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Tierschutz

Kommunen steigen ins Boot

Amberg übernimmt bei der Tierheimsanierung „federführende Beteiligung“. Damit wird ein Wunsch der Gemeinden erfüllt.
Von Gerd Spies

Der Hundetrakt im Tierheim muss dringend erneuert werden. Foto: Gerd Spies
Der Hundetrakt im Tierheim muss dringend erneuert werden. Foto: Gerd Spies

Amberg.Schon seit Jahren ziehen sich die Verhandlungen der Stadt Amberg und der Landkreisgemeinden mit dem Tierschutzverein hin. Bei der Sitzung des Hauptverwaltungs- und Finanzausschusses der Stadt in der vergangenen Woche stand das Thema wieder auf der Tagesordnung. Aufgrund neuer Zugeständnisse der Stadt scheint jetzt aber eine Vertragsunterzeichnung in greifbarer Nähe.

Dringend muss das Tierheim bei Gailoh saniert werden. Das betrifft auch die Räume für das Personal. Ein neuer Hundetrakt muss gebaut werden. Schon lange liegt der Stadt und den Kommunen des Landkreises Amberg-Sulzbach ein Vertragsentwurf über einen Fundtiervertrag und die finanzielle Beteiligung an den Baumaßnahmen vor. Doch bisher signalisierten nur wenige der 27 Gemeinden des Landkreises eine Zusammenarbeit. Manche, etwa Ebermannsdorf oder Schmidmühlen, schlossen sich anderen Tierschutzvereinen an. Der neue Vertragsentwurf scheint aber dazu geführt zu haben, dass jetzt der Großteil der Landkreis-Kommunen mit im Boot ist. Ein Grund für die positive Entwicklung scheint auch zu sein, dass laut Vertrag den Kommunen, die später beitreten, mit höheren Beiträgen zu rechnen haben. Das hat offenbar Wirkung gezeigt“, erklärte Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko. „Ich wagte es kaum noch zu glauben, dass es doch noch zu einem Vertragsabschluss kommt,“ zeigte sich CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann im Hauptausschuss erleichtert. Dass die Stadt dabei ist, wenn es eine Einigung der Kommunen gibt, sicherte Oberbürgermeister Michael Cerny zu. Die Kommunen wünschten aber eine „federführende Beteiligung“ der Stadt, die auch SPD-Stadtrat Uli Hübner gefordert hatte. Dem kommt man jetzt nach. Die Gewerbebau fungiert als Projektsteuerer, Rechtsreferent Dr. Mitko steht als juristischer Berater zur Seite. 1,50 Euro pro Einwohner soll die neue Fundtierpauschale betragen. Der Zuschuss durch die Kommunen ist auf 15 Euro pro Einwohner gedeckelt. Auf 2,5 Millionen Euro sind die Baukosten veranschlagt bei einem Investitionszuschuss in Höhe von maximal 1,75 Millionen Euro. Für das laufende Haushaltsjahr ergibt sich dadurch für die Stadt ein Deckungsbedarf von rund 24 000 Euro, den der Stadtrat noch beschließen muss.

Tierheimsanierung

  • Finanzen:

    Der Tierschutzverein wird ermächtigt, einen neuen Hundetrakt für 2,5 Millionen Euro zu bauen mit einem Investitionszuschuss von maximal 1,75 Millionen Euro. (age)

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