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Naturschutz

„Kellerhäusl“ wird Heim für Fledermäuse

Am IJGD Workcamp in Ursensollen nehmen 14 Jugendliche aus vielen Ländern teil. Der Schutt wird abgetragen.
Von Andreas Brückmann

Das ijgd Workcamp in Ursensollen hat begonnen. Unter anderem wird am Anfang im Eingangsbereich die Steinbruchmauer aufgebaut. Foto: Brückmann
Das ijgd Workcamp in Ursensollen hat begonnen. Unter anderem wird am Anfang im Eingangsbereich die Steinbruchmauer aufgebaut. Foto: Brückmann

Ursensollen.14 Jugendliche und zwei Betreuer aus aller Welt schwitzen in Ursensollen. Als Teilnehmer des Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (IJLD) Bundesverein e.V. Workcamps in der Gemeinde arbeiten sie derzeit an einem ganz besonderen Naturschutzprojekt. Ziel der Arbeit ist es, den alten Bräukeller, das sogenannte „Kellerhäusl“ am westlichen Ortsrand von Ursensollen, als Lebensraum für Fledermäuse wiederaufzubauen. Dafür werden die Jugendlichen im Alter zwischen 16 bis 26 Jahren von einer Fachfirma betreut, mit der sie gemeinsam nun die ersten Arbeiten erledigen.

Zum einen ist dies der Aufbau der Steinmauer im Eingangsbereich. Gerade bei den derzeitigen Temperaturen wirklich eine schweißtreibende Arbeit. Um einiges kühl angenehmer, aber auch nicht weniger anstrengend sind die Arbeiten im Kellerhäusl. „Wir müssen zunächst noch den ganzen Schutt, der sich über die Jahre angesammelt hat, abtragen und rausbringen“, erläutert Nina Forster, die von Seiten der Gemeinde die Projektverantwortung hat.

Die IJGD

  • Ziele:

    Zu den Zielen gehören auch die Förderung des Verständnisses und der Abbau von Vorurteilen zwischen Angehörigen verschiedener Nationen, sozialer Schichten, Religionen und Weltanschauungen.

  • Neuauflage:

    Das derzeitige IJGD Workcamp ist das zweite in der Gemeinde Ursensollen. 2015 wurde durch ein IJGD Workcamp der Artenschutzturm am Dorfrand von Hohenkemnath aufgebaut.

Bis zum 18. August machen die Jugendlichen, die aus Mexiko, Armenien, Spanien und anderen Teilen der Welt nach Ursensollen gekommen sind, freiwillig an dem Naturschutzprojekt mit. Bekommen dafür aber auch noch einiges geboten. „Wir werden mit ihnen noch nach Regensburg fahren, Amberg auf der Plätte erkunden und der Kirwa in Hohenkemnath selbstverständlich auch einen Besuch abstatten“ freut sich Forster, den Jugendlichen die Oberpfalz näher bringen zu können.

Für den 24. August ist dann durch die Gemeinde ein Präsentationstermin vorgesehen. Bis dahin werden durch die Jugendlichen neben den schweißtreibenden Aufbauarbeiten noch Pflegemaßnahmen und Pflanzarbeiten an der Außenanlage des neuen Fledermauskellers durchgeführt.

Die ijgd bestehen aus einem Bundesverein, an den 13 Landesvereine angeschlossen sind. Sie sind alle als gemeinnützige Vereine anerkannt. Die ijgd sind kirchlich und parteipolitisch unabhängig. Seit mehr als 60 Jahren organisieren die ijgd Freiwilligendienste im In- und Ausland. Durch die Angebote haben junge Menschen die Möglichkeit, sich gesellschaftliche Verhältnisse bewusst zu machen. Sie werden dazu angeregt, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen oder sich für (benachteiligte) gesellschaftliche Gruppen einzusetzen.

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