundes, eine gut aufgelegte Band, viele Kostüme und das Faschingskomitee Schmidmühlen mit Hofstaat.

Der Schlossstadl war gut gefüllt mit vielen maskierten, faschingsbegeisterten Frauen. Vereine aus Ensdorf, Vilshofen, Mendorferbuch, Hohenburg und Rieden waren auch gekommen. „Ein herzliches Willkommen sei unserem Pfarrer Werner Sulzer gewiss, weil er sich einen Besuch bei uns nicht nehmen ließ“, betonte Anita Fischer. Die tanzfreudigen Frauen haben die Tanzfläche immer gut gefüllt. Plötzlich ertönte ein Martinshorn im Schlossstadl, als Elisabeth Bauer mit einem Bollerwagen von der „Frauenpowerruckzuck-Feierwehr“ einzog. Dabei konnte sie vermelden „Feierwehrn gibt’s ja viele, aber eine solchene Feierwehr als wie mir san, die san rar“. Dabei konnte man auch hören, dass die Sägmühl vorigs Jahr abgebrannt ist. „Aber die warn selber schuld, die ham sich einen so dummen Tag ausgesucht, wo mir grod Christbaumfeier gehabt haben. No ja, manchmal brennt’s halt so dumm, wo ma gar nicht dran denkt. Bloß einen Tag früher wenn mas wissen tät, dann könnt ma si richtn“. Auch von weiteren Geschehnissen der „Feierwehr“ gab es zu berichten, dass sie sich schon zum Einsatz ein paarmal verfahren habe oder mit vier Schlauchanlagen in einen Stall gespritzt haben, nicht ein Stückl Viech ist verbrennt, aber dasuffn sans alle. Die Besucher konnten auch eine Einsatzübung verfolgen. „Zum Einsatz fertig, die zwei Saugschläuche hoch und zu Wasser“. Zur Vorbereitung weiterer Einsätze führten die Frauen die Schlauchgymnastik „Schlauch nach rechts“ auf. Natürlich kamen sie ohne Zugabe nicht von der Tanzfläche.

Nach einer Tanzrunde spielten Bettina Humml, Andrea Michl und Manuela Stadlbauer einen Priester und eine Nonne auf einer Reise in die Schweizer Alpen, als sie von einem Schneesturm überrascht werden. Sie können sich zu einer Hütte durchkämpfen. Immerhin gibt es einen ganzen Schrank voll Decken und einen Schlafsack, aber nur ein Bett. Als Gentleman weiß der Priester, was sich gehört, und sagt: „Schwester, schlafen Sie im Bett, und ich im Schlafsack“. Doch der Schwester ist immer wieder kalt und sie benötigt mehrmals eine Decke, die der Priester ihr immer wieder wegzieht. Zu guter Letzt aber sagt der Priester „Wenn Dir kalt ist, dann steh gefälligst auf und hol Dir Deine Decke selbst“!

Mit „Schmidmühlen Oho“-Rufen wurde das Faschingskomitee begrüßt. Das Kinderprinzenpaar Johannes I. und Marie I. marschierten in den Schlossstadl ein. Auch die Bambini-, Kinder- und Jugendgarde durften ohne Zugabe die Tanzfläche nicht verlassen. Das Duo „He-Jo“ heizte den Damen ein und die Stimmung stieg stetig.

Die große Garde mit Prinz Fabian II. und Prinzessin Marion II. wurde mit viel Beifall und „Schmidmühlen Oho“ begrüßt. Die Garde zeigte ihren Gardemarsch und den Showtanz „Golden Summer“. Präsident Manuel Wein dankte dem Frauenbund für die Einladung und Prinz Fabian II. überreichte Faschingsorden an Rosi Obermeier, Anita Fischer und Elfriede Mehringer.

Zugabe vom Männerballett

Zu späterer Stunde tanzte das Männerballett unter dem Motto „Bayrisch Girls“. Es konnte nach einer Zugabe die Tanzfläche verlassen.

Die Frauen waren immer noch nicht müde und „HeJo“ heizten zum Endspurt ein. Bis in die Abendstunden wurde getanzt und gefeiert. Das Fazit des Frauenbundfaschings war mal wieder: Schmidmühlen ist und bleibt eine Faschingshochburg weit über die Grenzen hinaus.

Anita Fischers Reime

  • Ausblick:

    „Der Faschingsvirus ist ausgebrochen und bringt den Schlossstadl heut zum Kochen. Ins Zeug gelegt hat sich der Frauenbund, ihr werdet seh’n, in nächster Stund’“. (abu)

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