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Kommunalwahl

Josef Gilch kandidiert nicht mehr

Der Ebermannsdorfer Bürgermeister nennt gesundheitliche Gründe.

Für viele eine Überraschung: Der Ebermannsdorfer Bürgermeister Josef Gilch hört auf. Foto: abp
Für viele eine Überraschung: Der Ebermannsdorfer Bürgermeister Josef Gilch hört auf. Foto: abp

Ebermannsdorf.Der amtierende Bürgermeister Josef Gilch (CSU) wird bei der Wahl am 15. März nicht mehr kandidieren. Für viele ist das eine Überraschung, mit der so niemand gerechnet hätte. Am Montag informierte der Rathauschef seine Mitarbeiter.

„Mein Verzicht auf eine weitere Kandidatur ist meine eigene persönliche Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist“, sagte Gilch gegenüber den Gemeindebediensteten. Sie habe auch nichts mit anderen Personen zu tun, betonte Gilch. „Ich mache die Arbeit als Bürgermeister sehr gerne und habe dem alles untergeordnet. Mein Gesundheitszustand lässt mir aber jetzt keine andere Wahl mehr.“ Bereits im Frühjahr habe er seine Kandidatur vom Ergebnis eines größeren Gesundheitschecks abhängig gemacht. Die tatsächliche Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren, habe er im Sommer auf anraten seiner Ärzte getroffen. Auch der frühe Tod seines Bruders habe ihm in dieser Phase zu denken gegeben. Mit dem CSU-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat und der engeren Vorstand der CSU Ebermannsdorf habe er sich im Vorfeld eng abgestimmt. „Wir wollten den Wahlkampf in der Gemeinde nicht schon im Juni eröffnen“, so Gilch. Daher habe man sich entschieden, erst jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen.

Bei der Betriebsversammlung im Rathaus fiel ihm die Botschaft sichtlich schwer. Er dankte seinen Mitarbeitern für die sehr gute Zusammenarbeit. „Es war mir stets eine Ehre Verantwortung für die gemeindliche Entwicklung übernehmen zu dürfen“, so Gilch. Gleichzeitig will der heute 60-Jährige aber nicht zum „ältesten Bürgermeister im Landkreis“ werden: „Jetzt sollen Jüngere den Schwung, den unsere Gemeinde aufgenommen hat, weiterführen.“

Eines will der Rathauschef für die nächsten Monate gleich sicherstellen: „Ich werde mich nicht zurücklehnen. Bis zum letzten Arbeitstag am 30. April will ich die begonnenen Projekte wie bisher, also mit vollem Einsatz, weiter vorantreiben.“

Nach der Amtsübergabe am 1. Mai 2020 will Josef Gilch in seinen alten Beruf als Bauingenieur zurückkehren. Entsprechende Gespräche habe er bereits geführt. „Und ich freue mich auf freie Abende, freie Wochenenden mit viel Zeit für meine Familie, insbesondere für meine über 90-jährige pflegebedürftige Mutter“, so Gilch abschließend.

CSU-Ortschef Erich Meidinger bedauert den Schritt des Bürgermeisters, steht aber voll hinter der Entscheidung, da die Gesundheit im Mittelpunkt stehe. „Für uns als Ortsverband ist es jetzt die Aufgabe einen Nachfolger zu präsentieren“, so Meidinger. Die Kandidatenkür für den Nachfolger von Josef Gilch ist für Montag den 2. Dezember geplant.

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