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Klinikum St. Marien lockert Besuchsregeln

Dennoch dürften Patientenbesuche nicht überhandnehmen, warnt der Klinikvorstand. Zudem sind zuvor Auskünfte zu leisten.

Durch den Krankenhauseingang können ab sofort wieder öfter Besucher kommen. Foto: Martin Kellermeier
Durch den Krankenhauseingang können ab sofort wieder öfter Besucher kommen. Foto: Martin Kellermeier

Amberg.Ab kommendem Mittwoch sind im Klinikum Amberg Besuche für eine registrierte Kontaktperson pro Patienten einmal pro Tag möglich. Laut der Neufassung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmen zählen dabei nur die Ehepartner, die Lebenspartner, die engste Familie (Eltern, Großeltern), die Geschwister oder eine vom Patienten vorab benannte Person zu den erlaubten Besuchern. Minderjährige Patienten dürfen von beiden Eltern gemeinsam besucht werden, teilt das Klinikum mit.

Möglich sei ein Besuch zwischen 14 und 18 Uhr für maximal 60 Minuten pro Tag. Der Zugang erfolge ausschließlich über den Haupteingang. Ein Mund-Nasen-Schutz sei für jeden verpflichtend, der das Klinikum betrete, und müsse während des gesamten Besuchs getragen werden. Außerdem sei innerhalb des Klinikums der Mindestabstand von 1,5 Metern zu wahren.

Patienten, die aus Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen ins Klinikum verlegt würden, dürfen nicht besucht werden, da für diesen Personenkreis strenge Isolierungsmaßnahmen vorgeschrieben seien. „In besonderen Fällen sind Ausnahmen möglich. Diese Entscheidung trifft der verantwortliche Arzt der Abteilung“, erklärt Vorstand Manfred Wendl.

Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, dürfen Patienten, bei denen eine bestätigte Covid-19-Infektion vorliege oder bei denen ein Verdacht bestehe, nicht besucht werden. Eine Ausnahme stelle die Sterbebegleitung dar. Bei anderen isolierten Patienten seien Besuche nur nach Genehmigung durch den verantwortlichen Arzt der Abteilung möglich.

Auf der Kinderstation sowie im Kreißsaal würden Sonderregelungen gelten. „Kinder auf unserer Früh- und Neugeborenen-Intensivstation dürfen von beiden Elternteilen gemeinsam besucht werden, ebenso wie auf der Kinderstation. Ein Elternteil darf als Begleitperson im Klinikum bleiben, der andere kann die beiden dann für maximal zwei Stunden einmal täglich besuchen“, sagt Wendl.

Auch bei Geburten gebe es Lockerungen. Wie zuvor auch dürften die Väter bei der Geburt dabei sein. Neu sei aber, dass ein Besuch auf der Station täglich für bis zu zwei Stunden möglich wäre. Da der Besuch aber nur für eine Person erlaubt sei, könnten Geschwister nicht mitkommen. Auch hier halte sich das Klinikum an die Vorgaben.

Aufgrund der rechtlichen Vorgaben und zur Sicherstellung der Nachverfolgbarkeit bei Infektionen müsse jeder Besucher registriert werden. „Mit einer Eigenerklärung prüfen wir, ob Krankheitssymptome vorliegen, und sichern die Nachverfolgbarkeit der Kontakte. Die Erklärung muss deshalb bei jedem Besuch von neuem ausgefüllt werden. Wir bitten um Verständnis dafür, da im Krankenhaus viele Patienten mit Risikofaktoren behandelt werden, die wir bestmöglich vor Infektionen schützen müssen“, betont Klinikumsvorstand Manfred Wendl.

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