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Projekt

Im Lokschuppen wird das Dach saniert

Die Mitglieder der Amberger Kaolinbahn haben hart gearbeitet. Nun kann der Dachdecker endlich mit der Arbeit beginnen.
Von Rolf-Dieter Reichert

Das war Schwerstarbeit für die Mannschaft: Auf die Balken im Lokschuppen kommen noch Bretter als Arbeitsfläche – und dann kann es dem maroden Dach ans Holz gehen. Foto: Rolf-Dieter Reichert
Das war Schwerstarbeit für die Mannschaft: Auf die Balken im Lokschuppen kommen noch Bretter als Arbeitsfläche – und dann kann es dem maroden Dach ans Holz gehen. Foto: Rolf-Dieter Reichert

Amberg.„Alle reden vom Fasching, Wir nicht.“ Das war das Motto der Aktiven vom Verein Amberger Kaolinbahn e. V. in den letzten „närrischen Tagen“. Denn eine Hand voll Männer, die den „harten Kern“ der AKB-Mannschaft bilden, hatte mit Feiern nichts im Sinn. Und auch das Sturmtief, das bis in den letzten Winkel des Freistaates geblasen hat und bei den närrischen Umzügen für Unmut sorgte, schreckte die harten Kerle der Amberger Kaolinbahn nicht: Sie schleppten Balken, Gerüstteile und Bretter, um im alten Rundlokschuppen an der Drehscheibe das Arbeitsgerüst für den Dachdecker zu errichten. Eile war geboten, denn schon wenige Tage später sollte der Kran aufgestellt werden, der für die Arbeiten am Dach des Lokschuppens unverzichtbar ist.

Schwere Balken, so 20 mal zehn Zentimeter dick und rund sieben bis neun Meter lang, mussten noch auf das Gerüst im Schuppen gewuchtet werden. Keine Arbeit, die man freiwillig machen würde? Doch: Die AKB-ler machten diese Knochenarbeit freiwillig schließlich geht es um ihre große Leidenschaft, ihr Gelände an der Galgenbergstraße mit zahlreichen historischen Waggons und Loks. Am Faschingsdienstag, bei Wind und dann auch noch Regen, musste das Gerüst auf den Ständen drei bis fünf aufgestellt sein, und auch die Arbeits-Unterlage, die Balken, in etwa vier Metern Höhe fertig erstellt sein.

Große Eigenleistungen sind nötig

Die Vorbereitungen von der Mannschaft der AKB und auch von den Männern des Vereins Regensburger Straßenbahn-, Walhallabahn- und Eisenbahnfreunde e. V. (RSWE) sind die Voraussetzung dafür, dass die Firma Prosch ihre Arbeiten für den Verein recht günstig anbieten konnte. Um mit den 250 000 Euro für das neue Dach am Lokschuppen auskommen zu können, waren Eigenleistungen mit Zeit und Material in der Größenordnung von rund 80 000 Euro notwendig. Das waren Leihgerüste im Inneren als Sicherungs- und Arbeitsbühne sowie Balken und Bretter für die spätere Dachkonstruktion.

Ein neues Dach für den Lokschuppen

Der Kran bezog vor dem Tor des Standes 3 seine Position – so kann der Kran mit seiner Reichweite das gesamte Dach bedienen, ohne neu umgesetzt werden zu müssen. Aber damit war dann auch die Halle für die Hebebühne und den Radlader nicht mehr befahrbar, um noch Arbeiten im Inneren erleben.

Der Erdspieß wird mit schwerem Gerät versenkt, Professor Matthias Gruschwitz (rechts) sieht zu. Foto: Rolf-Dieter Reichert
Der Erdspieß wird mit schwerem Gerät versenkt, Professor Matthias Gruschwitz (rechts) sieht zu. Foto: Rolf-Dieter Reichert

Es musste alles Hand in Hand gehen. Wie arbeitsintensiv das alles war, zeigt auch die Tatsache, dass der zweite Vorsitzende, Professor Dr. Matthias Gruschwitz, am Dienstagvormittag noch einen Reifen beim Radlader wechseln musste; zum Glück war dem Reifen erst kurz vor Erledigung der Arbeiten am Rosenmontag spät abends die Luft ausgegangen.

Auch am Dienstag war noch schnell etwas Wichtiges zu erledigen: Um die Betriebssicherheit der elektrisch betriebenen Maschinen sicherzustellen, mussten Erdspieße zur Erdung des Netzanschlusses und des Kranes beschafft werden. Aber auch das stemmte die Mannschaft und so war dann der Turmdrehkran um 14.30 Uhr Einsatz bereit. Dann konnten sich die Anwesenden auch anderen Gedanken hingeben. Insgesamt 14 anstrengende Tage lagen da hinter ihnen.

Fleißige Mitstreiter werden gesucht

Eng geht es zu zwischen Drehscheibe und Ringlokschuppen. Foto: Rolf-Dieter Reichert
Eng geht es zu zwischen Drehscheibe und Ringlokschuppen. Foto: Rolf-Dieter Reichert

Aber sie haben einen Lichtblick: Jetzt geht es in die nächste Phase der Renovierung des alten Lokschuppens an der Drehscheibe in Amberg. Und der Tag der Eröffnung des Industriebahn-Museums rückt durch die tatkräftige Arbeit der AKBler, der RSWler und durch die Mithilfe der Stadt Amberg in greifbare Nähe.

Aber es ist noch sehr viel zu tun: Mitstreiter aller Berufe sind gesucht. Es gibt allerdings nichts weiter zu verdienen als die Lorbeeren, an diesem für Amberg einmaligen Projekt mit gearbeitet zu haben und ein wirklich einmaliges Werk zum Leben erweckt zu haben.

Engagement

Alte Schwellen sind ein Schatz

Der Verein Amberger Kaolinbahn hat wichtige Stücke bekommen, um Gleise verlegen zu können. Viele haben mitgeholfen.

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