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Projekt

Kastler Marktkirche wird renoviert

Die Mittel für die Arbeiten wurden bereits von der Diözese freigegeben. Auch für das Umfeld ist einiges geplant.

Die dem heiligen Christophorus geweihte Kirche in Kastl soll saniert werden. Foto: Andreas Kneißl
Die dem heiligen Christophorus geweihte Kirche in Kastl soll saniert werden. Foto: Andreas Kneißl

Kastl.Im Jahr 1519 wurde die Marktkirche dem heiligen Christophorus geweiht. „Das Gotteshaus sollte näher bei den Gläubigen des Marktes sein als St. Peter auf dem Klosterberg, St. Johannes im Spital und die offizielle Pfarrkirche in Pfaffenhofen“, schreibt der Historiker Hans Heigl. Aus Anlass des 500. Jahrestages der Kirchenweihe wird von der Kirchenstiftung Kastl eine Renovierung der Marktkirche angestrebt. Von der Diözese Eichstätt wurden nun die Finanzmittel für die Voruntersuchungen zur Renovierung freigegeben. Die Marktkirche besitzt einen rechteckigen Grundriss, er beträgt 16 mal zehn Meter und weist im Osten einen Altarraum mit dreiseitigem Schluss auf. Der Dachstuhl stammt in weiten Teilen noch aus der Erbauungszeit, die in der Gotik lag. Der Holzeinschlag für die Balken des Dachstuhls konnte durch frühere Untersuchungen des Holzes auf den Winter von 1500 auf 1501 datiert werden.

Die Baufachleute haben sich vor Ort ein Bild gemacht. Foto: Andreas Kneißl
Die Baufachleute haben sich vor Ort ein Bild gemacht. Foto: Andreas Kneißl

Ende des 19. Jahrhunderts erfolgten starke Veränderungen an der Kirche. Im Westen wurde eine Empore eingebaut und an die Südseite des Chores eine Sakristei mit Orgelempore angefügt. Außerdem wurden die Fenster vergrößert und die Deckengemälde angebracht. Der vom damaligen Pfarrer anstelle des kleinen Dachreiters gewünschte Kirchturm wurde seinerzeit von den Denkmal- und Diözesanbehörden abgelehnt.

Gut zu wissen

  • Das Kirchlein

    An der Hauptstraße von Kastl erhebt sich die kleine Marktkirche mit ihrem Fachwerk-Dachreiter. Sie wurde im Jahr 1519 erbaut und besitzt im Inneren drei Altäre, die unter anderem mit schönen Figuren aus dem 17. Jahrhundert versehen sind.

  • Das Geläut

    Die Kirche hat das dreistimmiges TeDeum-Geläute: e‘‘-g‘‘-a‘‘. Die Glocken stammen von 1959 aus der Gießerei F. W. Schilling und wiegen 168, 95 und 71 kg.

Kürzlich fand ein Ortstermin zur Sanierung zusammen mit Frau Skupin und Herrn Roskamp vom Denkmalschutz, dem Architekten Johann Ernst und dem Statiker Martin Hollweck statt. Die Kirchenverwaltung war durch P. Ryszard Kubiszyn und Andreas Kneißl vertreten. Die geplanten Maßnahmen umfassen die Innenrenovierung, die Erneuerung des Außenanstriches und die komplette Neugestaltung des Kirchenumfeldes mit barrierefreiem Zugang zum benachbarten Jugendheim. Mit den Vertretern des Denkmalschutzes wurden die geplanten Maßnahmen engagiert und konstruktiv diskutiert, so dass die Kirchenverwaltung sehr zuversichtlich ist, dass die Maßnahmen zum Christophorus-Patrozinium 2019 abgeschlossen sein werden.

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