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Umwelt

Hunderte Flaschen aus der Vils gefischt

Der Fischereiverein Schmidmühlen räumt auf, was andere achtlos in der Natur entsorgen: Vodka-Flaschen und jede Menge Plastik.

Es war gar nicht so leicht für die Helfer vom Fischereitverein, den Müll aus der Vils zu fischen. Foto: ajp
Es war gar nicht so leicht für die Helfer vom Fischereitverein, den Müll aus der Vils zu fischen. Foto: ajp

SCHMIDMÜHLEN.Umweltschutz ist nicht jedermanns Sache. Diese Erfahrungen machen nicht zuletzt immer wieder Menschen, die sich für den Schutz der Natur einsetzen. Ein aktuelles Beispiel lieferte die Vils. Ein umgestürzter Baum versperrt seit geraumer Zeit den Vilsdurchfluss in der Kurve vor Wolfsbach auf Höhe Fischzucht Jenke. Bei einer Gewässerkontrolle, die die Mitglieder des Fischereivereins Schmidmühlen immer wieder regelmäßig vornehmen, entdeckte Vorstandsmitglied Manuela Madsen den Baum.

Doch nicht allein der Baum machte dem Fischereiverein hier Sorgen. Es war die massenhafte Ansammlung von Zivilisationsmüll, der immer auch eine Gefahr für das Gewässer und die Fauna darstellt. Kurzerhand wurde ein Aufräumkommando zusammengestellt, das bereits am darauffolgenden Tag an die Vils ausrückte.

Arbeiten waren schwierig

So einfach, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussah, war die Aufräumaktion für die Mitglieder des Fischereivereins dann doch nicht. Die größte Herausforderung stellte das doch recht hoch angestaute Wasser im Vilslauf dar. Nicht mal in Wathosen konnten die Helfer die Vils gefahrenlos begehen, so dass sie kurzerhand direkt auf den Baumstamm kletterten und von dort aus herausfischten, was zu erlangen war. Außerdem entfernte Daniel Frank von seinem Kajak aus mithilfe eines Keschers weiteren Müll.

Das Ergebnis nach knapp drei Stunden Säuberungsaktion in der Vils bei Wolfsbach: 92 Vodka-Flaschen aus Glas, mehrere hundert Plastikflaschen und weiterer Müll. Die Helfer sortierten das „Treibgut“ aus der Vils direkt vor Ort sortiert werden und entsorgten es ordnungsgemäß. Der Pfanderlös wird den Aufwand an Landkreissäcken zur Abfallentsorgung nicht decken können.

Keinen Müll in die Vils

Der Fischereiverein Schmidmühlen macht immer wieder mit seinen ökologischen Ansätzen für die Gewässerbewirtschaftung von sich reden. Er appelliert nachdrücklich an alle Bürger, keine leeren Flaschen oder gar Müll in die Vils zu werfen. (ajp)

Die Fischer appellierten an die Bevölkerung:

Appell der Fischer

  • Der Fischereiverein Schmidmühlen

    weist eindringlich darauf hin, keine leeren Flaschen oder gar Müll in die Vils zu werfen.

  • Gerade Plastik

    gefährdet die Tierwelt im Wasser und am Ufer. Die Mikropartikel stellen ein großes Problem dar, da sie dem Wasser nicht mehr entnommen werden können und nachweislich bereits in Speisefisch enthalten sind.

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