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Region Amberg
Dienstag, 25. September 2018 12° 1

Initiative

Kleine Feuerwehrdrachen sind bereit

17 Mädchen und Buben kamen zur Gründung einer Kinderfeuerwehr in Rieden. Sie sollen für die Feuerwehr begeistert werden.
Von Hubert Söllner

Zur Gründung der Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Rieden ließen sich die Kinder mit den Damen des Führungsteams – natürlich vor dem größten Feuerwehrauto – fotografieren. Foto: azd
Zur Gründung der Kinderfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Rieden ließen sich die Kinder mit den Damen des Führungsteams – natürlich vor dem größten Feuerwehrauto – fotografieren. Foto: azd

Rieden.Die Freiwillige Feuerwehr Rieden hatte zur Gründung einer Kinderfeuerwehr eingeladen – und 17 Kinder ab sechs Jahren kamen am vergangenen Samstag ins Feuerwehrgerätehaus. Voll Begeisterung enterten sie die Feuerwehfahrzeuge und sie beschlossen auch, sich „Die kleinen Feuerwehrdrachen“ zu nennen.

Ob nun die Damen des Kinderfeuerwehrteams – Stefanie Igl, Tanja Berschneider, Bianka Hammer und Sandra Wiendl – über ihre Bezeichnung „Die großen Feuerwehrdrachen“ glücklich sind, war nicht zu erfahren. Glücklich war jedenfalls Kommandant Rainer Salbeck, der zuallererst die Kinder begrüßte – „denn schließlich geht es heute um euch“, aber ebenso freute er sich über die anwesenden Eltern und auch Großeltern.

Als Vertreter der Landkreisführung waren Kreisfeuerwehrbeauftragter Harald Schmidt, Kreisbrandinspektor Hubert Blödt und Kreisbrandmeister Jürgen Ehrnsberger sowie von der Marktgemeinde zweiten Bürgermeister Josef Weinfurtner zur Gründung der Riedener Kinderfeuerwehr gekommen.

Vier Damen betreuen die Kinder

Nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen habe die Riedener Wehr den Entschluss gefasst, eine Kinderfeuerwehr zu gründen, erinnerte Salbeck. Bei der Generalversammlung sei man damit an die Öffentlichkeit gegangen, habe auch Gespräche mit den vier Damen geführt, die sich bereiterklärten, die Leitung zu übernehmen. Ihnen dankte der Kommandant Dank, aber auch der Vorstandschaft des Feuerwehrvereins und dem Markt für die Unterstützung.

Die Einrichtung einer Kinderfeuerwehrgruppe sei für Feuerwehren eine interessante Möglichkeit der Brandschutzerziehung und Öffentlichkeitsarbeit, hob Kreisfeuerwehrbeauftragter Harald Schmidt hervor. Und er betonte: „Kinder brauchen eine andere Betreuung als Jugendliche und sie sind körperlich noch nicht in der Lage, mit den regulären feuerwehrtechnischen Gerätschaften umzugehen.“ Außerdem seien die meisten Jugendwarte mit der Betreuung der Jugendgruppe mehr als ausgelastet und sollten keine zusätzlichen Aufgaben übernehmen müssen. In der Kinderfeuerwehr stehe spielerisches Heranführen an das Thema Feuerwehr und das Erlernen allgemeiner Verhaltensregeln für Notfall im Vordergrund – ähnlich wie in der Brandschutzerziehung. Und er betonte: „Aus ihren Reihen werden die Führungskräfte der Zukunft erwachsen.“

Der Süden ist Vorreiter

KBI Hubert Blödt und KBM Jürgen Ehrnsberger sind stolz darauf, dass die ersten Gründungen von Kinderfeuerwehr in ihrem Gebiet, dem südlichen Landkreis, stattfanden und allein sechs der acht Kinderfeuerwehren im Landkreis dort zu finden sind. Foto: azd
KBI Hubert Blödt und KBM Jürgen Ehrnsberger sind stolz darauf, dass die ersten Gründungen von Kinderfeuerwehr in ihrem Gebiet, dem südlichen Landkreis, stattfanden und allein sechs der acht Kinderfeuerwehren im Landkreis dort zu finden sind. Foto: azd

Der südliche Landkreis Amberg-Sulzbach sei Vorreiter in Sachen Kinderfeuerwehren, betonte Kreisbrandinspektor Hubert Blödt. Er freute sich, „dass die Feuerwehr Rieden sich entschlossen hat, eine Kinderfeuerwehr zu gründen.“ Der demografische Wandel zeige in vielen Regionen schon deutliche Auswirkungen. Die nachkommende Generation an Jugendlichen werde also bedeutend kleiner und der „Wettbewerb“ zwischen den verschiedenen Jugendverbänden steige, gab er zu bedenken.

Ziel müsse es sein, so Blödt, den Bestand an Feuerwehrleuten zu halten. Und nicht zuletzt könne die Betreuung einer Kindergruppe eine Tätigkeit sein, die allen Beteiligten viel Spaß macht – nicht zuletzt, weil jüngere Kinder häufig sehr begeisterungsfähig für das Thema „Feuerwehr“ seien.

Spielerisch heranführen

Kommandant Rainer Salbeck hat das Projekt „Kinderfeuerwehr“ in Rieden ins Rollen gebracht und steht natürlich „voll und ganz“ hinter der Initiative. 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner sicherte der Feuerwehr auch die Unterstützung der Marktgemeinde Rieden zu. Foto: azd
Kommandant Rainer Salbeck hat das Projekt „Kinderfeuerwehr“ in Rieden ins Rollen gebracht und steht natürlich „voll und ganz“ hinter der Initiative. 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner sicherte der Feuerwehr auch die Unterstützung der Marktgemeinde Rieden zu. Foto: azd

Kreisbrandmeister Jürgen Ehrnsberger verwies auf das Motto der Kinderfeuerwehren: „Dabei sein gibt alles!“ „Geballt“ seien sie im südlichen Landkreisbereich bei den Wehren Ensdorf, Winbuch, Haselmühl, Hohenkemnath, Ursensollen und nun auch Rieden. Zweiter Bürgermeister Josef Weinfurtner lobte das Engagement, hob hervor, wie wichtig es sei, „dass die Kinder dabei Spaß haben und spielerisch an die soziale Arbeit der Feuerwehren herangeführt werden.“ Dem Kinderfeuerwehrteam versprach er die Unterstützung durch den Markt.

Stefanie Igl zeigte für die Damen des Kinderfeuerwehrteams auf, wie die im Turnus von zwei Wochen immer freitags von 15.30 bis 16.30 Uhr stattfindenden Gruppenstunden „mit viel Spiel und Spaß“ ablaufen würden. Die Kids aber hatten dafür keine Zeit. Sie hatten schon großen Spaß dabei, die Feuerwehrfahrzeuge zu erkunden.

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