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Verkehr

Im Stadtgebiet fahren alle Amberger günstig

Seit 1. Februar gibt es das neue 365-Euro-Ticket für den Bus. Anders als anderswo gilt es auch für Erwachsene.
von Christl Metzner

Oberbürgermeister Michael Cerny stellt das neue 365-Euro-Ticket für Amberg vor. Peter Bruckner (Mitte) und Stefan Bruckner (r.) von der Firma Reichert unterzeichnen die Verträge.  Foto: mcm
Oberbürgermeister Michael Cerny stellt das neue 365-Euro-Ticket für Amberg vor. Peter Bruckner (Mitte) und Stefan Bruckner (r.) von der Firma Reichert unterzeichnen die Verträge. Foto: mcm

(amc) Amberg.Jeder Tag kostet einen Euro – dieses Projekt ist bayernweit derzeit in vielen Städten ein Thema und alle Schüler und Auszubildenden sollen profitieren. Oberbürgermeister Michael Cerny stellte am Dienstag die Variante für Amberg vor. Hier sollen nicht nur die Jugendlichen, sondern alle Amberger Bürger – also auch die Erwachsenen – von der Zeitkartenvariante profitieren.

„Eine erfolgreiche Region muss sich unbedingt mit dem Thema beschäftigten und da ist der ÖPNV unbestritten der wichtigste Hebel, um die Verkehrswende umzusetzen. Das 365-Euro-Ticket ist der Schlüssel dazu“, sagt Cerny. Prinzipiell gehe es darum, zusätzliche Anreize für die Bürger zu schaffen, verstärkt den Bus zu nehmen. Aus Sicht der Stadt sei es für die jüngeren Leute ein Zwischenschritt, denn die Zielsetzung im Zweckverband sei, das Ticket im Großraum Nürnberg gemeinsam mit dem Verkehrsverbund (VGN) umzusetzen.

Das aktuelle Ticket für Amberg – und das sei neu für ganz Bayern – gilt nicht nur für Schüler und Auszubildende, sondern für alle Jugendliche und auch für Erwachsene, also für jeden Amberger Bürger. Es gilt für den inneren Kern des Stadtgebiets für die eine TON-Wabe 299. In Stadtteilen, die außerhalb dieser Wabe sind, ist es nicht gültig. Man hofft, künftig im VPN-Tarif organisieren zu können, dass die Stadt Amberg insgesamt eine Tarifeinheit wird. Aus Sicht des Bürgers sei es eine komplizierte Angelegenheit, sich in den momentan verschiedenen Tarifzonen auszukennen, so Cerny.

Wenn man beim Einsteigen in den Bus erst überlegen muss, ob man das richtige Ticket hat, dann ist man möglicherweise doch schneller umgestimmt und steigt lieber ins eigene Auto. Es sei allerdings, neben dem politischen Willen, auch ein komplexes Vertragswerk im Hintergrund. Man hoffe, dass das Projekt zum 1. Januar 2021 verwirklicht werden könne.

Was die Finanzierung anbelangt, so ist bereits ein Beschluss gefasst worden und auch im Haushalt seien die Mittel in Höhe von 30 000 Euro eingestellt. Peter Bruckner, Busunternehmer und Busflottenbetreiber meint dazu: „Es ist notwendig, dass der ÖPNV den Stellenwert bekommt, den er in der Öffentlichkeit braucht, wir haben uns entsprechend über die Initiativen gefreut.“ Die Firma Reichert, die hier für die Busunternehmer tätig ist, hofft, dass das Projekt von der Bevölkerung entsprechend gut angenommen wird.

Der neue Tarif

  • Informationen:

    Weitere Details gibt es unter www.vas-bus.de unter dem Punkt „Tarif/Tickets“. Dort kann auch der Antrag heruntergeladen werden.

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