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Immobilien

Klimaneutrale Häuser bis 2050

Das Wohnungsunternehmen Amberg will in den nächsten 30 Jahren 50 000 Tonnen CO2 vermeiden. Dazu muss saniert werden.

Das Wohnungsunternehmen Amberg will mit den energetischen Modernisierungsmaßnahmen auch dafür sorgen, dass die Strompreise für die Mieter sozialverträglich bleiben.  Foto: Jan Woitas/dpa
Das Wohnungsunternehmen Amberg will mit den energetischen Modernisierungsmaßnahmen auch dafür sorgen, dass die Strompreise für die Mieter sozialverträglich bleiben. Foto: Jan Woitas/dpa

Amberg.Auf dem Immobiliensektor tut sich was: Das Wohnungsunternehmen Amberg eG ist eines von 24 Gründungsunternehmen der bundesweiten „Initiative Wohnen 2050“, gab die Genossenschaft nun in einer Pressemitteilung bekannt. Dahinter verbirgt sich ein Zusammenschluss engagierter Wohnungsunternehmen für mehr Klimaschutz, wie sich die Initiative selbst beschreibt. Das Ziel: Bis zur Mitte des Jahrhunderts will die Genossenschaft ihren gesamten Wohnungsbestand klimaneutral entwickeln und damit eine Vorreiterrolle in Amberg und der gesamten Region übernehmen.

Der am 28. Januar 2020 gegründete Verein „Initiative Wohnen 2050“ mit Sitz in Frankfurt hat sich vorgenommen, einen kontinuierlichen Beitrag zur Einhaltung der im Pariser Abkommen von 2015 fixierten Klimaziele zu leisten. Er will die Forschung, die Entwicklung und die Findung von Lösungen zur Umsetzung des unter-2-Grad-Ziels in der Wohnungswirtschaft fördern, und dem Austausch von Kenntnissen und Informationen dienen. Unterstützt wird die Initiative durch den Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW).

Dieter Gerl, geschäftsführender Vorstand der Wohnungsunternehmen Amberg eG, erläutert in der Mitteilung die Vorteile des Zusammenschlusses: „Ein Verbund zwischen den großen und den vielen kleinen und mittleren Gesellschaften und Genossenschaften am Wohnungsmarkt verhilft jedem einzelnen Partner zu mehr Leistungs- und Innovationskraft. Durch die Bündelung der Kräfte wird auch unsere Stimme gegenüber Politik und Wirtschaft lauter, so dass wir eher Gehör finden. Erforderliche technische, ökonomische und insbesondere finanzielle Mittel können wir so viel effektiver abgleichen.“

Am Eisberg der Startpunkt

Das Wohnungsunternehmen Amberg will mit der Umsetzung ihres Klimaziels bis 2050 voraussichtlich mehr als 50 000 Tonnen CO2 vermeiden. Das sind durchschnittlich rund 1700 Tonnen CO2 pro Jahr, also so viel CO2 wie ein etwa 130 Fußballfelder großer Wald jedes Jahr aufnehmen kann, teilen die Verantwortlichen mit. Den Startpunkt bilde die bereits begonnene Quartiersentwicklung am Eisberg, bei der 65 Häuser mit rund 420 Wohnungen energetisch modernisiert werden. Insgesamt sollen in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich 15 bis 20 Millionen Euro in die Bestandsentwicklung fließen, heißt es weiter.

„Die Strategie bis 2050 ist klar“, wird Gerl zitiert. „Zur Erreichung der Klimaschutzziele sind umfassende energetische Sanierungen im Wohnungsbestand notwendig. Wir müssen mehr Wohneinheiten pro Jahr modernisieren, den Anteil von Vollmodernisierungen erhöhen sowie auf erneuerbare Energien in der Wärmeversorgung setzen. Ab 2023 wollen wir bei Bestandsmodernisierungen möglichst strombasierte Anlagen aus regenerativen Energien wie Blockheizkraftwerke oder Power-to-Gas-Anlagen einsetzen.“

Zusammenarbeit mit der Stadt

Um zügig voranzukommen, setze man auf kompetente und verlässliche Projektpartner, wie insbesondere die Stadtwerke Amberg, die, laut Gerl, bereits nach einer ersten Gesprächsrunde ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit hinsichtlich der Entwicklung und Umsetzung einer klimaneutralen Wärmeversorgung auf Quartiersebene signalisiert haben Eine dezentrale und nachhaltige Energieerzeugung auf Quartiersebene werde immer wichtiger, sagt Gerl. Quartierslösungen böten seiner Ansicht nach die Voraussetzungen zur Sektorkopplung, einer intelligenten Verknüpfung von Strom, Wärme und Mobilität. Die Digitalisierung ermögliche dabei eine neue Qualität der Vernetzung der Sektoren, in dem sie die Sektoren verbinde und Energieeffizienzpotenziale erkenne und steuere.

Kosten

  • Energie:

    „Die erneuerbaren Energien bergen das Potenzial, den Strompreis und damit die Wohnnebenkosten langfristig in Grenzen zu halten“, sagt Gerl. Sie seien in der Erzeugung günstiger als Energie aus fossilen Brennstoffe, für die schon mit steigenden Kosten aus dem Kauf von Emissionszertifikaten gerechnet werden müsse.

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