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Gemeinderat

Köferinger Straße ächzt unter Verkehr

Bei der Sitzung des Kümmersbrucker Gemeinderats kündigte Bürgermeister Roland Strehl Verkehrskontrollen an.
Klaus Högl

Der Schwerlastverkehr an der Köferinger Straße ist zuviel und zu schnell. Foto: Klaus Högl
Der Schwerlastverkehr an der Köferinger Straße ist zuviel und zu schnell. Foto: Klaus Högl

Kümmersbruck.Die FFW Kümmersbruck möchte eine Kinderfeuerwehr gründen. Der Hintergrund: Kinder, die das Alter von zwölf Jahren noch nicht erreicht haben, sind zu jung, um als Feuerwehranwärter in die Feuerwehr selbst aufgenommen werden zu können. Nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz möglich und gesetzlich verankert ist aber die mögliche Mitgliedschaft in einer Kinderfeuerwehr ab sechs Jahren. Ziel ist es, dass die Kinder frühzeitig für den Feuerwehrdienst gewonnen und dann möglicherweise auch an die gemeindliche Feuerwehr gebunden werden können.

Beim Kümmersbrucker Gemeinderat stieß die Feuerwehr mit ihrem Antrag offene Türen ein. Denn nach dem Gesetz können Kinder/Jugendliche vom vollendeten 12. Lebensjahr bis zum 18. Lebensjahr als Feuerwehranwärter Feuerwehrdienst leisten. Bis zum 16. Lebensjahr dürfen sie nur zu Ausbildungsveranstaltungen herangezogen werden, ab dem vollendeten 16. Lebensjahr nur bei Einsätzen zu Hilfeleistungen außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone. Zum Jugendwart dürfen die Feuerwehren nur volljährige Feuerwehrdienstleistende bestellen.

Eingeleitet worden war die Sitzung des Kümmersbrucker Gemeinderates mit einer Bürgerfragestunde, bei der das Thema Verkehr einmal mehr im Mittelpunkt stand. Werner Fröhlich aus Haselmühl sprach die „katastrophalen Verhältnisse in der Köferinger Straße und Ortsdurchfahrt“ an. Zum einen werde zu schnell gefahren, zum anderen, monierte Fröhlich, „brettern in der Köferinger Straße die Lkw zur Firma Grammer und landwirtschaftliche Großfahrzeuge von der Staatsstraße hinauf und hinunter – und das vorbei am Kindergarten. Eine Geschwindigkeitsmessung oder -beschränkung im Rahmen der Verkehrsüberwachung sei dringend geboten, forderte Fröhlich.

Als Ursache für die Zustände an der Köferinger Straße sah Fröhlich die fehlende Westumgehung an. Die Ortsdurchfahrt Haselmühl werde, insbesondere bei Straßensperren auf der Autobahn, immer mehr zur Umgehungsstraße. Dabei gebe es „Schlangen bis nach Amberg und Lengenfeld“, so Fröhlich. Der Redner kritisierte in diesem Zusammenhang, dass der zuständige Landtagsabgeordnete Harald Schwartz sich zwar für die angeblich „dringend erforderlichen Umgehungsstraßen in Tanzfleck oder Mertenberg“ einsetze, in Sachen Ortsdurchfahrt und Westumgehung Haselmühl sei von ihm jedoch „nie etwas zu hören oder zu lesen gewesen“, wie Fröhlich bei der Sitzung kritisierte.

Westumgehung

  • Sachstand:

    Laut Bürgermeister Roland Strehl hat beim Bau einer „Westumgehung“ der Freistaat Bayern das Baurecht. Wenn der mit der Maßnahme beginne, würde die Gemeinde sofort in die Grundstücksverhandlungen einsteigen.

  • Überwachung:

    Was Geschwindigkeitsmessungen an der Köferinger Straße betrifft, will die Gemeinde im Rahmen der Verkehrsüberwachung tätig werden, so Strehl.

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