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Denkmal

Kämpfen um Geld für Hochofen-Plaza

Die MdB Pronold und Grötsch wollen sich für den Erhalt der Sulzbach-Rosenberger Maxhütte als Industriedenkmal einsetzen.

Der Hochofen der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg soll als Industriedenkmal erhalten werden. Foto: Reichert
Der Hochofen der Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg soll als Industriedenkmal erhalten werden. Foto: Reichert

Sulzbach-Rosenberg.Die Zukunft des Hochofens in Sulzbach-Rosenberg stand im Fokus, als sich namhafte SPD-Politiker zur Ortsbesichtigung auf dem Gelände der ehemaligen Maxhütte in Sulzbach-Rosenberg trafen, der sogenannten „Hochofen Plaza“. Im Vordergrund stand der Wunsch, den letzten bayerischen Hochofen zu erhalten und als Industriedenkmal mit in die schon existierende „Bayerische Eisenstraße“ zu integrieren.

Sepp Lösch und seine Mitstreiter haben bereits mehr als 2000 Unterschriften für den Erhalt der Maxhütte gesammelt. Nochmals waren nun mehr als 700 Unterschriften dazugekommen, die MdB Uli Grötsch bei seinem Besuch übergeben wurden. Der Sulzbach-Rosenberger Stadtrat mit Bürgermeister Michael Göth an der Spitze hat sich mit einem einstimmigen Beschluss ebenfalls für den Erhalt des Hochofens als Industriedenkmal ausgesprochen.

Gesamtkonzept ist erforderlich

Michael Kett, die Bundestagsabgeordneten Florian Pronold und Uli Grötsch, Bezirksrat Richard Gaßner, Joachim Bender und 1. Bürgermeister Michael Göth (von links) diskutierten die Situation der Hochofen-Plaza. Foto: arr
Michael Kett, die Bundestagsabgeordneten Florian Pronold und Uli Grötsch, Bezirksrat Richard Gaßner, Joachim Bender und 1. Bürgermeister Michael Göth (von links) diskutierten die Situation der Hochofen-Plaza. Foto: arr

Um dem Ganzen nun etwas Leben einzuhauchen, hat man sich Hilfe aus der Politik geholt. Die SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch und Florian Pronold zeigten sich sehr angetan von der imposanten Kulisse dieses Stahlkolosses, in dem bis vor gar nicht allzulanger Zeit – das Aus kam 2002 – aus Eisenerz und Kohle Stahl gekocht hat. Begleitet wurden sie von Bürgermeister Göth, Bezirksrat Richard Gaßner und Joachim Bender, die Eigentümer vertrat Michael Kett.

Die Politiker waren einhellig der Meinung, dass die Industrie ebenso zu Bayern gehöre wie die Schlösser, die Donau und die Habsburger. Daher müssten auch Industriedenkmale für die Nachwelt erhalten werden. Zuerst ist es aber erforderlich, ein tragfähiges Gesamtkonzept für die wie auf einer Perlenschnur aufgereihten Industriedenkmäler zu entwerfen und mit Leben zu erfüllen. Mit einbeziehen kann man die Orte Auerbach (Maximiliansschacht), Sulzbach-Rosenberg (Hochofen Maximilianshütte, Amberg (Luitpoldhütte), Theuern (Hammerwerk), Schwandorfer Becken (Kohlegruben) und nicht zuletzt die Vils und Naab als „Eisenstraße“ schlechthin.

Problem

  • Gutachten nötig

    Es gibt auch Schattenseiten: Michael Kett, Vertreter der Eigentümer, sagte, dass bis auf die nahe Zukunft alle geplanten Veranstaltungen auf der Hochofen-Plaza abgesagt werden mussten. Der Grund ist ein vorgeschriebenes „Standfestigkeits-Gutachten“ für den Stahlkoloss, das in regelmäßigen Abständen, wie der TÜV beim Auto, erneuert werden muss.

  • Unternehmen gesucht

    Das Ingenieurbüro, das dieses Gutachten bislang erstellt hatte, hat kurzfristig wegen Terminproblemen absagen müssen und die Suche nach einem anderen Ingenieurbüro gestaltete sich als nicht einfach. Aber nun steht laut Kett die Prüfung in nächster Zeit an und dann kann auch die Plaza für Veranstaltungen bald wieder frei gegeben werden. (arr)

Gespräch mit Minister Herrmann

Grötsch und Pronold haben zugesagt, sich intensiv für eine Förderung einzusetzen und entsprechende Fördertöpfe anzapfen zu wollen. Pronold kündigte an, dass er mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann Kontakt aufnehmen werde. Er zeigte sich zuversichtlich, dass man zu einem einvernehmlichen Konsens kommen werde, zumal die Zusammenarbeit zwischen Freistaat und Bund gerade in Bezug auf die Förderung musealer Projekte als sehr positiv beurteilt werden kann. (arr)

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