MyMz
Anzeige

Plan

Jetzt über die Chancen für den Ort diskutieren

Das städtebauliche Entwicklungskonzept liegt auf 86 Seiten druckfrisch vor. Was daraus abzuleiten ist, wird die Debatte darüber zeigen.
Von Klaus Högl

Markus Rösch (v.li.), Tanja Korzer und Bürgermeister Strehl mit dem Gutachten Foto: Klaus Högl
Markus Rösch (v.li.), Tanja Korzer und Bürgermeister Strehl mit dem Gutachten Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.„Das Werk ist abgeschlossen, die Diskussion darüber noch nicht“, befand Bürgermeister Roland Strehl. Gemeint ist das 86-seitige integrierte städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) der Gemeinde Kümmersbruck für die kommenden Jahrzehnte.

Erstellt wurde es von „UMS Stadtwerke Leipzig“, zusammen mit Stadt und Handel (Leipzig) W. Röth GmbH. Landschaftsarchitekten/Stadplaner (Amberg) und Architekturbüro Rösch (Gebenbach). Jetzt wurde es in dreifacher Ausfertigung von Tanja Korzer und Markus Rösch an den Bürgermeister und den Gemeinderat sowie Alexander Greiner vom Kümmersbrucker Bauamt übergeben. Ein gutes Jahr wurde daran gearbeitet an diesem 86 Seiten starken Gutachten, das war nicht grundlos erstellt worden, sondern zwingend erforderlich, um entsprechende staatliche Förderungen für Baumaßnahmen zu erhalten. Ausführlich vorgestellt wurde es der Öffentlichkeit bei einer Bürgerversammlung in der Mehrzweckhalle am Mittwoch. Kümmersbruck bestimmt durch das Gutachten seine aktuelle Position, stellt die hieraus abgeleiteten Ziele für die Geschäftsentwicklung heraus und entwickelt neue, wirtschaftlich tragfähige Produkt- und Geschäftsideen zum Erreichen der Ziele bis 2030: Visionen, Vorstellungen, Absichten, Möglichkeiten.

Was die Gemeindeentwicklung Kümmersbruck betrifft: Gemeinwohlunternehmen mit zahlreichen Geschäftsbereichen wie Bildung, Wohnen Verkehr ist vorhanden. Die Gemeinde steht auch im regionalen Standortwettbewerb. Damit sich Menschen und Unternehmen ansiedeln und bleiben, müssen bei den heutigen Mobilitätsmöglichkeiten attraktive Angebote gemacht werden, Nicht nur das Job und Wohnungsangebot spielt dabei eine Rolle, sondern auch die Freizeit, Einkaufs und Betreuungsmöglichkeiten.

Bieten diese Geschäftsbereiche die Angebote, die in Kümmersbruck nachgefragt sind, kommen und bleiben die Leute, gründen Familien und sorgen für eine stabile demografische Entwicklung. Denn Versorgungsengpässe führen bekanntlich zur Abwanderung und einer Abwärtsspirale. Verkehr, Entwicklung, Stärken und Schwächen wurden gut ein Jahr lang beleuchtet, mit interessierten Bürgern und Mandatsträgern wurden gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet. Am Anfang stand eine nüchterne Bestandsaufnahme: Wo haben wir Möglichkeiten, wo nicht? Wo liegen die Chancen, die nicht genutzt wurden bisher? Wo zeichnen sich Risiken ab, die unbedingt im Auge behalten werden müssen, mit welcher Konkurrenz hat es Kümmersbruck zu tun? Über weitere Schritte wurden konkrete Ziele und Handlungsfelder bestimmt und in Bezug auf verschiedene Schwerpunkträume (Dorfplatz/Rathausumfeld, Vilstalstraße) mögliche Maßnahmen diskutiert. Die Diskussionen stehen am Anfang.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht