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Aktion

Kinder sammelten den Müll in unserer Natur

Beim Offenen Treff waren die fleißigen Sammler aktiv. Was sie gefunden haben, brachte auch erfahrene Teilnehmer zum Staunen.
Von Hubert Söllner

Die eifrigen Müllsammlerinnen Miriam, Seline und Emilie (vorne von links) mir Marianne Beer und den Leiterinnen des Offenen Treffs Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig (hinten von links).  Foto: Hubert Söllner
Die eifrigen Müllsammlerinnen Miriam, Seline und Emilie (vorne von links) mir Marianne Beer und den Leiterinnen des Offenen Treffs Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig (hinten von links). Foto: Hubert Söllner

Ensdorf.„Rama dama – helft mit, unsere Schöpfung zu bewahren!“: Dazu hatte der Offene Treff am vergangenen Samstag eingeladen. Die hochsommerlichen Temperaturen werden schuld daran gewesen sein, dass von den zwölf gemeldeten Kindern nur drei kamen, um rund um das Kloster die Natur vom Müll zu befreien.

Miriam, Seline und Emilie waren voll bei der Sache. Sie erfuhren von den Leiterinnen des Offenen Treffs Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig, dass „Rama dama“ auf hochdeutsch „Räumen tun wir“ bedeutet. 1949 habe Thomas Wimmer, damals Oberbürgermeister von München, mit diesen Worten zum Beseitigen der Kriegsschäden und Schutthalden in der bayerischen Hauptstadt aufgerufen. Nun hörten sie zur Einstimmung noch die Geschichte von Mupf, dem Müllmonster: Er hinterließ mit jedem Schritt, den er tat, eine Menge grauen, stinkenden Müll. Da lagen Konservendosen und Plastiktüten, Bonbonpapier und Süßigkeitenverpackungen. Bald war jede grüne Wiese, über die Mupf stampfte, voll Abfall – und keine Blume blühte mehr. Aber auch alle Tiere, die auf der Wiese wohnten nahmen Reißaus, „denn wo nur Müll liegt, kann ja keiner mehr wohnen“.

Nach dieser Geschichte, in der eine kleine, furchtsame Maus die Idee hatte gemeinsam die Umwelt zu schützen, und zu Müllvermeidung, Mülltrennung und Recycling aufrief, wurden Miriam, Selina und Emilie zu Abfallspürnasen. Sie erfuhren auch, wie lange Müll, den man achtlos in die Natur wirft, weiterlebt. So dauere der Abbau einer Zeitung bis drei Jahre, einer Zigarette oder eines Kaugummis bis fünf Jahre, einer Aludose bis 100, einer Plastikfolie bis 40, eines Feuerzeugs bis 100 und einer Plastikflasche bis 1000 Jahre.

Keine Schwierigkeiten hatten die drei Mädchen bei einem kleinen Quiz. Bei der Frage „Welcher Müll ist überhaupt der Beste?“ hatten alle drei schnell die Hand am Buzzer und brachten ihn zum klingeln mit der Antwort „… der, welcher gar nicht erst entsteht!“. Dann aber ging es an die Arbeit: Mit Miriams Mutter Marianne Beer, ausgerüstet mit Arbeitshandschuhen und Müllsäcken, Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig waren als weitere Helferinnen dabei, ging es ans Rama dama. Und was da alles gefunden und aufgesammelt wurde: Teile einer Kaffeemaschine, eine Automatte und viele kaputte Autoteile, ein Einkaufskorb und viele Plastikartikel vom Einwegfeuerzeug bis zum Lutschersteckerl.

Natürlich standen auch Getränke parat und als Dankeschön bekamen die Mädchen auch Bilder von jungen Müllsammlern zum Ausmalen mit auf den Heimweg.

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