MyMz
Anzeige

Umbau

Im Amberger Lokschuppen steckt Arbeit

Der Verein Amberger Kaolinbahn arbeitet eifrig an seinem Oberpfälzer Industrie- und Lokalbahnmuseum. Es gibt viel zu tun.
Von Rolf-Dieter Reichert

Gut zu erkennen: Die hellen Holzteile sind neu. Die dunklen Balken gehören zur alten Konstruktion und wurden erhalten. Foto: Reichert
Gut zu erkennen: Die hellen Holzteile sind neu. Die dunklen Balken gehören zur alten Konstruktion und wurden erhalten. Foto: Reichert

Amberg.Der für die Oberpfalz einmalige Amberger Rundlokschuppen ist für die Zukunft gerettet. Die Firma Prosch hat ganze Arbeit geleistet: Das Dach ist wieder dicht, auch der heftige Sturm Mitte August konnte der Konstruktion keinen Schaden zufügen und die Dachhaut ist fertig verschweißt. Als Nächstes kommen jetzt die Solarmodule aufs Dach.

Die Mannschaft der Amberger Kaolinbahn (AKB) war nicht untätig. Es müssen viele Arbeiten durchgeführt werden. Erdarbeiten mussten noch gemacht werden, um die Voraussetzungen für die Elektroinstallation, gegeben sind. Nur so können die Module, sobald diese auf dem Dach montiert sind, ihre Energie auch ins Stromnetz abgeben können.

Anbau wurde abgerissen

Prof. Gruschwitz und Wolfgang Männer betrachten die Arbeit der Schreiner und Dachdecker. Foto: Reichert
Prof. Gruschwitz und Wolfgang Männer betrachten die Arbeit der Schreiner und Dachdecker. Foto: Reichert

Bei einer Begehung musste festgestellt werden, dass die Fallrohre der Regentraufen an den falschen Stellen angebracht wurden. Es sind keine Anschlüsse an die Kanalisation an diesen Stellen vorhanden. Gespräche zwischen Vereinsführung und der Spenglerei sollen das Problem lösen. Im Innern der Halle sind ebenfalls dringende Arbeiten zu erledigen. Der Raum, der für die Elektroinstallation vorgesehen ist, muss von einem alten Kamin befreit werden. Auch die Wände müssen noch bearbeitet werden, da nach der Installation der Geräte für die Solaranlage kein Platz mehr für solche Arbeiten ist. Auch dürfen die elektronischen Geräte nicht dem Bauschmutz ausgesetzt werden.

Helfer gesucht

  • Unterstützung:

    Jede Art von Hilfe ist willkommen. Dringend gesucht werden vom Verein noch Mitstreiter aus dem Bereich der Elektroinstallation. Es liegen keine Leitungen mehr. Alles muss neu installiert werden.

  • Kontakt:

    Wer Zeit und Lust hat und vielleicht sogar Elektriker ist, soll am Mittwochnachmittag im Vereinsheim am Galgenbergweg 1 vorbeischauen.

Im Außenbereich fällt auf, dass da etwas anders ist. Links vom Schuppen war ehemals ein Anbau vorhanden, der eigentlich als Vereinsheim genutzt werden sollte. Im Laufe der Jahre wurde aber die Substanz dieses Anbaues immer baufälliger. So entschied sich der Verein schweren Herzen zum Abriss des Anbaus. Wie Prof. Matthias Gruschwitz, der 1. Vorsitzende, berichtet, hat er mit dem vereinseigenen Lastwagen den angefallenen Sondermüll zur Verwertung gebracht. Alleine für die Dachpappe, circa 400 Kilogramm, musste eine größere Summe aufgebracht werden. Jetzt steht vom Anbau nur noch das Fundament. Auf dem soll in absehbarer Zeit wieder ein Bauwerk in gleicher Bauweise entstehen. Es wird der Aufnahme von Ausstellungsobjekten, die in direktem Zusammenhang mit der Industriekultur und der Lokalbahn in und um Amberg herum, dienen. Im Lokschuppen selbst ist in der nächsten Zeit noch die Innenrenovierung angesagt.

Mehr Impressionen sehen Sie in dieser Bildergalerie:

Im Amberger Lokschuppen geht es voran

Am Samstag ist wieder Arbeitseinsatz zum Grünschnitt angesagt. Denn das Gelände ist recht weitläufig und auch die Gleisanlagen sind recht umfangreich. Diese müssen von Zeit zu Zeit „entgrünt“ werden.

Auf die Frage, wie viele Mitglieder denn so im Schnitt bei den Arbeitseinsätzen aktiv sind, sagte Gruschwitz, dass der harte Kern aus acht bis zehn Vereinsmitgliedern bestehe. Vor Ort im Arbeitseinsatz sind natürlich nicht immer dieselben Personen, aber auf diese Anzahl könne man eigentlich immer zählen. Und auch die Eisenbahnfreunde des RSWE Regensburg sind bei den Arbeitseinsätzen meist mit einigen Personen dabei.

Drehscheibenfest wird gefeiert

Zum Schluss des kleinen Rundganges über das Gelände und durch den Lokschuppen erklärte der Vorsitzende noch, dass selbstverständlich auch im Jahr 2020 das Drehscheibenfest stattfinden werde. Dann sogar mit der Option, bei schlechtem Wetter unter Dach zu feiern und bereits aufgearbeitete Exponate bewundern zu können. Auch verspricht Gruschwitz, dass die Bratwürste dann ganz sicher bis mindestens 19.30 Uhr reichen werden.

Auch ist bis dahin geplant, die Gleisanschlüsse von der Drehscheibe zu den Schuppengleisen wieder herzustellen, damit die Sammlung an Schienenfahrzeugen im Trockenen stehen und Stück für Stück aufgearbeitet werden kann. Denn Wind und Regen zermürben auch den dicksten Stahl.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.amberger-kaolinbahn.de oder per E-Mail vom 1.  Vorsitzenden Matthias Gruschwitz (praxis.gruschwitz@t-online.de).

Erhalten Sie täglich die aktuellsten Nachrichten aus der Region bequem via WhatsApp auf Ihr Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht