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Auftakt

Ideen und Projekte für die Demokratie

Amberg ist beim Bundesprogramm „Lokale Partnerschaft für Demokratie“ dabei. Jetzt geht es in die Umsetzungsphase.
Von Gerd Spies

Die beiden Ansprechpartner des Projekts „Partnerschaft für Demokratie Amberg“: Thorsten Höcht (links) und Juba Akili (rechts) Foto: age
Die beiden Ansprechpartner des Projekts „Partnerschaft für Demokratie Amberg“: Thorsten Höcht (links) und Juba Akili (rechts) Foto: age

Amberg.„Demokratie ist das wichtigste Gut, das wir haben!“ Oberbürgermeister Michael Cerny hob bei der Auftaktveranstaltung der Stadt Amberg zum Bundesprogramm „Lokale Partnerschaft für Demokratie“ die Bedeutung dieses gesellschaftlichen Gutes heraus, besonders in einer Zeit, in der sich in unserer Gesellschaft Polarisierung und Radikalisierung breitmache. Die Stadt Amberg hatte sich im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ mit Erfolg um eine „lokale Partnerschaft für Demokratie“ beworben, wurde als 24. Kommune Bayerns in das vom Familienministerium des Bundes aufgenommen.

Im Amberger Musikomm fand nun eine Gründungsversammlung mit dem Ziel statt, das Programm der Öffentlichkeit vorzustellen und möglichst viele Gleichgesinnte ins Boot zu holen. Juba Akili vom Amberger Stadtjugendring und Thorsten Höcht von der Stadt Amberg bilden das Duo, das als Ansprechpartner bei dem Förderprojekt dient.

„Coach“ Annegret Zacharias zeigte viele Themen auf, die im Rahmen des Förderprogramms angepackt werden könnten.  Foto: age
„Coach“ Annegret Zacharias zeigte viele Themen auf, die im Rahmen des Förderprogramms angepackt werden könnten. Foto: age

Sie hatten für die Auftaktveranstaltung zwei kompetente Referentinnen eingeladen: Anja Skrypek von der Regiestelle Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und Annegret Zacharias als „Coach Partnerschaft für Demokratie Amberg“. Beide machten Mut, Ideen und Projekte in der Stadt zu entwickeln – für Demokratie- und Toleranzerziehung, für die Bekämpfung rechter Bestrebungen, für soziale Integration. Dass diese Themen in der Stadt sehr wichtig seien, würden allein die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl in Amberg zeigen. Als mögliche Zielgruppen schlägt die Referentin Kinder- und Jugendgruppen, Erzieher und Lehrer, Multiplikatoren aus Vereinen und Verbänden vor. Bei ihnen „das Bewusstsein für eine vielfältige und respektvolle Gesellschaft zu stärken“, sei die große Aufgabe der „Partnerschaft für Demokratie“.

Demokratie Leben!

  • Mehr als 260 Kommunen

    gibt es in ganz Deutschland, die sich wie Amberg an diesem Förderprogramm des Bundes im Rahmen von „Demokratie leben!“ beteiligen.

  • In diesen „Partnerschaften für Demokratie“

    entwickeln Vertreter aus Verwaltung und Politik sowie engagierte Bürger gemeinsam konkrete Projekte und Maßnahmen.

  • Zur Finanzierung

    solcher Aktionen hält das Programm einen Fördertopf von 35 000 Euro bereit, im Top für das Jugendforum liegen noch einmal 10 000 Euro.

Einer lokalen und regionalen Vernetzung aller Beteiligten komme dabei auch eine große Bedeutung zu. Denn die Öffentlichkeitsarbeit sei das „dickste Brett, das es zu durchbohren gilt“, erklärte die Botschafterin des Bundesprogramms.

Ausstellungen, Workshops, Begegnungsprojekte im Kontext mit Migration, Theaterstücke, Erstellung von Informationsmaterialien, die Liste ist lang, die Annegret Zacharias als mögliche Maßnahmen zur „Stärkung der Demokratie und der Zivilgesellschaft“ aufzählte.Die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung im Musikomm erhielten am Ende einen Fragebogen. Sie konnten angeben, welche Themen und Anregungen ihnen im Zusammenhang mit der „Partnerschaft für Demokratie Amberg“ am Herzen liegen und welche Formate sie sich wünschen, um die „Partnerschaft für Demokratie Amberg“ mitzugestalten und weiterzuentwickeln?

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