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Glaube

Kirchweih auf dem Eggenberg

Die letzte der Bergkirchweihen im Landkreis steht an. Das Kirchlein bei Ensdorf blickt auf eine lange Geschichte zurück.
Von Hubert Söllner

Die auf dem Eggenberg bei Ensdorf gelegene Wallfahrtskirsche lädt am Sonntag zur Bergkirchweih ein. Foto: Hubert Söllner
Die auf dem Eggenberg bei Ensdorf gelegene Wallfahrtskirsche lädt am Sonntag zur Bergkirchweih ein. Foto: Hubert Söllner

Ensdorf.Am dritten Wochenende im September zieht es wieder viele ehemalige Ensdorfer zurück nach Ensdorf und zur Wallfahrtskirche am Eggenberg. Auch viele Pilger, Wanderer und Radfahrer kommen zum Eggenbergfest, denn es die letzte der beliebten Bergkirchweihen im Landkreis.

Während der anschließenden Eggenbergwoche finden täglich um 18 Uhr Gottesdienste statt. Auf eine über 300-jährige Tradition kann der Eggenberg als Wallfahrtsort zurückblicken. Das am Rande des Hirschwalds idyllisch gelegene Wallfahrtskirchlein, die Vierzehn-Nothelfer-Kapelle, wurde 1699 geweiht. Sie steht beim Eggenbergfest eine ganze Woche über im Mittelpunkt des kirchlichen Lebens der Pfarrei Ensdorf. Verehrt durch die Bevölkerung wurde bereits im 17. Jahrhundert ein an einem Baum angebrachtes Marienbild und Pater Dr. Hans Zitzelsberger berichtete in seiner Chronik von Ensdorf: „Es entstanden dann ein Marterl oder eine ganz kleine Kapelle, vielleicht in Form eines aufgemauerten Marterls, welches das Marienbild enthielt.“

Mit Opfergeldern vom Marterl, Spenden und eigenen Mitteln ließ dann ab 1698 der Eggenbergbauer Johann Forster durch Baumeister Martin Funk das Gotteshaus erbauen. Als Kirchenpatrone wurden auf Anraten des Hofrichters Rümerlein die Vierzehn Nothelfer verehrt. Forster stiftete für die Inneneinrichtung ein Ölbild der Vierzehn Nothelfer, das heute noch erhalten und das Jahr über in der Kirche Hofstetten ist. Im Jahre 1701 wurde der Altar aufgestellt, 1703 in Amberg vom Orgelbauer Johann Conrad Vogl eine Orgel gekauft. Im Jahre 1793 wurde die Eggenbergkirche um den heutigen Altarraum erweitert, 1875 eine erste Restaurierung vorgenommen und 1886 durch Pfarrer Wittmann das Mesnerhaus angebaut. Erneut renoviert wurde der Innenraum der Kirche in den Jahren 1966/67, das Mauerwerk in den darauffolgenden Jahren saniert. Der Turm der Wallfahrtskirche musste 1994 neu verkupfert, im Jahr darauf Dach und Dachstuhl und teilweise der Innenraum saniert werden.

Am kommenden Sonntag und in der Festwoche werden wieder Hunderte aus der ganzen Umgebung vertrauensvoll zu diesem Schmuckstück am Rande des Hirschwalds ziehen und beten. Festprediger beim Festgottesdienst zu Ehren der heiligen 14 Nothelfer um 9.30 Uhr ist Direktor des Ensdorfer Klosters, Pater Ulrich Schrapp SDB. Der Gottesdienst wird vom Kirchenchor unter der Leitung von Gerhard Tschaffon und von der Don-Bosco-Blaskapelle (Leitung Georg Bayerl) musikalisch gestaltet. Im Anschluss an den Gottesdienst spielt die Don-Bosco-Blaskapelle zum Frühschoppen auf.

Auch ein Süßigkeiten- und Spielwarenstand ist vor Ort. Um 13.30 Uhr umrahmt die Blaskapelle Ensdorf die Andacht zu Ehren der 14 Nothelfer und spielt auch danach weiter zur Unterhaltung auf. Während der Eggenbergwoche finden täglich um 18 Uhr Gottesdienste in der Wallfahrtskirche statt. Am Montag gestaltet den Gottesdienst der Katholische Frauenbund, am Dienstag pilgern die Wolfsbacher auf den Eggenberg (Abmarsch um 16.45 Uhr bei der Magdalenen-Kirche Wolfsbach). Am Mittwoch Jugendwallfahrt der DJK-Kinder und -Jugendlichen, Pfadfinder sowie aller Schüler und jungen Leute der Pfarrei. Am Freitag pilgern die Thanheimer auf den Eggenberg, Abmarsch ist um 16.30 Uhr bei der Bartholomäus-Kirche Thanheim. Am Samstag Kinderwallfahrt mit Familien zur Eggenbergkirche und Gottesdienst. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Abzweigung zur Schön. Die Festwoche endet mit dem Abschlussgottesdienst am Samstag um 18 Uhr, anschließend Prozession mit der Übertragung des Allerheiligsten nach Ensdorf in die Pfarrkirche St. Jakobus.

Für die Besucher

  • Imbiss:

    Nach den Gottesdiensten von Montag bis Freitag bietet der Pfarrgemeinderat im Mesnerheim einen kleinen Imbiss an. (azd)

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