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Energie

In Ensdorf kann Strom gezapft werden

Die Gemeinderäte stimmten einem Vertrag mit dem Dienstleistungsunternehmen InAS zu. Eine erste Säule steht.
Von Lothar Trager

Für den Betrieb der E-Ladesäulen in der Gemeinde – hier die neue Ladesäule an der Kinderkrippe – schloss die Gemeinde einen Vertrag mit der InAS ab Foto: Lothar Trager
Für den Betrieb der E-Ladesäulen in der Gemeinde – hier die neue Ladesäule an der Kinderkrippe – schloss die Gemeinde einen Vertrag mit der InAS ab Foto: Lothar Trager

Ensdorf.Jugendpflegerin Helena Schubert legte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Ensdorf einen Bericht ihrer neunmonatigen Tätigkeit vor. Zunächst einmal eruierte sie in Treffen mit den in der Jugendarbeit aktiven Akteuren den Ist-Stand. Erste Maßnahmen waren Info-Veranstaltungen zum Datenschutz und zu Jugendfördermitteln. Ein Hauptpunkt ihrer bisherigen Arbeit war das Ferienprogramm, das zusammen mit der Marktgemeinde Rieden durchgeführt wurde. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Amberg wurde in Sachen Prävention ein Konzept für einen Aktionstag für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren entwickelt, das zusammen mit anderen Themen wie Medieneinsatz in nächster Zeit verwirklicht werden soll.

Gemeinsame Lösung suchen

Eine längere Diskussion löste der Grundsatzbeschluss über die weitere Kooperation mit dem Tierschutzverein Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach aus. Nachdem sich der Erweiterungsbau des Tierheims von einer Million auf 2,3 Millionen Euro verteuern soll und somit weitaus höhere Kosten auf die Gemeinden zukommen würden, wollen mehrere Gemeinden die Kosten des Tierheimbaus nicht mittragen und aus der Fundtierunterbringung beim Tierschutzverein Amberg ausscheiden. Einige Gemeinderäte brachten eine Umorientierung nach Schwandorf ins Spiel, letztendlich aber stimmten alle grundsätzlich einer gemeinsamen Lösung der teilnehmenden Gemeinden und Städte und dem Tierschutzverein Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach zu.

Auch der Antrag des Elternbeirats des Katholischen Kindergartens St. Jakob auf Übernahme der Kosten von 6600 Euro für die Anschaffung einer neuen Garderobe in den Räumen des Kindergartens wurde lange diskutiert, da der Träger hierfür die Kirchenstiftung ist. Mit zehn zu drei Stimmen wurde dem Antrag dennoch zugestimmt. Vergeben wurde der Auftrag für die Erstellung eines Salzsilos mit 175 Kubikmetern Fassungsvermögen in der Nähe Espangraben in Wolfsbach, das, sobald die baurechtliche Genehmigung vorliegt, errichtet werden soll. Zum Zug kam die mit 64940 Euro günstigste Firma Südwestdeutsche Salzwerk AG in Heilbronn.

Gruppen werden reduziert

Bisher betrieb die Katholische Pfarrkirchenstiftung St. Jakob einen dreigruppigen Kindergarten. Nach der Fertigstellung der Kinderkrippe werden die drei Gruppen auf zwei reduziert, hinzu kommen zwei Gruppen in der Kindergruppe. Diese Veränderungen segnete das Gremium im 1. Nachtrag zur bestehenden Bau- und Betriebsträgerschaft zwischen der Katholischen Pfarrkirchenstiftung St. Jakob und der Gemeinde Ensdorf ab.

Auch dem Dienstleistungsvertrag zwischen der Gemeinde und der Firma InAS-Infrastruktur Amberg-Sulzbach GmbH zum gemeinsamen Ausbau der E-Mobilität stimmten die Räte zu. Der Leistungsumfang der InAS umfasst die Beratung der Gemeinde beim Kauf der Ladesäule, die Erstinbetriebnahme sowie die Betriebsführung der Ladesäule inklusive der Abrechnung über einen Backend-Betreiber mit den Endkunden. Die Kosten für die Ersteinrichtung betragen 5900 Euro je Ladesäule, das Dienstleistungsentgelt für die technische und kaufmännische Betriebsführung 1140 Euro für jede der drei Ladesäulen. Der Stromverlauf wird über die InAS abgerechnet. Vereinbart ist ein Verkaufspreis von brutto 0,35 Euro pro Kilowatt Strom. Der Gemeinde werden ihre Stromkosten von etwa 0,28 Euro/kwh erstattet.

Die Bauvoranfragen von Karin und Rolf Peuker wurden befürwortet. Geplant sind die Errichtung eines Wohnhauses und die Erneuerung der Garagen sowie die Nutzungsänderung für das bestehende Gebäude auf Gaststätte mit Pension, Anbau für Toiletten und im Außenbereich die Nutzung für eine Freiflächenschankgenehmigung.

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