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Hohenburg: Historische Gebäude brannten

Eine Stallung und drei Häuser standen im Landkreis Amberg-Sulzbach in Flammen. Verletzt wurde niemand. Der Schaden ist hoch.
Von Isabelle Lemberger

Die Einsatzkräfte vor Ort befürchteten, dass die Giebel der brennenden Häuser einstürzen könnten und sperrten daher die Straße. Foto: Auer
Die Einsatzkräfte vor Ort befürchteten, dass die Giebel der brennenden Häuser einstürzen könnten und sperrten daher die Straße. Foto: Auer

Hohenburg.Drei Häuser im Zentrum in Hohenburg sind fast komplett zerstört. Doch Kreisbrandinspektor Hubert Blödt, der Einsatzleiter in Hohenburg war, sagt: „Es hätte noch viel schlimmer kommen können.“ Der Feuerwehrmann lobt seine Kameraden. Bei dem Großbrand, der am Montagabend ausgebrochen war, haben sie verhindert, dass die Flammen auf weitere Häuser übergreifen.

Die Einsatzkräfte waren gegen 21.45 Uhr alarmiert worden, die letzten rückten erst am Dienstagmittag um 13 Uhr wieder ab. Hubert Blödt war selbst bis halb drei nachts an den Löscharbeiten beteiligt. Nach wenigen Stunden zuhause kam er gegen zehn Uhr wieder zurück an den Brandort. Er ist stolz auf seine Truppe.

Alte Bauweise erschwerte Löscharbeiten

Die Feuerwehren, die zuerst eingetroffen waren, hätten mit ihren „Widerstandslinien“ verhindert, dass sich der Brand weiter ausbreitet. Mehrere Häuser am historischen Marktplatz sind durch Holzbauten miteinander verknüpft. Die Umstände waren schwierig. Denn die Gebäude, die ausgebrannt sind, stehen Wand an Wand aneinander. Eine sogenannte Brandabtrennung sei daher nicht vorhanden gewesen. „Wenn es in so einem Gebäude einmal brennt, geht es maßlos auf die anderen über“, sagt Blödt.

Bilder vom Einsatz in Hohenburg sehen Sie hier:

Brand in Hohenburg

Gebäude am Marktplatz sind jetzt unbewohnbar

Als „großes Glück“ beschreibt Blödt die unmittelbare Nähe zur Lauterach. So hatten die Einsatzkräfte genügend Löschwasser, um den Brand in den Griff zu bekommen. Mit Hilfe von zwei Drehleitern konnten die Feuerwehrleute die Gebäude außerdem von oben löschen.

Zwei der Häuser, die brannten, waren unbewohnt. Im dritten leben vier Personen. Sie konnten sich rechtzeitig, noch bevor die Polizei eintraf, in Sicherheit bringen. Ausgangspunkt des Großbrands ist nach Angaben der Polizei ein leerstehender Stall. Das Feuer griff demnach zuerst auf das dazugehörige, jedoch unbewohnte Wohngebäude über. Dessen Dachgeschoss geriet ebenfalls in Brand. Danach breitete sich das Feuer auf die links und rechts direkt angebauten Wohnhäuser aus. Die Dachstühle der drei Häuser brannten vollständig nieder, die Obergeschosse wurden stark beschädigt.

Kripo Amberg ermittelt die Brandursache

Insgesamt waren 150 Einsatzkräfte vor Ort. Dazu zählen 135 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Umkreis, inklusive der amerikanischen Lagerfeuerwehr Hohenfels, die mit einer Drehleiter angerückt ist. Auch kamen das THW und das BRK zur Unterstützung. Prominentester Helfer war Florian Junkes, Bürgermeister von Hohenburg. Er half nach Angaben von Kreisbrandinspektor Blödt den gesamten Einsatz hindurch, das Feuer zu bändigen.

Einsatzkräfte

Feuerwehr hat wieder einen Kommandanten

Michael Prehn ist der neue Chef der Aktiven der FF Burglengenfeld. Erstmals gibt es auch einen dritten Kommandanten.

Wie die Polizei mitteilt, wird der Sachschaden an den historischen Gebäuden auf rund 100 000 Euro geschätzt. Ein Statiker muss nun klären, ob die Gebäude im Ortskern erhalten bleiben können. Auch die Kripo Amberg führt noch weitere Ermittlungen durch, um unter anderem die Brandursache zu klären.

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