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Jessica aus Vilseck fordert die DSDS-Jury

Jessica Provence von der Army Highschool in Vilseck hat nicht vor, am Samstag bei „Deutschland sucht den Superstar“ nur die zweite Geige zu spielen.
Von Jeff Fichtner

  • Mit „If I Ain’t Got You“ von Alicia Keys will Jessica Provence aus Vilseck die Jury bei „Deutschland sucht den Superstar“ am Samstag von sich überzeugen. Foto: RTL/Gregorowius
  • Nazan Eckes moderiert die aktuelle 11. Staffel der höchst erfolgreichen Showreihe „Deutschland sucht den Superstar“ bei RTL. Foto: RTL/Gregorowius

Vilseck.Sie ist eine echte Powerfrau, sie weiß, was sie kann, sie weiß, was sie will: Jessica Provence (17) – der Familienname wird englisch ausgesprochen, also nicht wie „die Provence“ – hat nicht vor, am Samstag, 1. Februar, ab 20.15 Uhr bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS, RTL) nur so etwas wie die zweite Geige zu spielen. Wobei ihr einziges „Instrument“ die Stimme ist. Auf die baut sie voll für dieses Casting vor einem Millionenpublikum, ebenso die vielen Fans – die hat sie keineswegs nur an ihrer US Highschool in Vilseck (Landkreis Amberg-Sulzbach).

Seit ihrem vierten Lebensjahr singt die junge Deutsch-Amerikanerin. In all dieser Zeit hat sie herausgefunden, was sie wirklich möchte: „Ich bin eine Rampensau und muss einfach auf der Bühne stehen“, sagt Jessica Provence vor dem Auftritt bei DSDS. Der soll sie am Samstag auf jeden Fall eine Runde weiter bringen. Wer Jessicas Bild vor sich sieht, der sieht da eine junge Frau, die sich mit einem Achtungsergebnis sicher nicht zufrieden geben will.

Musikalität und Geschmack

Schöne Worte mögen ja auch ganz nett sein, zumal, wenn sie von der neu zusammengesetzten DSDS-Jury kommen. Aber es zählt der Recall, das Weiterkommen; alles andere ist einfach zu wenig. Da könnte es sich ja lohnen, eine wirklich große Aufgabe zu haben – und die hat Jessica Provence in jedem Fall. Denn: Bei der Songauswahl wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Wer sich an einem herausragenden Song von Alicia Keys „nur mal versuchen“ möchte, hat wohl schon verloren. Mit „If I Ain’t Got You“ will Jessica Provence die Jury von sich überzeugen – und dazu gehört eben viel, viel mehr als ein gut gemeinter Versuch. Diese so gefühlvolle und trotzdem vor körperlicher Kraft dann nur noch so strotzende Soul-Ballade verlangt viel: profunde Musikalität, eine saubere Intonation, aber etwas Mut zum Risiko, abwechslungsreiche Phrasierung, einen enormen Dynamikumfang, vom stets noch präsenten „Hauchen“ bis hin zum ekstatischen Ausbruch des Gefühls.

Sie liebt Alicias Stimme

Jessica vertraut sich selbst, und sie lebt diesen Song. Weil sie zudem noch mit einer absolut hinreißenden Bühnenperformance aufwarten möchte, dürfen ihre Fans gespannt sein, was die Jury sagt und was das Voting bringt. Und dann wird klar sein, dass sie die „Rampensau“ ist, die sie sein will, wobei der Begriff bei Musikern ja nur positiv verstanden wird: Ist jemand so eine „Rampensau“, ist diese/r Jemand einfach perfekt für die Bühne. Wie Jessica.

Für www.mittelbayerische.de hatte Jessica Provence – nur wenige Stunden vor ihrem bislang größten und vielleicht auch wichtigsten Auftritt – viel Zeit, um ein wenig mehr von sich selbst zu erzählen. Die junge Vilseckerin nahm da kein Blatt vor den Mund. Mit ihrer fröhlichen, kräftigen Stimme ließ sie mehr als nur erahnen, welche Kraft und Ausdrucksstärke sie dann beim DSDS-Casting in ihren Auftritt legen kann und wird.

„Ja, das stimmt schon, mit vier Jahren habe ich ja echt das erste Mal quasi vor einem Publikum gesungen. Unterm Weihnachtsbaum, es war , I wish you a merry christmas‘“, und da lachte die 17-Jährige wieder so richtig herzlich, herzerfrischend. Wie sie auf Alicia Keys und deren Song „If I Ain’t Got You“ gekommen ist? „Ich mag die Alicia Keys einfach sehr gern, sie ist stark, sie hat eine so tolle Stimme! Es ist der ganze Song, der stimmt einfach. Und, was mich begeistert, ist, wie sie beim Singen die Worte formt, dass sie einen so ganz besonderen Ausdruck bekommen.“ Gut möglich, dass sich Jessica Provence da etwas leichter tut als einige ihrer Konkurrent/innen bei DSDS, denn: Sie ist ja, wie sie erzählt, in einer richtig zweisprachigen Familie aufgewachsen: „Da wird Deutsch gesprochen, dann wieder Amerikanisch, und manchmal auch durcheinander.“

Jessicas Onkel sang wie Elvis

Klar, als „Native Speaker“, als perfekt englisch sprechende und singende Bewerberin, da tut sie sich halt doch in manchem leichter, wenn es um englisch gesungene Musik geht. Aber, das genügt ihr keinesfalls, denn sie weiß, dass einfach alle „Rivalen“ ihre Stärken haben und haben werden. Da wird es sicherlich nicht allein auf eine möglichst perfekte Aussprache ankommen – das „Gesamtpaket“ muss eben stimmen, es muss überzeugen. So vertraut Jessica Provence sich selbst, ihrer ganzen Persönlichkeit, die sie am Samstag in die Waagschale werfen wird.

„If I Ain’t Got You“ war der erste Song, den Jessica Provence von Alicia Keys hörte – mit einem absolut nachhaltigen Eindruck. Und das wiederum ist absolut bemerkenswert, denn die weltbekannte Pop- und Soul-Sängerin hat diesen Song bereits 2004 veröffentlicht. Da war Jessica Provence also gerade mal acht Jahre alt. Doch sie war eben kein Kind, das nur so nebenbei mit toller Musik in Berührung kam.

„Ich stamme schon aus einer musikalischen Familie, da gibt es Bezüge zu dem, was ich jetzt mache“, sagt Jessica. Der Papa spielt Trompete, „mein Onkel konnte singen wie Elvis Presley, meine Urgroßmutter hat auch Musik gemacht“, erzählt die 17-Jährige aus dem bekannten „Nähkästchen“. Und Papa Provence besorgt Jessica auch immer wieder Auftritte, seit jenem Weihnachten – vor ungefähr 13 Jahren.

Sie ist zuhause, wo sie lebt

„Mit elf Jahren bin ich zum ersten Mal so richtig auf einer Bühne gestanden, es war in einem Park in den USA, und da ging es auch um einen Wettbewerb“, erinnert sich Jessica gern. „Und mit zwölf Jahren habe ich, alleine unter sonst lauter Erwachsenen, hier vor den Soldaten gesungen, das war auch ein starker Erfolg.“ Hin- und hergerissen zwischen Deutschland und den USA fühlt sich Jessica Provence übrigens keineswegs: „Es gibt so viel Schönes in den Staaten, und es gibt so viel Schönes in Deutschland“, stellt sie fest.

Für eineinhalb Jahre am Stück hat Jessica Provence mal nur in den Vereinigten Staaten gelebt, als sie 14, 15 war. „Das war in Colorado“, schwärmt sie ein wenig, ohne aber in so etwas wie Heimweh zu geraten. Das scheint ihr fremd: Sie ist da zuhause, wo sie gerade lebt, und sie macht hier das, was ihr Spaß macht. So wie dieser Auftritt bei „Deutschland sucht den Superstar“ am Samstag. Da wird sie alles in einen Song hineinlegen, den sie so liebt, und dann hoffen, dass alle sie lieben. Die Zeichen dafür stehen günstig.

Neuerungen bei DSDS

Ein paar der wesentlichen Neuerungen, von denen sich RTL viel verspricht: Die Kandidaten können sich präsentieren, wie sie wollen. Nicht nur beim Casting, auch in Live-Challenge-Shows, in denen sie jede Woche neue musikalische Aufgaben lösen müssen und ihren Auftritt auch selbst gestalten. Stärker als bisher wird gezeigt, wie sich die Kandidaten auf ihrem Weg bei DSDS in die Auswahl ihrer Songs, in deren Interpretation, in die Wahl ihrer Outfits und in die Choreographie einbringen. Es geht auch ums Durchsetzen gegenüber Konkurrenten, Coaches, Choreographen und Stylisten. (Quelle: RTL)

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